Im Mittelpunkt stehen dabei sogenannte Archivalien: Briefe, Akten, Urkunden, Fotografien, Karten und viele weitere Unterlagen, die Einblicke in vergangene Lebenswelten geben. Wer mit diesen Quellen arbeitet, kann Geschichte unmittelbar nachvollziehen – und eigene historische Fragestellungen entwickeln.
Die Archivpädagogin
Die Archivpädagogik des Staatsarchivs wird von Carolin Franke betreut. Sie hat Lehramt mit den Fächern Geschichte, Englisch und Philosophie studiert und verbindet ihre fachwissenschaftliche Ausbildung mit der Vermittlung historischer Methoden.
Ihr Ziel ist es, Archivalien lebendig zu machen und Interessierte – insbesondere Schülerinnen und Schüler – an die Arbeit mit historischen Quellen heranzuführen. Dabei geht es nicht nur um das Lesen alter Dokumente, sondern auch darum, historische Zusammenhänge zu verstehen, Fragen zu entwickeln und eigene Forschungsschritte nachzuvollziehen.
Angebote für Schulen und Bildungseinrichtungen
Die Archivpädagogik richtet sich besonders an Schulklassen, Lehrkräfte und Projektgruppen. Gemeinsam mit Bildungseinrichtungen entwickelt das Staatsarchiv Angebote, die den Unterricht ergänzen und historische Forschung praktisch erfahrbar machen.
Mögliche Formate sind unter anderem:
- Archivbesuche für Schulklassen
- projektorientierte Workshops zur Quellenarbeit
- Unterstützung bei Facharbeiten oder Projektkursen
- thematische Einführungen in historische Bestände
- oder sogar eine Kombination aus dem Genannten
Die Teilnehmenden erhalten dabei auch Einblicke in die Arbeit des Staatsarchivs: Wie werden Dokumente gesammelt, aufbewahrt und erschlossen und wie findet man die passende Quelle für eine historische Fragestellung?
Betreuung von Forschungsprojekten
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Begleitung schulischer Forschungsprojekte. Schülerinnen und Schüler werden bei der Recherche in den Archivbeständen und bei der Auswertung von Quellen unterstützt.
Dazu gehört auch die Betreuung von Beiträgen zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Das Staatsarchiv hilft dabei unter anderem bei:
- der Themenfindung
- der Recherche in Archivalien
- der methodischen Arbeit mit Quellen.
So können junge Menschen Geschichte selbst erforschen und eigene Ergebnisse entwickeln.
Quellen für den Unterricht
Ein weiterer Bestandteil der archivpädagogischen Arbeit ist die Didaktisierung von Quellen. Historische Dokumente werden so aufbereitet, dass sie im Unterricht gut eingesetzt werden können.
Diese Materialien erleichtern Schülerinnen und Schülern den Zugang zu oftmals komplexen Quellen und unterstützen Lehrkräfte dabei, quellenorientiertes Arbeiten im Unterricht umzusetzen.
Das Staatsarchiv als Lernort
Die Archivpädagogik versteht das Staatsarchiv als offenen Lernort für Schule und Bildung. Ziel ist es, historisches Arbeiten erlebbar zu machen und junge Menschen für eigenständiges historisches Denken zu begeistern.
Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen sind herzlich eingeladen, das Angebot zu nutzen und gemeinsam mit der Archivpädagogik passende Formate für ihre Klassen oder Projekte zu entwickeln.
Bei Interesse wenden Sie sich an: carolin.franke@bkm.hamburg.de