Die Angebote sollen einfach zugänglich sein und verschiedene Menschen ansprechen – zum Beispiel Schulklassen, internationale Besucherinnen und Besucher oder auch Gemeinschaften, die von den Folgen des Kolonialismus betroffen sind. Dabei arbeitet die Behörde eng mit Fachleuten, zivilgesellschaftlichen Gruppen und Expertinnen und Experten zusammen, um eine nachhaltige und inklusive Erinnerungskultur zu schaffen.
Die neuen Informationstafeln informieren über die Entstehungsgeschichte und zeigen auf, wie sich das Verständnis des Bismarck-Denkmal seit seiner Fertigstellung immer wieder verändert hat. Sie sind damit ein Teil weiterer Formate zur Kontextualisierung, die gerade erstellt werden.
Führungen
Zurzeit werden verschiedene Führungsformate vorbereitet die sich entweder mit dem Bismarck-Denkmal und dem Innenraum beschäftigen oder das Denkmal aus postkolonialer Perspektive betrachten. Die Guides werden aktuell von der Behörde gemeinsam mit der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) gesucht und im Anschluss geschult und ausgebildet. Die Führungen sollen voraussichtlich ab Frühjahr 2026 regelmäßig angeboten werden und über den Museumsdienst buchbar sein.
Unterrichtsmaterialien für Schulklassen
Die vielfältige Geschichte des Bismarck-Denkmals wird auch für Hamburger Schulklassen, u.a. in Form von Unterrichtsmaterialien, aufbereitet. Diese Materialien entstehen in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Museum Hamburg und dessen Online-Plattform Museana. Die Inhalte werden mit Texten, Bildern, Videos und Audio interaktiv gestaltet, damit sie in verschiedenen Schulfächern genutzt werden können. Die Materialien sind sowohl für Grundschulen als auch für Stadtteilschulen, Gymnasien und berufsbildende Schulen in Hamburg gedacht.
Ausstellungen
Im Zweiten Weltkrieg, von 1939 bis 1941, wurde der Innenraum im Sockel des Denkmals als Luftschutzbunker genutzt. Dort wurden Bismarck-Zitate und nationalistische Symbole wie der Reichsadler, Lebensbäume, Eichenlaub und Hakenkreuze angebracht. Die Nutzung dieses Raums für Vermittlungsangebote ist eine gute Möglichkeit, die Geschichte des Denkmals im Zweiten Weltkrieg besser zu erklären.
Konkrete Pläne dazu gibt es noch nicht. Die Behörde prüft derzeit verschiedene Ideen, wie der Raum sinnvoll genutzt werden kann, damit Besucherinnen und Besucher im Rahmen der Führungen die Geschichte und Bedeutung des Denkmals besser verstehen können.