April 2017

Anbindung der Leitstellen von Polizei und Feuerwehr

30. April 2017

Mit der Erneuerung der Leitstellentechnik für Polizei und Feuerwehr wurde bereits 2004 geplant, diese zukunftssicher mit einem gemeinsamen Leitsystem und der Vorbereitung für eine spätere Anbindung an den BOS-Digitalfunk auszustatten. Damit nahm Hamburg zum damaligen Zeitpunkt eine Vorreiterrolle ein.

  • Innenbehörde

Jährlich koordinieren diese beiden Leitstellen von Feuerwehr und Polizei ca. 800.000 Einsätze und sind somit ein wichtiger Faktor für die Gewährleistung der Sicherheit von ca. 1,8 Mio. Einwohnern der Hansestadt Hamburg.

Erst nach Einbau der erforderlichen Digitalfunktechnik in den Leitstellen und der Anbindung der Einsatzzentralen über die Leitstellenschnittstelle an die Vermittlungsstelle wurde im Jahr 2010 der Wirkbetrieb im Netzabschnitt Hamburg begonnen.

Damit standen in den Einsatzzentralen und spezialisierten Befehlsstellen 90 Arbeitsplätze mit Anbindung an den BOS-Digitalfunk zur Verfügung. Die Leitstellen waren dadurch in der Lage, die ihnen über die Schnittstelle angebotenen Funktionen, wie z. B. Übersprechen von Funkteilnehmern, Standortübermittlung, Tracking, Notrufbeendung, Übersendung, von Kurzmitteilungen usw., zu nutzen und somit sicher auf das Funkgeschehen einwirken zu können. Ursprünglich über das zunächst favorisierte „Sandwich-Konzept“ mit Layer-2- Verschlüsselung angebunden, wechselte die Anbindung Ende 2015 mit Erneuerung des Leitstellenzugangsnetzes auf das „alternative Konzept“ mit Layer-3-Verschlüsselung, das bei gleicher Sicherheit die Kosten erheblich minimierte. Zeitgleich wurden die Anbindungen der Leitstellenarbeitsplätze auf zwei Digitalfunk- Vermittlungsstellen (DXT) verteilt und somit die Risiken bei Ausfall von Leitungen oder einer gesamten DXT reduziert. Damit ist die Funktionsfähigkeit der Leitstellen auch bei einem größeren Störungsfall grundsätzlich sichergestellt.

Als weitere Optimierung werden noch im Jahr 2017 zwei neu beschaffte Digitalfunkgateways in Betrieb genommen, die durch eine flexiblere und schonendere Ressourcenverwaltung zusätzlich ein Höchstmaß an Ausfallsicherheit mit sich bringen. Nach seiner Einführung stellt auch der bundesweite Betrieb des Digitalfunks BOS eine erhebliche Herausforderung für alle Beteiligten da. Hamburg wird auch weiterhin an den dafür erforderlichen Abstimmungen und Anpassungsprozessen aktiv mitwirken.

Zahlen, Daten, Fakten

• 38 Basisstationen, davon 4 OV-Basisstationen und eine mobile Basisstation (mBS)

• ca. 13.400 eingetragene Teilnehmer/- innen, davon polizeilich ca.7.800, nichtpolizeilich ca. 5.600

• 47 Objektversorgungsanlagen integriert

• 77 Objektversorgungsanlagen stehen zur Anbindung an

• ca. 500.000 Gruppenrufe/Monat

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Quelle: Wellenreiter 1-2017

(BDBOS) https://www.bdbos.bund.de/

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