Auszeichnung

Christoph Schäfer mit Edwin-Scharff-Preis 2014 ausgezeichnet

12. Februar 2015 Pressemitteilung
  • Kultur und Medien

Der Senat vergibt den Edwin-Scharff-Preis 2014 an den Künstler Christoph Schäfer. Der 1964 in Essen geborene Christoph Schäfer studierte von 1985 bis 1992 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Schäfer wurde einem internationalen Publikum durch seine Arbeiten im öffentlichen Raum, das auf der Documenta11 (2002) ausgestellte Projekt „Park Fiction“ auf St. Pauli, durch sein Buch „Die Stadt ist unsere Fabrik“ bekannt, und kuratierte im vergangenen Herbst den Salon „Public Happiness“ in der Wiener Secession. Aktuell ist der Künstler Teil des Teams der „PlanBude“, das die Beteiligung an der Neuplanung des ESSO-Häuser-Geländes organisiert.

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Christoph Schäfer prägt seit vielen Jahren das Kulturleben Hamburgs. Während das Projekt ‚Park Fiction‘ sicherlich zu seinen bekanntesten Projekten zählt, verdeutlichte der Künstler zuletzt mit seinen Zeichnungen auf der Istanbul Biennale 2013, dass Kunst als treibende Kraft einer direkten Planung der Stadt durch ihre Bürger eine wichtige Rolle zukommt. Ich freue mich sehr, dass diese Arbeiten nun auch erstmals in Hamburg zu sehen sein werden und das künstlerische Werk Schäfers mit dem Edwin-Scharff-Preis in seiner Gesamtheit gewürdigt wird.“

Die Ausstellung „Bostanorama“ zeigt den gesamten Zyklus aus Großzeichnungen und Tagebuchseiten, die der Künstler 2013 in Istanbul machte und wird im Selekta Studio 1 vom 20. bis 21. März zu sehen sein.

Der vom Senat gestiftete Edwin-Scharff-Preis ist mit 7.500 Euro dotiert und wird seit 1955 jährlich verliehen. 1955 ist das Todesjahr des Künstlers Edwin Scharff, der seit der Nachkriegszeit bis zu seinem Tod in Hamburg lebte und arbeitete. Er gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Preisträger der letzten Jahre sind unter anderem Hanne Darboven, Franz Erhard Walther, Andreas Slominski, Anna und Bernhard Blume und Daniel Richter.

Die Jury setzte sich aus dem Galeristen Holger Priess, dem Künstler und Edwin-Scharff-Preisträger Gunter Reski, der Sammlerin Dr. Christina Schmitz-Morkramer, dem Chefredakteur des Magazins art Tim Sommer, der Direktorin des Kunstvereins in Hamburg Bettina Steinbrügge, der Galeristin Elena Winkel und dem Künstler Steffen Zillig zusammen.

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