Hamburg dekolonisieren

Wettbewerb zur Kontextualisierung des Bismarck-Denkmals

Die Behörde für Kultur und Medien startete im Jahr 2022 einen internationalen Ideenwettbewerb zur kritischen Kontextualisierung des Bismarck-Denkmals. Künstlerinnen und Architekten sollten dessen Bezug zu Kolonialismus, Nationalsozialismus und sozialer Gerechtigkeit sichtbar machen. Es wurden 76 Entwürfe eingereicht. Die Jury entschied jedoch, dass durch eine einzelne künstlerische Intervention die Aufgabe in ihrer Komplexität und mit all ihren Facetten nicht erfüllt werde und empfahl, den Schwerpunkt des Prozesses stärker auf Vermittlung und gesellschaftlichen Diskurs zu verlagern.

  • Kultur und Medien

Die Behörde für Kultur und Medien hatte 2021 mehrere Workshops veranstaltet, in denen mit internationalen Expertinnen und Experten über Möglichkeiten des Umgangs mit dem Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark diskutiert wurde. Im Anschluss daran startete im Jahr 2022 ein offener internationaler Ideenwettbewerb zur Kontextualisierung des Denkmals. Künstlerinnen und Künstler, Architektinnen und Architekten waren aufgerufen, Ideen zu entwickeln, wie die Wahrnehmung des Denkmals gebrochen werden kann und seine komplexen Bezüge zu Kolonialismus, Nationalsozialismus, Diskriminierung und Fragen der sozialen Gerechtigkeit sichtbar gemacht werden können. Ziel des Wettbewerbes war es, die kritische Auseinandersetzung mit dem Denkmal und seiner Geschichte zu eröffnen.

Ablauf des Wettbewerbs

Im ersten Schritt konnten alle Interessierten Ideen entwickeln und ihre Exposés einreichen. Über die Entwürfe entschied eine unabhängige Fachjury, die sich aus Expertinnen und Experten aus Kunst, Kultur, Architektur und Geschichte, Initiativen, die sich kritisch mit Hamburgs kolonialer Vergangenheit auseinandersetzen, Akteurinnen und Akteuren aus den ehemaligen deutschen Kolonien sowie international tätigen Künstlerinnen und Künstlern und Vertreterinnen und Vertretern der Stadtgesellschaft zusammensetzte. Aus den 76 eingereichten Entwürfen wurden acht ausgewählt und ihre Urheber und Urheberinnen aufgefordert, eine differenzierte Ausarbeitung einzureichen. 

Ergebnis des Wettbewerbs

In ihrer Sitzung am 5. Juli 2023 entschied die Jury einstimmig, dass durch eine einzelne künstlerische Intervention die Aufgabe in ihrer Komplexität und mit all ihren Facetten nicht erfüllt wurde und empfahl, in einem aufbauenden nächsten Verfahrensschritt, den Schwerpunkt des Prozesses stärker auf Vermittlung und gesellschaftlichen Diskurs zu verlagern.

Ausstellung

Von 26. Juli bis 14. August 2023 wurden anschließend alle eingereichten Entwürfe für den Wettbewerb im Museum für Hamburgische Geschichte, in direkter Nähe zum Bismarck-Denkmal, in analoger und digitaler Form gezeigt. Zur vollständigen Transparenz wurden im Rahmen der Präsentation 78 Einreichungen gezeigt, auch zwei Beiträge, die nicht fristgerecht eingereicht und von der Jury im ersten Wertungsrundgang aussortiert wurden.

Ein Überblick zu den präsentierten Einreichungen gibt es unter: www.shmh.de/stiftung/hamburg-dekolonisieren/bismarck-neu-denken.

Zum Weiterlesen

  • You are reading the plain language version
  • Original text
  • Sign language version
Hey Hamburg, kennst du deine Geschichte?

Die Geschichte zum Hamburger Kolonialismus

Europa hat früher viele Länder in Afrika und Asien besetzt. Diese Länder nennt man Kolonien. Die Menschen in den Kolonien mussten für Europa arbeiten. Dabei gab es viel Gewalt. Auch Menschen aus Hamburg haben dabei mitgemacht. Zum Beispiel: - Politiker - Wissenschaftler - Menschen aus...

  • You are reading the plain language version
  • Original text
  • Sign language version
Leichte Sprache

Wettbewerb zur Kontextualisierung des Bismarck-Denkmals

Workshops Die Behörde für Kultur und Medien hat 2021 mehrere Workshops gemacht. In den Workshops haben Fach-Personen aus verschiedenen Ländern mitgemacht. Die Fach-Personen haben über das Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark gesprochen. Sie haben überlegt: Was kann man mit dem Denkmal...

  • You are reading the plain language version
  • Original text
  • Sign language version
Leichte Planung

Vermittlungsangebote sind in Planung

Die Behörde möchte Angebote machen. Geplant sind zum Beispiel: Informationsmaterialien, Ausstellungen, Veranstaltungen oder auch Führungen.