Die Registraturerhebung liefert erstmals belastbare Daten zu den analogen Beständen in Hamburgs Verwaltung: über 272.000 laufende Meter (ldm) Papierunterlagen wurden erfasst. Der größte Anteil entfällt auf Behörden und Gerichte, gefolgt von Landesbetrieben und Hochschulen. Diese Zahlen zeigen den Gesamtumfang, nicht die endgültige Übernahmemenge – denn nur ein Teil wird nach archivfachlichen Kriterien übernommen. Die Erhebung dient der Bedarfsplanung und ermöglicht eine realistische Dimensionierung des neuen Magazins.
Damit ist ein zentraler Meilenstein erreicht: Die Daten bilden die Grundlage für die nächste Projektphase – die konkrete Planung des Neubaus. Der nächste Schritt ist die Bedarfsplanung, in der die Anforderungen an Größe, Ausstattung und Funktionen des neuen Magazins präzisiert werden. Ziel ist ein Gebäude, das nicht nur dringend benötigte Kapazitäten schafft, sondern auch moderne Standards für Lagerung, Akklimatisierung und Schutz erfüllt.
Mit der Erhebung stellen wir sicher, dass Hamburgs Geschichte bewahrt bleibt und gleichzeitig der Übergang in die digitale Zukunft gelingt. Mehr Raum für Hamburgs Gedächtnis bedeutet: Verantwortung übernehmen, bevor es zu spät ist.