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Kontorhausviertel

  • Kultur und Medien
 

 

Das Kontor-Haus-Viertel

1892 gab es eine große Krankheit in Hamburg
Die Krankheit heißt: Cholera. 
Deshalb hat man die alten Häuser in der Innen-Stadt abgerissen
Die Häuser waren sehr kaputt. 
Die Häuser hießen: Gänge-Viertel
Seit 1912 hat man die Häuser abgerissen. 
Dann hat man neue Häuser gebaut. 
In den neuen Häusern waren nur Büros. 
Das war das erste Büro-Viertel in Europa

Im 2. Welt-Krieg wurden viele Häuser kaputt gemacht. 
Aber das Büro-Viertel ist nicht kaputt gegangen. 
Die meisten Häuser im Büro-Viertel sind aus den Jahren: 

  • 1920
  • 1930
  • 1950. 

Die Häuser im Büro-Viertel sind aus Klinker gebaut. 
Klinker sind Steine für Wände. 
Das Büro-Viertel ist ein besonderes Viertel in Hamburg.

 

Eine Ingenieurin und ein Ingenieur stehen vor der Baustelle eines halbfertigen Hauses und schauen auf einen Bauplan
Inga Kramer

 

Architektur

Fritz Schumacher hat eine städtebauliche Anlage geplant. 
Das heißt: Er hat einen Plan für eine Stadt gemacht. 
In der Mitte von der Anlage ist der Burchardplatz
Um den Burchardplatz herum sind verschiedene Häuser. 
Die Häuser heißen: 

  • Chile-Haus
  • Meßberghof
  • Mohlenhof
  • Sprinkenhof. 

Die Häuser sind sehr wichtig für die Zeit von damals. 
Die Häuser sind von Architekten aus den 1920er Jahren. 
Manche Architekten sind international bekannt. 
Deshalb haben die Häuser einen hohen künstlerischen Wert.

 

 

Sprinkenhof 

Alt-Städter Str. 2 

Wer hat den Sprinkenhof gebaut?

Der Sprinkenhof ist das größte Haus im Kontor-Haus-Viertel. 
Man hat das Haus in 3 Teilen gebaut. 
Das war von 1927 bis 1943.
Die Pläne für das Haus sind von:

  • Fritz Höger
  • Hans Gerson
  • Oskar Gerson. 

Hans Gerson ist 1931 gestorben. 
Das war während dem zweiten Teil vom Bau.
Der zweite Teil vom Bau war von 1930 bis 1932.
 

Fritz Höger hat den letzten Teil vom Bau geleitet.
Der letzte Teil vom Bau war von 1939 bis 1943.
Fritz Höger ist 1933 in die NSDAP gegangen.
Oskar Gerson war Jude.
Deshalb wurde er verfolgt.
Er musste 1939 aus Deutschland fliehen.
 

Ein Architekt auf einer Baustelle liest einen Plan
Kirsten Scholz, Büro für Leichte Sprache Köln

 

Architektur vom Sprinkenhof

Der Sprinkenhof ist ein Stahl-Betonskelett-Bau.
Das heißt: Das Haus hat ein Gerüst aus Stahl-Beton.
Der Sprinkenhof hat 3 Innenhöfe.
Die Innenhöfe sind in der Mitte vom Haus.
Der Sprinkenhof ist aufwändig dekoriert.
Zum Beispiel: 

mit Klinkern im Zier-Verband Klinker sind Steine für Häuser-Wände. 
Zier-Verband heißt hier: Die Klinker sind besonders angeordnet. 

  • mit Vergoldungen. Vergoldungen sind Sachen aus Gold.
  • mit Terra-Kotten. (Terra-Kotten sind Sachen aus Ton.)

Die Deko-Rationen sind von Ludwig Kunstmann.
Gegenüber vom Chile-Haus ist die Fassade vom ersten Teil vom Bau.
Die Fassade ist die Vorderseite von einem Haus.
Die Fassade hat Rauten und Relief-Medaillons.
Relief-Medaillons sind runde Bilder an der Wand.
Auf den Relief-Medaillons sind Sachen aus Hamburg zu sehen. 
Zum Beispiel: 

  • Möwen
  • das Wappen von Hamburg. 

