Werbe-Plakat zur Ausstellung zur Kolonialgeschichte des Baakenhafens

Rathaus-Ausstellung Die Kolonialgeschichte des Baakenhafens

Die Ausstellung „Der Baakenhafen im deutschen Kolonialismus. Hamburg und der Kolonialkrieg in Namibia, 1904-1908“ vermittelt grundlegendes Wissen über einen der zentralen Erinnerungsorte der Hamburger Kolonialgeschichte, der bisher nur wenig in der Öffentlichkeit bekannt ist.

Historischer Hintergrund

Der Baakenhafen nahm als Logistikzentrum der wichtigsten deutschen Afrika-Reedereien (Woermann-Linie und Deutsche Ostafrika-Linie) eine Schlüsselrolle in der kolonialen Infrastruktur des deutschen Kolonialreichs ein. Als Teil des neugebauten Freihafengebiets und der Speicherstadt war er an Hamburgs rasantem Aufstieg zur Kolonialmetropole im 19. Jahrhundert beteiligt.

Gleichzeitig war der Baakenhafen der zentrale Hafen für den Kolonialkrieg im heutigen Namibia (1904–1908), in dem die Soldaten einen Genozid an den OvaHerero und Nama verübten. Knapp 22.000 deutsche Kolonialsoldaten reisten von dort in den Kriegseinsatz und wurden vom damaligen Hamburger Senat sowie den Stadtbewohner*innen feierlich verabschiedet.

Rathaus-Ausstellung „Der Baakenhafen im deutschen Kolonialismus. Hamburg und der Kolonialkrieg in Namibia