Unter dem Motto „Wasser – Ressourcen nutzen, Risiken meistern“ lädt die Veranstaltung Besucherinnen und Besucher ein, sich bei Vorführungen und Mitmachaktionen über den Zivil- und Katastrophenschutz zu informieren. Dabei wird auch eine Delegation aus Hamburg das Forschungsprojekt RESCUE-MATE vorstellen und den Austausch mit dem Fachpublikum, den Einsatzkräften und allen Interessierten suchen.
Durch einen steigenden Meeresspiegel, häufigere Extremwetterereignisse und eine wachsende Zahl an Anwohnenden, die im Katastrophenfall evakuiert und versorgt werden müssen, sind Sturmfluten ein besonders bedeutsames Katastrophenszenario für die Freie und Hansestadt Hamburg. Frühzeitige Erkennung, eine verlässliche Darstellung der Lage und schnelle Entscheidungen sind daher maßgeblich, um Menschenleben zu retten und kritische Infrastrukturen zu schützen.
Hier setzt das Forschungsprojekt RESCUE-MATE an:
Ziel des Projekts ist es, Informationsflüsse zu optimieren und ein dynamisches, datenbasiertes Lagebild zu entwickeln. Dieses unterstützt Einsatzkräfte bei der Entscheidungsfindung in Krisen- und Katastrophensituationen – insbesondere bei Szenarien wie einer schweren Sturmflut mit Wasserständen über sieben Metern. In solchen Lagen geht es unter anderem um die Rettung Hilfesuchender sowie die Evakuierung betroffener Anwohnender. RESCUE-MATE erforscht dazu den Einsatz von Echtzeitdaten und intelligenten Systemen, um die Einsatzfähigkeit unter komplexen, dynamischen Bedingungen zu verbessern. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes in Hamburg und ist Bestandteil der städtischen Digitalisierungsstrategie. Bis 2027 werden neue technologische Lösungen entwickelt und auf ihre Praxistauglichkeit geprüft – mit dem Ziel, den Bevölkerungsschutz zukunftsfähig, vernetzt und resilient zu gestalten.
Gefördert wird RESCUE-MATE vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“.
Beim Bevölkerungsschutztag 2025 präsentiert das RESCUE-MATE-Team verschiedene Demonstratoren aus dem aktuellen Forschungsstand im Bereich Hochwasserschutz:
- Virtueller Lage- und Entscheidungsraum: Visualisierung von Simulationen, Lageentwicklungen und Datenströmen für Einsatzleitungen.
- Bürger-App: Mit Warnmeldungen und interaktiven Evakuierungsrouten für eine schnelle, zielgerichtete Selbsthilfe im Ernstfall.
- Augmented-Reality-Brille mit Touchscreen-Steuerung: Ermöglicht die Darstellung geografischer Daten über die Grenzen physischer Bildschirme hinaus – wahlweise in einer klassischen 2D- oder immersiven 3D-Ansicht.
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