Denkmalschutz

Einigung zwischen Kulturbehörde und Bürgerinitiative Hamburg Bau 2.0

10. April 2024 Pressemitteilung

Das Denkmalschutzamt hat im September 2022 das Ensemble der ehemaligen Bauausstellung Hamburg Bau ´78 in Poppenbüttel unter Schutz gestellt. Die Behörde für Kultur und Medien hat sich nun mit der Bürgerinitiative Hamburg Bau 2.0 über den Rahmen eines Denkmalpflegeplans verständigt. Dieser soll jetzt unter Einbindung der Bürgerinitiative und in Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt bis Ende des ersten Quartals 2025 durch ein externes Büro erstellt werden. Ziel ist es, das Äußere des Ensembles zu erhalten und für die Eigentümerinnen und Eigentümer der 221 Wohnhäuser klare und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

  • Kultur und Medien

Bürgerinitiative und Kulturbehörde sind sich im Kern einig, dass sich der Denkmalschutz grundsätzlich auf das Äußere der Gebäude erstreckt und das Innere der Gebäude nicht vom Denkmalschutz umfasst ist. Ebenso ist die Gestaltung der nicht einsehbaren privaten Gärten nicht Gegenstand des Denkmalpflegeplans. Zudem soll der Denkmalpflegeplan für energetische Sanierung sowie den Einsatz von Solaranlagen und Wärmepumpen weitere Möglichkeiten für Klimaschutzmaßnahmen beschreiben und die jeweils aktuelle Entwicklung bei Materialien und Technik berücksichtigen. Ziel des Denkmalpflegeplans ist es auch eine rasche Abstimmung bei der Beantragung denkmalrechtlicher Genehmigungen und der steuerlichen Absetzung der Maßnahmen am Gebäudeäußeren zu ermöglichen. Die verschiedenen Haustypen sollen durch eine Clusterung mit differenzierten Rahmenbedingungen im Denkmalpflegeplan berücksichtigt werden.

Die vollständige Vereinbarung zwischen Kulturbehörde und Bürgerinitiative finden Sie hier.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Nach intensiven und konstruktiven Gesprächen ist es gelungen, den Rahmen für einen Denkmalpflegeplan abzustecken, der den Erhalt des Denkmalensembles sichert und zugleich den Eigentümerinnen und Eigentümern die gewünschte Planungssicherheit gibt und auch dazu beitragen wird, die Genehmigungsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen. Auch wenn der Denkmalpflegeplan nun im Detail gemeinsam erarbeitet wird, orientieren sich die denkmalrechtlichen Genehmigungen bereits jetzt an den Rahmen, der damit allen die notwendige Klarheit gibt. Ich bin dabei allen Beteiligten ausgesprochen dankbar, dass sie sich auf diesen Prozess eingelassen haben, der schlussendlich für alle zu einem guten Ergebnis geführt hat.“

Jörg Garske, Bürgerinitiative Hamburg Bau 2.0: „Mit der Freistellung der Innenräume und dem Schutz der äußeren Gestalt des Ensembles zum Zeitpunkt der Unterschutzstellung haben wir die wesentlichen Ziele der Bürgerinitiative mit dem Anliegen der Denkmalschutzbehörde in Einklang gebracht. Dies gilt auch für die geplante Differenzierung der Schutzwürdigkeit und damit der denkmalrechtlichen Auflagen, welche über eine Clusterung der Haustypen vom Architektenhaus bis zum Fertighaus umgesetzt wird. Bei der konkreten Umsetzung der durch Senator Dr. Brosda gesetzten Rahmenbedingungen werden wir die Denkmalschutzbehörde in den kommenden zwölf Monaten konstruktiv begleiten.“

Rückfragen der Medien

Behörde für Kultur und Medien
Enno Isermann | Pressesprecher
Telefon: 040 42824 207
E-Mail: enno.isermann@bkm.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bkm
Instagram: @bkm_hh

Zum Weiterlesen

Visualisierung des Bürgerhaus Harburg
PASD Feldmeier & Wrede Architekten
Meilenstein für Kultur und Stadtteilentwicklung

Modernisierung des Bürgerhauses Harburg

Am Montag, 11. Mai 2026, wurde nach dem Modernisierungsprozess des Bürgerhauses Harburg symbolisch der Schlüssel an die Stiftung Kultur Palast übergeben.

11. Mai 2026 Pressemitteilung
An der Promenade im Harburger Binnenhafen steht ein Gelber Kran.
IMAGO / Joerg Boethling
Baustart beim Harburger Wahrzeichen „Gelber Kran“

Denkmalgerechte Instandsetzung durch investiven Quartiersfonds gefördert

Der Historische Liebherr-Hafenkran am Lotsekai, auch „Gelber Kran“ genannt, wird denkmalgerecht instandgesetzt. Die Betriebsfähigkeit des Krans mit realem Kranbetrieb für maximal 10t Last soll wiederhergestellt werden. Hierfür ist eine Generalüberholung der Getriebe und Motoren sowie der Umbau...

08. Mai 2026 Pressemitteilung
Stefan Groenveld
Ab Herbst 2026

Neuer Liegeplatz für das Kulturschiff MS Stubnitz

Das Kultur- und Musikschiff MS Stubnitz bezieht im Herbst einen neuen Liegeplatz am Baakenhöft in der HafenCity. Der ehemalige Hochseetrawler der DDR-Fischereiflotte soll bis zum möglichen Baubeginn für die neue Oper dort liegen können – mindestens bis zum ersten Quartal 2028.

06. Mai 2026 Pressemitteilung