Diskussion über ein Jüdisches Museum
Seit Herbst 2024 führt die Behörde für Kultur und Medien Gespräche über ein Jüdisches Museum für Hamburg. Im Januar dieses Jahres fand ein erster Runder Tisch im Rathaus statt, der den Beginn eines längeren Diskurses mit verschiedenen Vertreter:innen aus Wissenschaft, Museen, Verbänden und der Zivilgesellschaft darstellte. Die auf den Runden Tisch folgende dreiteilige Gesprächsreihe bot eine Plattform, wo die verschiedenen Aspekte und Fragen rund um die mögliche Gründung eines Jüdischen Museums in Hamburg öffentlich diskutiert wurden.
Gesprächsreihe
Die Veranstaltung richteten sich an alle Hamburger*innen, die sich für jüdische Geschichte, Erinnerungskultur und die Zukunft der Stadt interessieren oder engagieren möchten. Diskutiert wurden verschiedene inhaltliche, geografische und institutionelle Anforderungen und Perspektiven an ein jüdisches Museum in Hamburg. Ziel der drei Veranstaltungen war es, gemeinsam mit Expert*innen, Bürger*innen und Vertreter*innen aus unterschiedlichen Bereichen zentrale Kriterien für einen zukunftsorientierten Museumsstandort zu diskutieren.
1. Termin: Was ist ein Jüdisches Museum?
Die Auftaktveranstaltung der Gesprächsreihe „Ein Jüdisches Museum für Hamburg? Reden wir darüber!“ setzte sich mit der Frage „Was ist ein Jüdisches Museum?“ auseinander. Frau Dr. Barbara Staudinger, Direktorin des Jüdischen Museums Wien, widmete sich der Frage des Abends mit Blick auf ihr eigenes Haus.
Veranstaltungsdetails:
- Datum: 29. April 2025, 18-20 Uhr
- Podiumsteilnehmer*innen: Prof. Dr. Anja Dauschek (Stiftung Historische Museen Hamburg / Altonaer Museum), Dr. Karen Körber (Institut für die Geschichte der deutschen Juden), Dr. Ortwin Pelc (Kustos a.D., Stiftung Historische Museen / Museum für Hamburgische Geschichte)
2. Termin: Für wen ist ein jüdisches Museum?
Nach der Auftaktveranstaltung im April wurde das Thema des zweiten Abends wurde durch einen Impulsvortrag von Jutta Fleckenstein, Leiterin des Jüdischen Museums München, eingeleitet. Sie beleuchtete die Frage „Für wen ist ein jüdisches Museum?“ aus der Perspektive ihrer Arbeit im Jüdischen Museum München. Daran anknüpfend fand eine Diskussionsrunde mit Hédi Bouden und Stefanie Szczupak statt, die ihre Erfahrungen und Ansichten zum Thema teilten. Auch das Publikum hatte die Möglichkeit, Meinungen und Fragen einzubringen, um in einen gemeinsamen Austausch zu kommen.
Veranstaltungsdetails:
- Datum: 2. Juli 2025, 18-20 Uhr
- Podiumsteilnehmer*innen: Hédi Bouden (Lehrer aus Hamburg und ausgezeichnet für sein Engagement gegen Antisemitismus), Stefanie Szczupak (Mitglied im Vorstand der Jüdischen Gemeinde in Hamburg)
3. Termin: Wo sollte ein jüdisches Museum entstehen?
Die abschließende Veranstaltung unserer Gesprächsreihe hat sich mit der Frage beschäftigt, wo ein Jüdisches Museum in Hamburg entstehen sollte. Dabei wurden verschiedene Aspekte und Anforderungen diskutiert, die geografisch und institutionell an den Standort eines solchen Museums gestellt werden.
- Datum: 23. Oktober 2025, 18-20 Uhr
- Ort: Altonaer Museum, Museumstraße 23
- Impulsvortragende Person: Dr. Hanno Loewy, Direktor des Jüdischen Museums Hohenems, Österreich
- Podiumsteilmer*innen: Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, Prof. Dr. Anja Dauschek, Direktorin des Altonaer Museums, Dr. h.c. Sonja Lahnstein-Kandel, Mitglied im Fachbeirat „Jüdisches Leben im Museum für Hamburgische Geschichte“ und im Kuratorium Israelitisches Krankenhaus, Dr. Hanno Loewy, Direktor des Jüdischen Museums Hohenems (Österreich)Prof. Dr. Oliver von Wrochem, Historiker und Vorstand der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte