Die Anforderungen an unsere Gesellschaft wachsen – und damit auch an die Arbeit der 16.000 Beschäftigen der Hamburger Innenbehörde.
Um diesen Wandel erfolgreich zu gestalten, setzt die Innenbehörde auf die interne Ausbildung von Transformationsbegleiterinnen und Transformationsbegleitern: Mitarbeitende, die die Weiterentwicklung der Arbeitskultur und Zusammenarbeit aktiv vorantreiben, um die Verwaltung fit für die Zukunft zu machen.
Transformation bedeutet mehr als nur neue Technologien oder Prozesse – es geht um einen echten Kulturwandel. BIS.morgen – die Transformationsbewegung der Hamburger Innenbehörde setzt darauf, den Wandel von innen heraus gemeinsam mit der Führungsspitze zu gestalten. Dafür bietet sie u.a. engagierten Behördenmitarbeitenden eine interne Ausbildung als Transformationsbegleiterin und Transformationsbegleiter an.
Die ausgebildeten Transformationsbegleiterinnen und Transformationsbegleiter bringen agile Methoden und nutzerzentrierte Arbeitsweisen wie Retrospektiven, kollegiale Beratung und moderierte Workshops ein.
- Sie unterstützen Leiterinnen und Leiter und Teams bei ihren Anliegen und entwickeln in enger Zusammenarbeit zukunftsgerichtet Lösungen.
- Sie bilden ämterübergreifend und hierarchieunabhängig ein unterstützendes Netzwerk, um die eingeführten Vorgehensweisen und Denkweisen langfristig zu etablieren.
- Sie schaffen Diskussions- und Experimentierräume, um innovative Ansätze zu erarbeiten und zu erproben.
Ziel ist es, neue Arbeitsweisen und Formen der Zusammenarbeit langfristig zu verankern und eine nachhaltige Veränderung anzustoßen.
Mit dieser Initiative verfolgt die Innenbehörde klare Ziele:
- Sie möchte die vielfältigen Ideen und Kompetenzen der Mitarbeitenden stärker nutzen.
- Sie möchte Fachkräften als moderner, aufgeschlossener Arbeitgeber begegnen, der unbürokratisch und agil arbeitet.
- Sie will lernen, besser mit der zunehmenden Komplexität und Verdichtung von Aufgaben umzugehen.
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet diese Transformation eine Verwaltung, die nicht nur ihre Aufgaben effizient erfüllt, sondern durch eine offene, moderne Haltung überzeugt – nahbar, lösungsorientiert und flexibel im Umgang mit den Herausforderungen der Zukunft.
Die Transformationsbegleiterinnen und Transformationsbegleiter sind damit der Motor für Veränderung in der Innenbehörde. Sie gestalten nicht nur den Wandel, sondern setzen sich dafür ein, dass neues Arbeiten gelingen kann.
Mit Ende 2024 wurden bereits 106 Transformationsbegleiterinnen und Transformationsbegleiter ausgebildet – damit hat sich die BIS.morgen als fester Baustein für neues Arbeiten in der Innenbehörde etabliert.
Wie die Transformationsbewegung der Hamburger Innenbehörde noch wirksam ist, erfahren Sie im Folgenden.
Die BIS.morgen Transformationsbewegung versteht sich als lebendiger Knotenpunkt, an dem Menschen und Ideen zusammenkommen. Wir schaffen Verbindungen zwischen Kolleginnen und Kollegen in der Behörde und knüpfen auch wertvolle Kontakte zu externen Akteuren aus Wirtschaft und Politik
Räume des Austausches
Der Dialog der BIS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter findet ohne Berücksichtigung von Hierarchie und Status in verschiedenen Formaten statt. Wir öffnen Räume zum Experimentieren, Reflektieren, Ausprobieren, Ideen entwickeln und zum Diskutieren neuer Perspektiven.
Der Funke sein
Die Menschen der Transformationsbewegung säen Ideen und Gedanken, die im Laufe der Arbeit in den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BIS wachsen können. Es geht nicht darum, den Menschen in der BIS ausgereifte, starre Konzepte überzustülpen, sondern die Dinge gemeinsam zu gestalten. Sie inspirieren, aktivieren, machen neugierig und bringen dabei Nachhaltigkeit und Durchsetzungsvermögen mit.
