Das Hamburger Bismarck-Denkmal und neue Ideen, es zu sehen

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Wichtige Infos

Otto von Bismarck war ein wichtiger Politiker. Er war der Reichs-Kanzler von Deutschland. Das heißt: Er hat die Regierung von Deutschland geleitet. Otto von Bismarck ist gestorben. Einen Tag danach hat man mit den Planungen für das Denkmal angefangen. Das Denkmal ist aus Granit. Granit ist ein Stein. Das Denkmal ist 34 Meter hoch. Man kann auf das Denkmal gehen. Die Figur auf dem Denkmal hat keinen Hut auf dem Kopf. Und die Figur hält ein Schwert in der Hand. Die Figur schaut aus der Stadt heraus über St. Pauli zur Elbmündung.

Heute kann man am Ende von der Reeperbahn spazieren gehen. Dabei kann man das Denkmal sehen. Aber es gibt viele Bäume und Bau-Zäune. Deshalb kann man das Denkmal nicht gut sehen. Das Denkmal ist für Otto von Bismarck. Otto von Bismarck war ein Politiker. Er hat Deutschland regiert. Otto von Bismarck hat auch das deutsche Kolonial-Reich gegründet. Das heißt: Deutschland hat andere Länder erobert. Und Deutschland hat die Menschen in diesen Ländern schlecht behandelt. Heute gibt es viele Diskussionen über Denkmäler aus der Kolonial-Zeit. Deshalb denken viele Menschen über Otto von Bismarck nach.

Bismarck neu verstehen

Die Behörde für Kultur und Medien sagt: Denkmäler sind ein Teil von unserer Geschichte. Wir müssen immer wieder über die Denkmäler nachdenken. Das Stand-Bild ist kaputt. Deshalb hat die Behörde für Kultur und Medien 2014 gesagt: Das Stand-Bild soll repariert werden. Aber das Stand-Bild muss auch anders gemacht werden. Die Menschen sollen die Geschichte von dem Stand-Bild verstehen können. Das Stand-Bild ist schon mehr als 100 Jahre alt. Die Menschen in der Stadt haben sich verändert. Sie wollen sich an die Geschichte erinnern können. Und sie wollen mit anderen Menschen darüber reden können.

Digitale Podiums-Diskussion 2020

Am 19. November 2020 gab es eine Veranstaltung. Die Veranstaltung war von der Behörde für Kultur und Medien. Die Veranstaltung war online. Bei der Veranstaltung ging es um das Bismarck-Denkmal in Hamburg. Das Thema von der Veranstaltung war: Bismarck neu kontextualisieren. Das heißt: Man will über Bismarck neu nachdenken. Bei der Veranstaltung haben verschiedene Menschen mitgeredet. Zum Beispiel: - Vertreter und Vertreterinnen von den Initiativen Decolonize Bismarck - Vertreter und Vertreterinnen von den Initiativen Intervention Bismarck-Denkmal Hamburg - Vertreter und Vertreterinnen von den Initiativen Bismarck ’ s Critical Neighbours - Dr. Ulf Morgenstern Er ist Historiker bei der Otto-von-Bismarck-Stiftung. - Dr. Jörg Schilling Er ist Kunst-Historiker.

Video

Workshops 2021

Deshalb gab es im Jahr 2021 3 Veranstaltungen. Bei den Veranstaltungen haben die Menschen über das Denkmal gesprochen. Zum Beispiel: - Was ist heute wichtig für das Denkmal? - Was kann man an dem Denkmal ändern? - Was kann man zu dem Denkmal dazu machen? Menschen aus verschiedenen Ländern haben mitgeredet. Jetzt gibt es konkrete Pläne: 2022 gibt es einen Ideen-Wettbewerb. Bei dem Wettbewerb sollen Künstler und Künstlerinnen eine Idee für das Denkmal machen. Die Idee soll zeigen: Wie kann man den Park und das Denkmal neu sehen? Dabei soll man an verschiedene Sachen denken. Zum Beispiel: - Das Denkmal ist in St. Pauli. In der Nähe von St. Pauli gibt es viele Sachen aus der Kolonial-Zeit. - Es gab immer wieder Diskussionen über das Denkmal.

Auf dieser Seite finden Sie immer die aktuellen Infos zu dem Prozess. Die Infos sind von diesem Jahr. Die Veranstaltungen aus dem Jahr 2021 wurden gefilmt.

