Teilnehmer der Konferenz des Mediendialogs 2023 stehen im Freien mit Blick auf die Stadt und unterhalten sich.

Mediendialog Hamburg

Die Freie und Hansestadt Hamburg bietet mit dem Mediendialog ein in Deutschland einzigartiges Forum für den branchenübergreifenden Austausch.

Mediendialog Hamburg 2026

Was kann Europa tun, um eine offene, widerstandsfähige und pluralistische digitale Öffentlichkeit zu stärken? Knapp 400 Vertreterinnen und Vertreter der Medienbranche waren der Einladung von Hamburgs Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Mediensenator Dr. Carsten Brosda zum Senatsempfang in den Festsaal des Rathauses gefolgt, um diese Frage zu diskutieren.

Keynote von Prof. Dr. Francesca Bria, Expertin für Digitalpolitik und Innovationsökonomie

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Prof. Dr. Francesca Bria, Expertin für Digitalpolitik und Innovationsökonomie Behörde für Kultur und Medien

Statements zum Mediendialog

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Demokratie lebt nicht allein von Meinungen und Behauptungen. Sie braucht auch Wissen, Fakten und Erfahrungen. Eine zentrale Aufgabe redaktioneller Medien und ihrer Berichterstattung besteht genau darin: Frei und unabhängig ein Bild von der Wirklichkeit zu zeichnen, das als Grundlage der öffentlichen Auseinandersetzung und Willensbildung dienen kann. Die Entwicklung der KI stellt nicht nur die Medien- und Kreativwirtschaft, sondern die Gesellschaft insgesamt und das politische System rechtsstaatlicher Demokratien vor neue Aufgaben, die wir mit Verantwortungsbewusstsein und Handlungsbereitschaft angehen müssen.“ 

Kultur- und Mediensenator Dr. Carsten Brosda: „Wir brauchen einen eigenständigen europäischen Digitalisierungspfad. Derzeit muss sich Europa oft zwischen US-amerikanischen oder chinesischen Entwicklungen entscheiden, die entweder stark profitgetrieben oder staatsfixiert sind. Es braucht dringend einen eigenständigen und dritten Weg der digitale Innovation aus unserem kulturellen und gesellschaftlichen Kontext heraus entwickelt: offen, kollaborativ und gesellschaftszentriert. Es ist notwendig, die starken Plattformen klug und kraftvoll zu regulieren. Aber es ist nicht hinreichend. Unsere demokratische Öffentlichkeit ist darauf angewiesen, dass wir Lust auf Technik machen, die vielfältige Netzwerke knüpft und dezentral skaliert.“

Prof. Dr. Francesca Bria, Expertin für Digitalpolitik und Innovationsökonomie: „In the age of AI, digital sovereignty is no longer about competitiveness – it is about democracy. AI is infrastructure, and whoever owns it writes the rules for everything built on top, including the news. Today that infrastructure is concentrating in the hands of a few tech oligarchs, increasingly aligned with authoritarian political power. Europe’s answer must be a democratic digital order: technology that is open, plural, and answerable to citizens. Europe has all the ingredients – what we need now is the ambition to innovate on our own terms, and invest in Europe rather than rent back our own future. This is our independence moment.“

Der gesamte Mediendialog zum Nachschauen

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Behörde für Kultur und Medien

Nach der Eröffnungsrede durch den Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher setzte sich bei dem diesjährigen Mediendialog Francesca Bria in ihrer Grundsatzrede mit dem Titel „Medien und Künstliche Intelligenz in einem souveränen Europa“ mit der Zukunft der digitalen Öffentlichkeit auseinander. Im Anschluss diskutierte die international renommierte Innovationsökonomin, Expertin für Digitalpolitik und Initiatorin der EuroStack-Initiative mit Senator Dr. Carsten Brosda, ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner und der TV-Journalistin und Moderatorin des Abends, Pinar Atalay (RTL/n-tv).

Begleitend zum Mediendialog fand das New Leaders‘ Forum für junge Managerinnen und Manager aus der Medienbranche statt. Die Runde diskutierte im SPACE, dem Innovationsraum der Standortinitiative Next Media Hamburg, über technologische Umbrüche in der Medien- und Digitalwirtschaft.

