Für eine bessere Luftrettung

Hamburg und Schleswig-Holstein vertiefen grenzüberschreitende Zusammenarbeit

14. Mai 2025 Pressemitteilung

Zur weiteren Verbesserung der flächendeckenden und bedarfsgerechten Notfallversorgung sowie des Intensivtransports im Bereich der Luftrettung haben die Hansestadt Hamburg und das Land Schleswig-Holstein eine vertiefte Kooperation begründet und hierzu einen gemeinsamen Staatsvertrag abgeschlossen. Nachdem dieser von Hamburgs Innensenator Andy Grothe und Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken unterzeichnet worden war und die Bürgerschaft der Hansestadt Hamburg und der Schleswig-Holsteinische Landtag dem neuen Staatsvertrag zugestimmt hatten, ist er mit dem Austausch der Ratifikationsurkunden (13. Mai 2025) nun in Kraft getreten.

  • Innenbehörde

Andy Grote, Innensenator der Hansestadt Hamburg, betont: „Damit im Notfall überall schnell und professionell geholfen werden kann, setzen wir auf eine enge Kooperation und Zusammenarbeit mit unserem nördlichen Nachbarn. Gerade an Orten, die für Rettungsfahrzeuge nur schwer erreichbar sind, kann der Einsatz eines Rettungshubschraubers lebensrettend sein. Der Staatsvertrag stärkt damit die beiderseitige Notfallversorgung und sorgt für schnelle Hilfe aus der Luft, wenn es darauf ankommt.“

Kerstin von der Decken, Gesundheitsministerin des Landes Schleswig-Holstein, ergänzt: „Ich freue mich, dass wir mit der Hansestadt Hamburg diesen Staatsvertrag geschlossen und ratifiziert haben. Dadurch wird die bereits bestehende Zusammenarbeit beider Länder im Bereich der Luftrettung erheblich vertieft und vereinfacht. Vor allem für die bestmögliche Notfallversorgung der Patientinnen und Patienten mit Luftrettungsmitteln in den grenznahen Regionen im südlichen Schleswig-Holstein ist diese erweiterte Kooperation von hoher Bedeutung. Der Staatsvertrag ermöglicht beiden Ländern zukünftig eine optimierte Bedarfsplanung, wovon alle Beteiligten profitieren werden.“

Bereits seit längerem kooperieren Hamburg und Schleswig-Holstein im Bereich der Luftrettung. Für eine flächendeckende Notfallversorgung wird insbesondere im südöstlichen Teil Schleswig-Holsteins auf in Hamburg stationierte Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber zurückgegriffen.

Diese grenzüberschreitenden Einsätze waren bislang jedoch nur im Rahmen von Anfragen zur Leistung von Amtshilfe im jeweiligen Einzelfall möglich. Mit dem neu abgeschlossenen Staatsvertrag können beide Länder bei Bedarf nun regelhaft, flexibel und unbürokratisch die Luftrettungsmittel des Nachbarlandes vor allem zur schnellen Zuführung von ärztlichem Personal und als schonende und schnelle Transportmöglichkeit von Patientinnen und Patienten nutzen. Diese Rückgriffsmöglichkeiten werden beide Länder zukünftig auch im Rahmen ihrer Bedarfsplanungen berücksichtigen, was zu ihrer Optimierung beitragen wird.

Im Detail ist im Staatsvertrag geregelt, dass bei grenzüberschreitenden Einsätzen grundsätzlich das jeweilige Landesrecht des Luftrettungsmittels gilt, das den Einsatz durchführt. Dies schafft Rechtssicherheit für alle Beteiligten. Die Disposition der Luftrettungsmittel erfolgt ausschließlich über das Land, das das Rettungsmittel stellt. Ein grenzüberschreitender Einsatz setzt somit immer eine Anfrage bei der zuständigen Rettungsleitstelle voraus, was den Überblick über die verfügbaren Luftrettungsmittel gewährleisten soll.

Weitere Info: Verkündungsportal Schleswig-Holstein - Gesetz- und Verordnungsblatt Schleswig-Holstein - Gesetz zur Zustimmung zum Staatsvertrag über die Kooperation in der Luftrettung zwischen dem Land Schleswig-Holstein und der Freien und Hansestadt Hamburg

Rückfragen der Medien
Behörde für Inneres und Sport
Pressestelle
Telefon: 040 42839 2678
E-Mail: pressestelle@bis.hamburg.de 

Ministerium für Justiz und Gesundheit
Pressestelle
Telefon 0431 988 2654
E-Mail: pressestelle@jumi.landsh.de

Zum Weiterlesen

Auf einem Schild vor dem Parkplatz am Hauptbahnhof Hamburg wird auf das Alkoholverbot hingewiesen.
IMAGO / Hanno Bode

Zusätzliche wirksame Hilfen entlasten Wohnquartiere im Umfeld Alkoholkonsumverbotszone am Hauptbahnhof wird deutlich ausgeweitet

Hamburg entwickelt seine Strategie für mehr Sicherheit und wirksame Hilfen rund um den Hauptbahnhof gezielt weiter. Im Vordergrund steht ein personenbezogener Ansatz, mit dem Polizei, Ausländerbehörde und Staatsanwaltschaft ihre Maßnahmen noch effektiver gezielt gegen wiederholt auffällige...

03. Juli 2026 Pressemitteilung
Eine Frau streckt die Handfläche Richtung Kamera.
Unsplash / Nadine E.

„Operation Medusa“ Hamburgs Innensenator Andy Grote zur internationalen Operation gegen sexualisierte Gewalt an sedierten Personen

Im Rahmen einer von Deutschland (BKA und LKA Hamburg) und dem Vereinigten Königreich (NCA) geleiteten internationalen Operation im Kampf gegen sexualisierte Gewalt an sedierten Frauen konnten insgesamt 156 Opfer und Täter von sexuellen Übergriffen an sedierten Personen identifiziert werden.

02. Juli 2026 Pressemitteilung
Abstimmungsbrief
Landeswahlamt

Olympia-Referendum Endgültiges Ergebnis des Bürgerschaftsreferendums am 31. Mai 2026

Der Senat hat heute, am 23. Juni 2026, das endgültige Ergebnis des Bürgerschaftsreferendums über eine Bewerbung des Deutschen Olympischen Sportbundes um Olympische und Paralympische Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 mit Hamburg als Austragungsort festgestellt.

23. Juni 2026 Pressemitteilung