1. Bismarck? Wer war Otto von Bismarck? Und warum war er wichtig für die Politik? Das erklären verschiedene Personen. Die Personen sind: - Naita Hishoono vom Namibia Institute for Democracy in Windhoek - Dr. Anna Karla von der Universität zu Köln - Dr. Ulf Morgenstern von der Otto-von-Bismarck-Stiftung Friedrichsruh - Kim Sebastian Todzi von der Universität Hamburg - Prof. Dr. David Simo von der Université de Yaoundé in Kamerun. Es gibt ein Video auf dem You-Tube-Kanal von der Senats-Kanzlei. Video

2. Was ist schwierig an dem Denkmal? Es gibt ein Denkmal im Alten Elbpark. Das Denkmal ist für Bismarck. Bismarck war ein Politiker. Er hat Deutschland früher regiert. Bismarck hat auch Kolonien gemacht. Kolonien sind Länder in Afrika. Deutschland hat die Länder früher regiert. Das nennt man auch: Kolonial-Zeit. Was macht man mit den Denkmälern aus der Kolonial-Zeit? Und was macht man mit dem Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark? Darüber reden: - Dr. Kokou Azamede von der University of Lomé in Togo - Dr. Noa Ha vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrations-Forschung in Berlin - Hannimari Jokinen Sie ist Künstlerin und Kuratorin in Hamburg - Susanna Jorek Sie ist Kultur-Wissenschaftlerin an der Universität Leipzig - Alice Procter Sie ist Kunst-Historikerin in London. Es gibt ein Video auf dem You-Tube-Kanal von der Senats-Kanzlei: Video

3. Postkoloniale Dekonstruktion: Künstlerische Interventionen im Kontext eines vielschichtigen Denkmals. Postkoloniale Dekonstruktion heißt hier: Man will die Kolonial-Zeit vergessen. Dafür will man das Bismarck-Denkmal ändern. Das Bismarck-Denkmal ist ein vielschichtiges Denkmal. Das heißt: Es gibt viele verschiedene Meinungen zu dem Denkmal. Wie kann man das Denkmal ändern? Und wie kann man das Denkmal für die Menschen besser machen? Zum Beispiel: - mit Kunst - mit Bildung. Diese Personen haben bei dem Thema mitgemacht: - Prof. Dr. Margit Kern Sie ist Kunst-Historikerin aus Hamburg in Deutschland. - Hybrid Space Lab Das ist eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen aus Berlin in Deutschland. Die Gruppe besteht aus: - Prof. Elizabeth Sikiaridi - Prof. Frans Vogelaar - Dior Thiam Sie ist Künstlerin aus Berlin in Deutschland. - Georges Adéagbo Er ist Künstler und Kurator aus Benin und Deutschland. Ein Kurator kümmert sich um Ausstellungen von Kunstwerken. - Joiri Minaya Sie ist Künstlerin und Kuratorin aus New York in den USA. - Projection Bismarck Das ist eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen aus Hamburg in Deutschland. Die Gruppe besteht aus: - Thomas Tode - Birgit Dunkel - Yolanda Gutiérrez Sie ist Künstlerin und Kuratorin aus Mexico City in Mexiko und Hamburg in Deutschland. Es gibt ein Video zu dem Thema auf dem You-Tube-Kanal von der Senats-Kanzlei: Video (Link zu Senats-Kanzlei You-Tube)

Es sollte eine letzte Veranstaltung geben. Die Veranstaltung heißt: Decolonize Bismarck?! Wie weiter mit dem Denkmal im Alten Elbpark? Bei der Veranstaltung sollten diese Personen mitmachen: - Bénédicte Savoy - Kiluanji Kia Henda - Eric Otieno - Dr. Carsten Brosda. Dr. Carsten Brosda ist der Kultur-Senator von Hamburg. Die Veranstaltung musste leider ausfallen. Jemand war krank.

Zum Weiterlesen

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Die Geschichte zum Hamburger Kolonialismus

Europa hat früher viele Länder in Afrika und Asien besetzt. Diese Länder nennt man Kolonien. Die Menschen in den Kolonien mussten für Europa arbeiten. Dabei gab es viel Gewalt. Auch Menschen aus Hamburg haben dabei mitgemacht. Zum Beispiel: - Politiker - Wissenschaftler - Menschen aus...

Ausstellungstafeln am Bismarck-Denkmal
Behörde für Kultur und Medien
Bismarck-Denkmal

Info-Tafeln stehen - weitere Vermittlungsangebote sind in Planung

Die Behörde schafft Angebote, die unterschiedliche Perspektiven auf das Denkmal aufzeigen sollen. Bereits umgesetzt sind Informationstafeln rund um das Denkmal selbst. Darüber hinaus sind weitere Informationsmaterialien, Ausstellungen, Veranstaltungen oder auch Führungen geplant.

Hamburg dekolonisieren

Wettbewerb zur Kontextualisierung des Bismarck-Denkmals

Ziel des Ideenwettbewerb war es, die kritische Auseinandersetzung mit dem Denkmal zu eröffnen. Künstlerinnen und Architekten sollten dessen Bezug zu Kolonialismus, Nationalsozialismus und sozialer Gerechtigkeit sichtbar machen.