Ab August beginnen sie mit einer einjährigen Kooperation, in der die Künstlerinnen und Künstler und die Kultureinrichtungen gleichermaßen voneinander profitieren: INTRO schafft eine Basis für die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler und ermöglicht ihnen, die Arbeit in Hamburger Kultureinrichtungen kennenzulernen und in der Zeit ein eigenes Projekt umzusetzen. Auch die Institutionen können sich im Rahmen von INTRO fortbilden und bekommen durch die Künstlerinnen und Künstler mit anderen Herkünften Perspektivwechsel für ihre Arbeit.
INTRO bietet den Teilnehmenden ein umfassendes Begleitprogramm an, in dem die Künstlerinnen und Künstler in die Praxis der Kulturförderung eingeführt und zu Themen wie Steuern, Versicherung und Marketing beraten werden. Die Teilnehmenden wurden von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt. Der Jury gehörten an: Martina Bäurle, Geschäftsführerin der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte, Vera Heimisch, Kulturanthropologin, künstlerische Produktionsleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kultur- und Medienmanagement der HfMT, sowie Moaeed Shekhane, ehemaliger INTRO-Künstler.
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das INTRO-Programm hat sich zu einer richtigen Erfolgsgeschichte entwickelt. Das große Interesse an dem Programm zeigt, wie viele Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Krisengebieten in Hamburg Zuflucht suchen. Ihnen möchte das Programm eine berufliche Perspektive geben und beim Einstieg in die Hamburger Kulturlandschaft unterstützen. Dabei entstehen spannende Projekte, die uns auch wichtige Einblicke in die individuellen Geschichten der Teilnehmenden geben. Sehr herzlich möchte ich den Einrichtungen und Vereinen danken, die mit großer Offenheit am INTRO-Programm teilnehmen und sich die Zeit nehmen, die hier neuen Künstlerinnen und Künstler in Arbeitsabläufe und Strukturen einzuführen. Gleichzeitig hinterfragen sie eigene Arbeitsweisen und kulturelle Praktiken, wodurch das Programm ein Gewinn für uns alle ist.“
Die für 2025/26 von der Jury ausgewählten Tandems:
Bild & Begegnung e.V. & Seiteneinsteiger – Parisa Shams, Iran: Erstellung eines Kinderbuchs mit Kindern
Fundus Theater – Tamari Chikvaidze, Georgien: Mitarbeit als Bühnenbildnerin
KZ-Gedenkstätten Neuengamme – Mila Klintsova, Belarus: Dokumentarfilm über den Hannoverschen Bahnhof und begleitende Ausstellung
GWA St. Pauli – Ekatarina Pavlova, Russland: kollektives Dokumentarfilmprojekt mit Jugendlichen
Kampnagel – Boye Diallo, Guinea-Bissau: Textilkünstler, Interventionen um Thema Diasporischer Blick auf Mode
Kunstverein Harburger Bahnhof – Termeh Yaghoubi, Iran: Malerei, installative Ausstellung
Lichthof Theater – Sofia Makarova, Kasachstan/Russland: Choreographische Forschung zum Thema Nomaden
W3_ - Rola Shmayssem, Libanon: Puppenspielerin mit Workshop-Angebot in der W3_
Hamburger Kultureinrichtungen oder freie Gruppen aller Sparten können sich jedes Jahr im Frühling gemeinsam mit einer Künstlerin oder einem Künstler für das Programm bewerben, eine Fachjury entscheidet über die Förderung. Mehr Informationen gibt es unter: Programm Interkultureller Kulturaustausch (hamburg.de). Unter diesem Link gibt es außerdem eine Broschüre über die Arbeit der INTRO-Stipendiat:innen 2024/25 zum Download.