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Besuchsprogramm für jüdische ehemalige Bürgerinnen und Bürger Hamburgs

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Wichtige Infos und Kontakt

Wir machen das Besuchs-Programm.
Und wir schicken einmal im Jahr einen Brief.
In dem Brief stehen wichtige Infos über das jüdische Leben in Hamburg.
Und wir schicken eine Liste mit Büchern.
Sie können sich Bücher von der Liste aussuchen.

Vielleicht haben Sie Vorfahren aus Hamburg.
Oder Sie wollen mehr Infos über unser Besuchs-Programm.
Oder Sie wollen mehr Infos über den Jahres-Brief und die Bücher-Liste.
Dann schreiben Sie bitte eine E-Mail an: weremember@bkm.hamburg.de.

 

Historischer Hinter-Grund

Am 25. Oktober 1965 war ein besonderer Tag.
24 Jahre früher wurden die ersten Juden und Jüdinnen aus Hamburg weggebracht.
Das war am 25. Oktober 1941.
Das Fach-Wort ist: Deportation.
Die Juden und Jüdinnen wurden in ein Lager gebracht.
Dort mussten sie arbeiten.
Viele von ihnen sind dort gestorben.

Am 25. Oktober 1965 hat der Senat ein Buch gezeigt.
Das Buch ist für die Opfer von den Nazis in Hamburg.
Nazis waren eine politische Partei.
Das Fach-Wort ist Nationalsozialisten.
Die Menschen sollen sich an die Opfer erinnern.

Der Bürger-Meister von Hamburg hieß damals Dr. Her-Bert Weich-Mann.
Er hat Anzeigen in Zeitungen gemacht.
Die Zeitungen waren für Juden und Jüdinnen in Israel, Latein-Amerika und den USA.
In den Anzeigen stand:
Die Stadt Hamburg will Kontakt zu den Juden und Jüdinnen aus Hamburg haben.

 

Das Besuchs-Programm beginnt.

Viele Menschen wollen ihre Heimat-Stadt wiedersehen.
Deshalb hat der Senat ein Besuchs-Programm gemacht.
Das Besuchs-Programm ist für jüdische Menschen.
Die Menschen haben früher in Hamburg gelebt.
Die Menschen sind zwischen 1933 und 1945 aus Deutschland weggegangen.
Der Bürger-Meister hat die Menschen von 1966 bis 1971 eingeladen.
Ab 1972 wurden Gruppen eingeladen.
Seitdem haben viele jüdische Menschen ihre Heimat-Stadt Hamburg besucht.

Das Besuchs-Programm zeigt:
Wir fühlen uns den Über-Lebenden sehr nah.
Und wir wollen die schlimmen Sachen nicht vergessen.
Die schlimmen Sachen sollen eine Warnung für die Zukunft sein.
Wir müssen vorsichtig sein.
Und wir müssen uns an die Vergangenheit erinnern.
Dann können wir den Kontakt zu den Über-Lebenden aufbauen.

Was machen die Menschen bei dem Programm?
Die Menschen treffen sich mit Schülern und Schülerinnen aus Hamburg.
Die Schüler und Schülerinnen können mit den Menschen reden.
Die Menschen waren früher Bürger und Bürgerinnen von Hamburg.
Sie können jetzt wieder in ihre alte Heimat kommen.
Und sie können sehen:
So ist Hamburg heute.

 

Das Programm ist jetzt auch für die zweite Generation offen.
Die zweite Generation sind die Kinder von den jüdischen Bürgern und Bürgerinnen.
Die Hamburger Bürgerschaft hat das im Jahr 2010 entschieden.
Jetzt können auch die Kinder von den jüdischen Bürgern und Bürgerinnen eingeladen werden.
Deshalb kommen jetzt oft ganze Familien zu dem Besuchs-Programm.
Die Familien besuchen dann zusammen Orte aus der Vergangenheit von ihren Eltern.

Manchmal kann man durch das Besuchs-Programm mehr über die Familie herausfinden.
Zum Beispiel:

  • über die Vorfahren
  • über das Schicksal von Familien-Mitgliedern.

Das Besuchs-Programm zeigt den Gästen:
So war das Leben von ihren Eltern und Großeltern.

Es gibt eine Studie über die Geschichte vom Besuchs-Programm.
Die Studie ist aus dem Jahr 2011.
In der Studie geht es um 4 ehemalige Bürger und Bürgerinnen von Hamburg.
Die 4 Menschen haben mit der Senats-Kanzlei gesprochen.
Und sie sind in ihre Geburts-Stadt gereist.

Die Studie heißt: Zwischen Image-Pflege, moralischer Verpflichtung und Erinnerungen.
Das Besuchs-Programm für jüdische ehemalige Hamburger Bürgerinnen und Bürger.
Sie können die Studie auf dieser Internet-Seite lesen:
fzh (zeitgeschichte-hamburg.de).

 

Zum Weiterlesen

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Fotobuch zum Besuchsprogramm für jüdische ehemalige Hamburger

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