Vom 7. bis 30. September 2026 im Hamburger Rathaus
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 9.00 bis 19.00 Uhr
Der Baakenhafen nahm als Logistikzentrum der wichtigsten deutschen Afrika-Reedereien (Woermann-Linie und Deutsche Ostafrika-Linie) eine Schlüsselrolle in der kolonialen Infrastruktur des deutschen Kolonialreichs ein. Als Teil des neugebauten Freihafengebiets und der Speicherstadt war er an Hamburgs rasantem Aufstieg zur Kolonialmetropole im 19. Jahrhundert beteiligt.
Gleichzeitig war der Baakenhafen der zentrale Hafen für den Kolonialkrieg im heutigen Namibia (1904–1908), in dem die Soldaten einen Genozid an den OvaHerero und Nama verübten. Knapp 22.000 deutsche Kolonialsoldaten reisten von dort in den Kriegseinsatz und wurden vom damaligen Hamburger Senat sowie den Stadtbewohner*innen feierlich verabschiedet.
In Zusammenarbeit mit namibischen Kooperationspartner*innen setzt die Ausstellung ein Zeichen für die aktuelle Auseinandersetzungen mit diesem Teil der deutsch-namibischen Geschichte. „Der Baakenhafen im deutschen Kolonialismus“ ist eine Ausstellung der Historiker-Genossenschaft eG in Zusammenarbeit und gefördert durch die Hamburger Behörde für Kultur und Medien.