Seit 2019 fördert das Programm INTRO der Behörde für Kultur und Medien internationale Künstlerinnen und Künstler in Hamburg, die ihre Heimatländer verlassen mussten. Die für diesen Jahr ausgewählten Künstlerinnen und Künstler beginnen jetzt mit ihren Projekten und wurden gestern offiziell von der Behörde für Kultur und Medien begrüßt. Vertreten sind Kunstschaffende aus unterschiedlichen Sparten wie Film, Theater, bildender Kunst und Fotografie.
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Auch in der fünften Runde des Programms INTRO haben sich wieder sehr spannende Künstlerinnen und Künstler beworben, die internationale Perspektiven in die Kulturstadt Hamburg bringen. INTRO schafft hierfür Möglichkeiten sowie Räume und soll nicht zuletzt den Mut der Kunstschaffenden stärken, an eigenen Projekten zu arbeiten und die Hamburger Kulturlandschaft kennenzulernen. Die Arbeiten der diesjährigen Teilnehmenden decken wieder unterschiedliche künstlerische Sparten ab. Diese Vielfalt und die Zusammenarbeit mit den Hamburger Kultureinrichtungen versprechen spannende neue Verbindungen und Projekte in unserer Kulturstadt.“
Das Begleitprogramm macht die Künstlerinnen und Künstler mit der Hamburger Kulturlandschaft sowie dem bundesweiten Kulturförderungssystem bekannt. Frühere INTRO-Jahrgänge zeigten, dass viele Teilnehmende in der Hamburger Szene Fuß fassen und nach dem Ende des Programms hier weiterarbeiten konnten.
Die Abschlussprojekte der letzten INTRO Klasse werden im Oktober beim Festival „fluctoplasma – 96 Stunden Kunst, Diskurs und Diversität“ zu sehen sein: www.fluctoplasma.com
Für 2024/25 von der Jury ausgewählte Tandems:
- Mut! Theater – Bilal Bulut, Schauspieler aus der Türkei; deutsch/kurdisch/türkisches Theaterprojekt
- Kurzfilmagentur – Razi Uddin, pakistanischer Filmemacher; Arbeit an eigenem Film sowie als Kurator und Juror für das Kurzfilmfestival
- Fundus Theater – Ammar Alsaleh, Puppenhersteller und Puppenspieler aus Syrien, Puppenspielprojekte mit und für Kinder und Jugendliche
- Dachverband freie darstellende Künste Hamburg e.V. (DfdK) – Elena Leskova, russische Theaterproduzentin; Aufbau eines Programms für Exil-Künstlerinnen und Künstler für den DfdK
- Deutsches Schauspielhaus (DSH) – Dana Anofrenkova, ukrainische Schauspielerin; Durchführung ‚Salon Arsenale‘ im Malersaal und Einstieg in das DSH-Ensemble
- Hamburger Kunsthalle – Fotografin aus Belarus; verschiedene Fotoprojekte in, mit und für die Kunsthalle sowie Auseinandersetzung mit Archiv
- Hajusom – Sharbanoo Sadat, afghanische Filmemacherin; Aufbau Netzwerk für afghanische Filmerinnen, Podcastreihe
- Westwerk – Vladimir Seleznev, russischer bildender Künstler, der eine kunstpädagogische Reihe für Jugendliche anbieten wird
Hamburger Kultureinrichtungen oder freie Gruppen aller Sparten können sich jedes Jahr im Frühling gemeinsam mit einer Künstlerin oder einem Künstler für das Programm bewerben. Eine Fachjury entscheidet über die Förderung.