Auch bei der Mediendialog-Konferenz am Folgetag ging es um die Herausforderungen für die Medienbranche durch Künstliche Intelligenz und digitale Plattformen. Vor allem sollte der Blick auf den Beitrag von KI zur Wertschöpfung der Medien gerichtet werden. Wie lässt sich künftig in den Medienhäusern das Geld verdienen? Außerdem wurde diskutiert, welche regulatorischen Wege nötig und möglich sein könnten. Die führenden Verantwortlichen der deutschen Medien- und Kommunikationsbranche sprachen mit dem Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Senator Dr. Carsten Brosda darüber, welchen Handlungsbedarf es zu diesen Themen gibt und wo Kooperationen der Akteure sinnvoll sein können. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren führende Köpfe der Medien- und Digitalwirtschaft wie Alexander Britz (Senior Director Public Sector Microsoft), Dr. Florian Drücke (Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie), Jan-Philipp Jahn (CEO Serviceplan Germany), Jennifer Lachman (COO SPIEGEL), Hendrik Lünenborg (Intendant NDR) und Jan Wachtel (CEO Burda Media). 

Rückblick

"Demokratische Öffentlichkeit unter Druck - Nur Mut, Europa!" Mediendialog Hamburg 2025

Die Medien- und Digitalbranche diskutiert beim Mediendialog Hamburg 2025 neue Perspektiven für eine starke demokratische Öffentlichkeit mit einer Grundsatzrede "Demokratische Öffentlichkeit unter Druck - Nur Mut, Europa!" von Navid Kermani.

"Medien und demokratische Resilienz" Mediendialog Hamburg 2024

Im 75. Jahr des Grundgesetzes und mit richtungsweisenden Wahlen in Deutschland, Europa und den USA stand beim Hamburger Mediendialog Grundsätzliches zur Debatte: Wie lässt sich die demokratische Resilienz der Gesellschaft stärken – und welche Rolle spielen die Medien dabei?

Branchentreffen Rückblick Mediendialog 2023

Bürgermeister Tschentscher und Senator Brosda diskutierten mit der Branche über künstliche Intelligenz und veränderte Geschäftsmodelle.

Mediendialog Hamburg

Grundlegende Informationen

Die Freie und Hansestadt Hamburg bietet mit dem Mediendialog ein in Deutschland einzigartiges Forum für den branchenübergreifenden Austausch. Der Mediendialog beginnt mit einem Senatsempfang für rund 300 Gäste, auf dem der Erste Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher eine medienpolitische Grundsatzrede hält.

Ein Speaker mit internationalem Renommee sorgt anschließend für zusätzliche gedankliche Impulse zur Entwicklung der Medien über Deutschlands Grenzen hinaus. Zu den Festrednern der vergangenen Jahre zählten etwa u.a. Dr. Navid Kermani, Schriftsteller und Publizist, Prof. Dr. Steffen Mau, Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, Jen Gennai, Director of Responsible Innovation bei Google, Prof. Dr. Catalina Botero-Marino, UNESCO Chair on Freedom of Expression an der Universidad de Los Andes in Kolumbien und Mitglied des Meta Oversight Board, Wolfgang Blau, Präsident des renommierten Verlagshauses Condé Nast International, Zeynep Tufekci, Professorin an der University of North Carolina und John Podesta, Berater von Präsident Obama und Leiter der Präsidentschaftskampagne von Hillary Clinton. 

Am Folgetag setzt sich die Diskussion in einem exklusiven Rahmen fort. Ein kleiner Kreis von Executives relevanter Unternehmen und Verbände tauscht sich mit dem Ersten Bürgermeister in vertraulicher Atmosphäre aus. Einbezogen sind publizistische und künstlerische Inhalte-Anbieter – Printmedien, privater und öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Telemedien, Musik- und Filmwirtschaft – sowie die Werbewirtschaft, Plattformen und technische Infrastruktur-Anbieter. Bei dieser mehrstündigen Konferenz gibt es keine Panels; die rund 40 persönlich eingeladenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren in einer großen Runde miteinander.

Mediendialog als Impulsgeber

Der Senatsempfang und die Konferenz dienen der Verständigung über gemeinsame Ziele und mögliche Strategien für den Ausgleich von Interessengegensätzen in der digitalisierten Welt. So hat der Mediendialog einen wichtigen Impuls für die Einrichtung der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz gesetzt, die Vorschläge für eine zeitgemäße Medienregulierung erarbeitet hat.

Als drittes Element des Mediendialogs hat sich ein Treffen für junge Managerinnen und Manager etabliert, das „New Leaders‘ Forum“. Ausgewählte Medien- und Kommunikationsunternehmen entsenden jeweils zwei Führungs-Nachwuchskräfte zu dieser Austausch- und Vernetzungsveranstaltung sowie zum Senatsempfang. Diskussionsthemen der vergangenen Jahre waren u.a. Daten als Grundlage für neue Geschäftsmodelle und die Frage, wie etablierte Medien den Anschluss an die nächste Generation finden können.

Der Senat veranstaltet den Mediendialog Hamburg in Kooperation mit Partnern aus Unternehmen, Verbänden und Institutionen.

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