Hey Hamburg, kennst du deine Geschichte?

Die Geschichte zum Hamburger Kolonialismus

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Erdkugel mit Weltall
Kirsten Scholz, Büro für Leichte Sprache Köln


Europa hat früher viele Länder in Afrika und Asien besetzt.
Diese Länder nennt man Kolonien.
Die Menschen in den Kolonien mussten für Europa arbeiten.
Dabei gab es viel Gewalt.

Auch Menschen aus Hamburg haben dabei mitgemacht.
Zum Beispiel:
- Politiker
- Wissenschaftler
- Menschen aus der Wirtschaft.

Die Menschen aus Hamburg haben zum Beispiel bei einem Völkermord geholfen.
Ein Völkermord ist eine schlimme Tat.
Dabei werden viele Menschen von einem Volk getötet.
Der Völkermord war an den Herero und Nama in Namibia.
Das war von 1904 bis 1908.

Die Menschen aus Hamburg haben auch der Regierung in Douala geholfen.
Douala ist eine Stadt in Kamerun.
Die Regierung hat einen Politiker getötet.
Der Politiker hieß Rudolf Duala Manga Bell.

Hamburg hat auch Geld mit den Kolonien verdient.

In der Stadt gibt es viele Orte aus dieser Zeit.
Man kann diese Orte sehen und besuchen.
Zum Beispiel:
- den Baakenhafen
Dort sind die Schiffe in die Kolonien gefahren.
Und dort hat man die Soldaten gefeiert.
- das Afrikahaus
Das Afrikahaus ist ein Kontorhaus.
Ein Kontorhaus ist ein Haus für eine Firma.
Die Firma hat mit Afrika gehandelt.
- das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Das ist ein Institut für Medizin in den Tropen.
- das Uni-Hauptgebäude
Das war früher das erste Kolonialinstitut in Deutschland.
- Produktionsstätten in Hamburg-Harburg
Dort hat man Rohstoffe aus den Kolonien verarbeitet.
Zum Beispiel:
- Palmöl
- Kautschuk
Kautschuk ist ein Material aus Pflanzen.
Aus Kautschuk kann man Gummi machen.
- Museen und Depots
Dort gibt es Sachen aus Plünderungen.

Das Koloniale Erbe ist nicht nur in der Stadt zu sehen.
Es ist auch in den Gedanken von den Menschen.
Die Menschen denken noch immer so wie früher.
Hamburg will sich erinnern.
Und Hamburg will sich um die Vergangenheit kümmern.
Das hat der Senat 2014 beschlossen.
Der Senat ist die Regierung von Hamburg.
Der Beschluss heißt: Drucksache 2012383.

Die Menschen in Hamburg sollen über die Geschichte von Hamburg nachdenken.
Und sie sollen die Geschichte neu erzählen können.


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