Auf den Relief-Medaillons sind auch Zahn-Räder und Segel-Schiffe zu sehen. 
Damit zeigt man: Diese Firmen hatten Büros im Sprinkenhof.

 

 

 

Meßberghof / Ballinhaus Meßberg 1

Das Ballinhaus ist ein Haus in Hamburg. 
Das Haus ist nach Albert Ballin benannt. 
Albert Ballin war ein wichtiger Reeder. 
Ein Reeder ist der Chef von einem Schiff. 
Das Ballinhaus wurde von 1922 bis 1924 gebaut. 
Die Architekten von dem Haus waren Hans und Oskar Gerson. 

Umbenennnung im National-Sozialismus

1938 hat das Haus einen neuen Namen bekommen. 
Der neue Name war: Meßberghaus.
Karl Kaufmann war der Reichs-Statthalter von Hamburg. 
Er hat gesagt: Alle Straßen und Häuser mit jüdischen Namen müssen neue Namen bekommen.

 

Eine Ingenieurin und ein Ingenieur stehen vor der Baustelle eines halbfertigen Hauses und schauen auf einen Bauplan
Inga Kramer

 

Architektur vom Meßberg

Das Meßberghaus hat 10 Stockwerke.
Es steht in der Nähe von der Speicher-Stadt in Hamburg.
Es sieht ganz anders aus als das Chile-Haus.
Früher gab es Skulpturen an dem Meßberghaus.
Die Skulpturen waren von Ludwig Kunstmann.
1997 wurden die Skulpturen ausgetauscht.
Jetzt gibt es Bronze-Skulpturen an dem Meßberghaus.
Die Bronze-Skulpturen sind von Lothar Fischer.
Im Meßberghaus gibt es eine Eingangs-Halle mit einem Treppen-Haus.
Das Treppen-Haus hat ein rundes Treppen-Auge.
Der Fußboden im Treppen-Haus ist aus Sand-Stein-Platten.
Die Sand-Stein-Platten sind hell und poliert.
Die Wände im Treppen-Haus sind aus Travertin oder Fliesen. 
Die Fliesen haben verschiedene Farben.

 

 

Mohlenhof Burchardplatz 3

Der Mohlenhof ist ein Haus. 
Das Haus wurde von 1927 bis 1928 gebaut.
Die Architekten waren:

  • Rudolf Klophaus
  • August Schoch
  • Erich zu Putlitz.

Der Mohlenhof ist ein Betonskelett-Bau.
Das heißt: Das Haus hat ein Gerüst aus Beton.
Die Wände sind aus Klinker.
Klinker sind Steine.
Die Wände sind glatt. 
Und die Fenster sind einfach.
Der Mohlenhof ist ein Kontor-Haus.
Kontor-Häuser sind Häuser für Büros.
Der Mohlenhof ist sehr schlicht.
Das heißt: Es gibt keine Verzierungen an dem Haus.
Man kann die Form von dem Haus gut sehen.

 

Ein Architekt auf einer Baustelle liest einen Plan
Kirsten Scholz, Büro für Leichte Sprache Köln

 

Architektur vom Mohlenhof

In den 1920er Jahren hat man viele Häuser so gebaut wie den Mohlenhof.
Man wollte keine Verzierungen mehr an den Häusern haben.
Vorher hat man viele Häuser mit Verzierungen gebaut.
Zum Beispiel das Chile-Haus.
Der Haupt-Eingang von dem Mohlenhof ist am Burchardplatz.
Dort gibt es eine große Statue von Richard Kuöhl.
Richard Kuöhl hat auch das Chile-Haus mit Verzierungen gemacht.
Auf der Statue sieht man Merkur.
Merkur trägt ein Schiff auf der Schulter.
Und Merkur hält eine Statue in der Hand.
Die Statue zeigt eine Frau.
Die Frau steht für Hamburg.
Sie heißt Hammonia.
Neben Merkur gibt es noch andere Statuen.
Diese Statuen stehen für die 5 Kontinente.

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