Vermittlungsangebote

Rundgänge starten am 1. März

Seit August 2025 sind am Bismarck-Denkmal bereits Informationstafeln zur historischen Einordnung aufgestellt. Jetzt sind zwei Führungsformate buchbar, die verschiedene Perspektiven – auch postkoloniale – auf das Bismarck-Denkmal vermitteln.

  • Kultur und Medien
Ausstellungstafeln am Bismarck-Denkmal
Ausstellungstafeln am Bismarck-Denkmal Behörde für Kultur und Medien

Rundgänge jetzt buchbar

Die Behörde für Kultur und Medien und die Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) haben zwei Führungsformate erarbeitet, die sich mit dem Bismarck-Denkmal und dem Innenraum beschäftigen oder das Denkmal aus postkolonialer Perspektive betrachten. Die Rundgänge starten am 1. März.

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Informationstafeln

Die neuen Informationstafeln informieren über die Entstehungsgeschichte und zeigen auf, wie sich das Verständnis des Bismarck-Denkmal seit seiner Fertigstellung immer wieder verändert hat. Sie sind damit ein Teil weiterer Formate zur Kontextualisierung, die gerade erstellt werden.

Unterrichtsmaterialien für Schulklassen

Die vielfältige Geschichte des Bismarck-Denkmals wird auch für Hamburger Schulklassen, u.a. in Form von Unterrichtsmaterialien, aufbereitet. Diese Materialien entstehen in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Museum Hamburg und dessen Online-Plattform Museana. Die Inhalte werden mit Texten, Bildern, Videos und Audio interaktiv gestaltet, damit sie in verschiedenen Schulfächern genutzt werden können. Die Materialien sind sowohl für Grundschulen als auch für Stadtteilschulen, Gymnasien und berufsbildende Schulen in Hamburg gedacht.

Ausstellungen

Im Zweiten Weltkrieg, von 1939 bis 1941, wurde der Innenraum im Sockel des Denkmals als Luftschutzbunker genutzt. Dort wurden Bismarck-Zitate und nationalistische Symbole wie der Reichsadler, Lebensbäume, Eichenlaub und Hakenkreuze angebracht. Die Nutzung dieses Raums für Vermittlungsangebote ist eine gute Möglichkeit, die Geschichte des Denkmals im Zweiten Weltkrieg besser zu erklären.

Konkrete Pläne dazu gibt es noch nicht. Die Behörde prüft derzeit verschiedene Ideen, wie der Raum sinnvoll genutzt werden kann, damit Besucherinnen und Besucher im Rahmen der Führungen die Geschichte und Bedeutung des Denkmals besser verstehen können.

Zum Weiterlesen

Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark in Hamburg
Staatsarchiv Hamburg / Nicolai Wieckmann, 720-1/343-1/C5946_11

Aufruf zu Projektvorschlägen Forschung zum Bismarck-Denkmal im Nationalsozialismus

Das Referat für Erinnerungskultur, Planetarium der Behörde für Kultur und Medien Hamburg ruft interessierte Einrichtungen und Wissenschaftler:innen auf, Projektvorschläge für ein Forschungsprojekt zum Innenraum des Hamburger Bismarck-Denkmal einzureichen. Für das ausgewählte Projekt steht eine...

Grundlegende Informationen zum Bismarck-Denkmal

Wer war eigentlich Otto von Bismarck? Otto von Bismarck (1815–1898) war ein preußischer Staatsmann. Als Ministerpräsident Preußens ab 1862 stärkte er die königliche Macht und verfolgte eine machtpolitisch ausgerichtete Innen- und Außenpolitik. Durch drei Kriege – gegen Dänemark (1864)...

Hamburg dekolonisieren Wettbewerb zur Kontextualisierung des Bismarck-Denkmals

Ziel des Ideenwettbewerb war es, die kritische Auseinandersetzung mit dem Denkmal zu eröffnen. Künstlerinnen und Architekten sollten dessen Bezug zu Kolonialismus, Nationalsozialismus und sozialer Gerechtigkeit sichtbar machen.