Auf der Veddel

Historischer Warmwasserblock fertiggestellt

07. Juli 2026 Pressemitteilung

Nach rund vier Jahren Bauzeit hat Hamburgs große Vermieterin die umfangreiche denkmalgerechte Modernisierung des sogenannten Warmwasserblocks abgeschlossen. Bei einem gemeinsamen Rundgang informierten sich heute die Leiterin des Denkmalschutzamts Dr. Anna Joss und SAGA-Vorstand Snezana Michaelis über den Abschluss des komplexen Gesamtprojekts.

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Der Warmwasserblock mit seinen rund 160 öffentlich geförderten Wohnungen wurde seit April 2022 in Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt in fünf Bauabschnitten umfangreich modernisiert und instandgesetzt. Alle Mieter:innen hatten im Zuge der Modernisierung Ersatzwohnungen und ein Rückkehrrecht erhalten, von dem bei Wiedereinzug etwa ein Viertel Gebrauch gemacht haben. Anfang Juli wurde im Innenhof des Warmwasserblocks ein Wiedereinzugsmieterfest gefeiert.

Dr. Anna Joss, Leiterin des Denkmalschutzamts: „Mit großer Sorgfalt hat die SAGA dieses bedeutende Baudenkmal denkmalgerecht instandgesetzt und energetisch fit für die Zukunft gemacht. Besonders freut mich, dass ein Teil der prägenden Backsteinfassade durch die Innendämmung weitgehend erhalten werden konnte. Diese gelungene Sanierung bewahrt nicht nur ein wichtiges Stück Hamburger Baugeschichte, sondern zeigt auch, dass sich der Erhalt unseres baukulturellen Erbes und moderner, bezahlbarer Wohnkomfort gut miteinander verbinden lassen.“

Snezana Michaelis, SAGA-Vorstand: „Die SAGA vermietet auf der Veddel rund 1.400 Wohnungen. Sie ist sich ihrer städtebaulichen Verantwortung als Bestandshalterin dieser besonderen innenstadtnahen Lage bewusst. Die Modernisierung des Warmwasserblocks ist in diesem Kontext ein gelungenes Beispiel, das wir gemeinsam mit dem Denkmalschutzamt eng abgestimmt und umgesetzt haben. Uns war es dabei wichtig, auch weiterhin bezahlbare Wohnungen anbieten zu können. Das beides gelungen ist, verdanken wir der Förderung durch die IFB Hamburg und nicht zuletzt der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern.“ 

Über den Warmwasserblock

Der Warmwasserblock mit 161 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit wurde in den Jahren 1928 und 1929 nach städtebaulichen Entwürfen Fritz Schumachers errichtet. Es handelte sich dabei um das erste Gebäude auf der Veddel mit fließend warmem Wasser für die Bewohnerinnen und Bewohner. 

Die SAGA hatte das Gebäude im Sommer 2015 in seinem baulich schlechten Zustand übernommen und unter Berücksichtigung der Interessen der Mieter:innen und in enger Abstimmung mit der Stadtentwicklungsbehörde, der Behörde für Kultur und Medien sowie dem Bezirksamt Hamburg-Mitte eine Lösung erarbeitet, um eine denkmalgerechte Modernisierung und damit den Erhalt des architektonisch bedeutsamen Warmwasserblocks zu gewährleisten. Ziel war es zudem, bezahlbare Mieten mit der erforderlichen Modernisierung des Ensembles in Einklang zu bringen. Durch die Inanspruchnahme von Fördermitteln der IFB Hamburg und KfW kann die SAGA nach Abschluss der umfangreichen Maßnahme Mieten des ersten Förderwegs anbieten, die anfänglich bei 6,90 Euro je Quadratmeter liegen. Die Förderdauer ist auf 30 Jahre festgelegt.

Über die denkmalgerechte Modernisierung

Das Erscheinungsbild des Gebäudekomplexes wird durch die behutsame denkmalgerechte Instandsetzung langfristig gewahrt. Gleichzeitig werden die erforderlichen baulichen und energetischen Verbesserungen umgesetzt. Dabei werden Teilbereiche der Fassade durch eine aufwändige Fugensanierung sowie viele weitere historisch bedeutsame Details im Originalzustand erhalten. Darunter etwa Vordächer und Dachabschlüsse bis hin zu neuen Holzfenstern, die in der ursprünglichen Gestaltung und Farbgebung eingesetzt werden und zeitgemäßen energetischen sowie schallschutztechnischen Ansprüchen genügen. 

Hinzu kommt eine energetische Ertüchtigung durch Dämmung der obersten Geschossdecken, der Kellerdecken sowie einem Teil der Innenwände. Zu den weiteren Maßnahmen zählen unter anderem der Einbau eines neuen Blockheizkraftwerks, der Austausch aller Steige- und Verteilungsleitungen sowie eine Modernisierung der Bäder und Küchen. Die Dächer und Dachgeschosse werden erneuert und dadurch neue Abstellflächen für Mieter:innen geschaffen. In den Kellerräumen entstehen erstmalig Fahrradstellplätze. Alle Treppenhäuser, Hauseingänge und auch die Außenanlagen werden nach ihrem historischen Vorbild denkmalgerecht gestaltet.