Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit dem innovativen Konzept des glimmer wird dieser neue Club eine echte Bereicherung der Hamburger Clublandschaft. Am Ort des ehemaligen Moloch siedelt sich damit nicht nur erneut die Musikkultur an, sondern auch noch mehr kulturelle Vielfalt. Das glimmer passt hervorragend zu dem immer weiter wachsenden Kreativquartier Oberhafen mit den angrenzenden Deichtorkasematten und Deichtorhallen. Vom Klosterwall bis zum Oberhafenquartier entwickelt sich eine kulturelle Meile aus Musik, bildender Kunst, Fotografie und Kreativwirtschaft. Hier zeigt sich, welcher Mehrwert für die ganze Stadt entstehen kann, wenn Flächen für Kreative aktiv in der Stadtplanung mitberücksichtigt werden.“
Christina Geib, Geschäftsführerin der HafenCity Hamburg GmbH: „Gemeinsam mit vielen Partnern aus der Stadt und der Kreativwirtschaft entwickeln wir den Oberhafen zu einem Kreativquartier. Wir freuen uns, dass glimmer die bereits bestehende Vielfalt ergänzt und den Oberhafen für neue Zielgruppen interessant macht. Darüber hinaus bleibt die Entwicklung spannend, und wir machen die umliegenden Hallen für weitere Neuzugänge fit.“
Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft: „Wie viele unserer Projekte lebt auch der Oberhafen davon, dass wir Räume nicht am Reißbrett entwickeln, sondern Nutzungen ermöglichen, erproben und gemeinsam weiterentwickeln. Die Erfahrungen mit dem Moloch haben uns sehr konkret gezeigt, was ein Club an diesem Standort braucht – und sind direkt in die Entwicklung der Fläche eingeflossen. Dass mit dem glimmer nun wieder ein Club in den Oberhafen einzieht, ist deshalb ein wichtiger nächster Schritt. Mit dem Team kommt ein ambitioniertes Konzept ins Quartier, das sehr gut zu dem passt, wofür der Oberhafen steht: Raum für kreative Ideen zu schaffen und ihnen eine langfristige Perspektive zu geben.“
Anton Burmester, Johann Kipping und Luke Mehrhoff, glimmer: „Wir freuen uns wahnsinnig über die Möglichkeit, einen neuen Club im Oberhafen gestalten zu können. Der Clubkultur geht es vielerorts leider nicht sonderlich gut, und auch in Hamburg ist ihr Potenzial sicherlich noch nicht erschöpft. Unseren Teil dazu beizutragen, dass die Szene wächst, ist eine herausfordernde Aufgabe, die wir mit viel Freude angehen. Wir arbeiten für ein glimmer, das nicht nur als Club wahrgenommen wird, sondern den schon vielfältigen Oberhafen um ein Kulturzentrum bereichert, das den Namen verdient.“
Für den Clubbetrieb wurde der ehemalige Lokschuppen auf einer Fläche von 548 Quadratmetern, aufgeteilt in einen 296 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum und eine 252 Quadratmeter große Nebenfläche, saniert und ausgebaut. Die Fläche wurde mit einer entsprechenden Schallisolierung versehen und ist für bis zu 600 Personen zugelassen.
Das Quartier Oberhafen verbleibt langfristig im Eigentum des Sondervermögens Stadt und Hafen der Freien und Hansestadt Hamburg, vertreten durch die städtische HafenCity Hamburg GmbH. Die Sanierungsplanung im Transformationsprozess des Oberhafens zum Kultur- und Kreativquartier erfolgt unter Ansatz möglichst geringer Mieten und reduzierter Gebäudestandards, wobei die Mieteinnahmen über den Zeitraum der angenommenen verbleibenden Gebäudelebenszeit den Basisausbau gegenfinanzieren.
Aktuell werden mehrere Hallen im Oberhafen für neue Nutzungen saniert. Die Sanierungsmaßnahmen werden aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien mit rund drei Millionen Euro gefördert, darunter auch die Herstellung der Fläche für den glimmer.
Das Oberhafenquartier entwickelt sich seit 2011 zu einem kreativen Hotspot. Das rund 67.000 Quadratmeter große Gelände wird zu einem innerstädtischen Kultur- und Kreativareal entwickelt. Die behutsame Sanierung der Bestandsgebäude bewahrt ihren industriellen Charakter und öffnet das Quartier gleichzeitig für neue kreative Ideen. Im Rahmen der vergangenen Ausschreibungen konnten bereits viele spannende Projekte für das Oberhafenquartier realisiert werden, darunter das erfolgreiche Gastronomiekonzept Hobenköök, die Galerie Tom Reichstein und Lukulule mit Musik und Tanz für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
Die Entwicklung des Gebiets wird von der städtischen HafenCity Hamburg GmbH, der Hamburg Kreativ Gesellschaft mbH und dem Nutzerinnengremium Oberhafen 5+1 e.V. vorangetrieben. Letzteres vertritt seit 2018 die Interessen der Oberhafen-Gemeinschaft und engagiert sich aktiv in verschiedenen Bereichen wie der Gestaltung von Freiräumen, der Vermietung von temporären Testfeldern in der Gleishalle sowie der Koordination von Veranstaltungen (unter anderem Tag des Oberhafens, Hamburger Kultursommer).