Hamburger Literaturpreise 2026

Je fünf Titel für „Buch des Jahres“ und „Sachbuchpreis" nominiert

22. September 2026 Pressemitteilung

Neben den regulären Hamburger Literaturpreisen werden jährlich zwei mit jeweils 8.000 Euro dotierte Preise für herausragende Neuerscheinungen in den Kategorien Belletristik und Sachbuch vergeben. Eine unabhängige Jury nominiert für die Shortlist jeweils fünf Bücher. Das Preisgeld für den Sachbuchpreis wird von der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS gestiftet.

  • Kultur und Medien

Die Entscheidung über die Preisvergabe fällt Anfang November. Der Senator für Kultur und Medien Carsten Brosda wird die Auszeichnungen am 7. Dezember 2026 im Literaturhaus Hamburg verleihen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Literatur unserer Stadt ist so vielfältig wie Hamburg selbst. Die für die Shortlist ausgewählten Bücher richten ein Brennglas auf unsere Welt, analysieren ebenso gekonnt wie sie zum Mitfühlen anregen. Unabhängig davon, welche Texte im weiteren Verfahren von der Jury als Gewinner ausgewählt werden, sind bereits die Shortlisten Zusammenstellungen bemerkens- und vor allem lesenswerter Texte. Viel Freude bei der Lektüre!“

Prof. Manuel Hartung, Vorstandsvorsitzender der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS: „Sachbücher tragen Wissen in die Breite und schlagen damit eine Brücke zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Gerade in Zeiten grassierender Desinformation sind Sachbücher ein wichtiger Beitrag zu einer fundierten Debatte. Mit dem Sachbuchpreis wollen wir als ZEIT STIFTUNG BUCERIUS zu einer informierten Gesellschaft beitragen und damit die wehrhafte Demokratie stärken.“

Folgende Titel sind für einen Hamburger Literaturpreis 2026 nominiert:

Buch des Jahres:

  • Mirko Bonné: „Kanzlerkino“, Schöffling & Co.
  • Norbert Gstrein: „Im ersten Licht“, Hanser
  • Nefeli Kavouras: „Gelb, auch ein schöner Gedanke“, KiWi
  • Jarka Kubsova: „Im Licht des neuen Tages“, S. Fischer
  • Daniel Mellem: „Einstein im Bade", Kein & Aber

Sachbuchpreis der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS:

  • Ruth Hoffmann: „Raubzug von rechts. Wie die Rechte unsere Werte kapert und für ihre Zwecke missbraucht“, Goldmann
  • Anne Otto: „Die Eleganz der Zuwendung: Über den Wert dessen, was uns verbindet“, Nagel und Kimche
  • Ursula Schröder: „Schutz in Krisenzeiten“, Piper
  • Christian Schüle: „Die Jagd nach der Muskatnuss. Aufstieg und Fall der Ostindien-Companie 1602-1798 oder wie im goldenen Zeitalter der Kapitalismus begann“, Siedler
  • Volker Ullrich: „Helmuth James von Moltke“, C.H. Beck

Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige fünfköpfige Jury, die jährlich neu zusammengesetzt wird. Dieses Jahr in der Jury sind Autorin und Buchhändlerin Can Mayaoglu (Buchhandlung im Literaturhaus), Literaturübersetzerin und Vorjahrespreisträgerin Kirsten Gleinig, Autorin und Mitglied des writer`s room e. V. Silke Tobeler, Direktor des Instituts für Germanistik Prof. Dr. Tobias Kurwinkel und Harriet Dohmeyer, Verlegerin des Ankerwechselverlags.