Wirksamkeit von Intuition durch Erfahrung
In der Transformationsbewegung setzen sich systemvertraute Menschen aus dem Bauch der Organisation heraus für die Weiterentwicklung der BIS ein. Dies geschieht aus einer hohen Eigenmotivation neben ihren originären Tätigkeiten.
Kulturwandel der Innenbehörde Hamburg
Kulturwandel der Innenbehörde Hamburg: Regina Paesler-Schorling und Sebastian Purps-Pardigol
Regina Paesler-Schorling, Leiterin strategische Personalentwicklung und Begründerin der BIS.morgen, war im Interview mit dem Kulturwandel.org-Forum zu Gast, welches von Gerald Hüther und Sebastian Purps-Pardigol initiiert wurde. Im Gespräch erzählt Paesler-Schorling, wie die Innenbehörde ihren Kulturwandel-Prozess begann, welche Herausforderungen es gab und gibt und welche Learnings und Erfolge bereits erzielt wurden.
Unsere Hacks - Impulse für die Gestaltung der Arbeitswelt
WOFÜR ist das Transformationsvorhaben nützlich - Ein guter Start in Veränderungsvorhaben - St.1/F.1 - YouTube
Weitere Videos finden sie hier: https://www.youtube.com/@bis.morgentransformationsb6626/videos
Mit diesen Formaten fördern wir den Wandel
Inhouse-Begleitung: Veränderungen gestalten
Wir begleiten Transformationsprojekte innerhalb der Organisation und schaffen Räume für Austausch und Kreativität.
- Ziel: Stärkung des Wir-Gefühls und Förderung von vernetztem Denken.
- Wie es funktioniert: Transformationsbegleiterinnen und Transformationsbegleiter entwickeln gemeinsam mit Auftraggebenden maßgeschneiderte Formate, um Veränderungen bedarfsorientiert zu gestalten.
gestaltBar für Teams: Zusammenarbeit weiterentwickeln
Dieses Format richtet sich an Teams, die ihre Arbeitsweise reflektieren und sich neu ausrichten möchten.
- Ziel: Entwicklung neuer Ansätze, um besser auf Herausforderungen zu reagieren.
- Wie es funktioniert: Teams durchlaufen einen stufenweisen Entwicklungsprozess, der Veränderung von innen heraus gestaltet.
Kollegiale Beratung: Miteinander lernen
Wir fördern den internen Austausch durch Formate, in denen Kolleginnen und Kollegen voneinander lernen, Probleme gemeinsam lösen und neue Perspektiven gewinnen können.
- Themen: Von Spiral Dynamics bis hin zur Transformationsbegleitung.
- Nutzen: Stärkt die Eigenverantwortung und den Wissensaustausch innerhalb der Organisation.
austauschBar: Dialog mit Wirtschaft und Wissenschaft
Unsere austauschBar bringt Mitarbeitende der BIS mit Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um neue Perspektiven zu erhalten und zukunftsweisende Ansätze zu diskutieren.
- Ziel: Impulse aus der neuen Arbeitswelt aufgreifen und weiterdenken.
- Wie es funktioniert: Fish-Bowl-Diskussionen mit bis zu 40 Teilnehmenden in einem offenen Salonformat.
Externe Netzwerke und Konferenzen
BIS.morgen beteiligt sich aktiv an externen Veranstaltungen und Netzwerken:
- Beispiele: KASO-Konzernaustausch, Big & Growing – New Work Festival, CityLab-Konferenzen.
- Nutzen: Zusammenarbeit über organisatorische Grenzen hinweg und Einblicke in Best Practices anderer Akteure.
Warum das wichtig ist
Mit diesen Formaten schaffen wir eine Grundlage für nachhaltige Transformation: Durch Stärkung der internen Zusammenarbeit, Vernetzung mit externen Impulsgeberinnen und Impulsgebern und der aktiven Gestaltung des digitalen Wandels gestalten wir eine zukunftsfähige Arbeitskultur.
Kontakt
Regina Paesler-Schorling
E-Mail: regina.paesler-schorling@bis.hamburg.de