Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)

Millionen erfolgreich in Stadtteilprojekte investiert

13. Mai 2016 Pressemitteilung

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen hat in diesem Jahr die Förderperiode 2007−2013 des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) mit neun Bauvorhaben der Integrierten Stadtteilentwicklung erfolgreich abgeschlossen. Für ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 30,4 Millionen Euro konnten rund 11,4 Millionen Euro aus dem EFRE an die Projektträger ausgezahlt werden.

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Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Mit den Projekten Fabrique im Gängeviertel sowie dem Energiebunker Wilhelmsburg schließen wir in diesem Jahr die beiden letzten von neun Projekten der Integrierten Stadtteilentwicklung ab, die in der Förderperiode 2007-2013 mit rund 11,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert werden konnten. Alle Projekte leisten einen wichtigen Beitrag sowohl für die Stärkung unserer Gebiete der Integrierten Stadtteilentwicklung im Rahmenprogramm RISE als auch für das Ziel der Europäischen Union zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung in Europa bis 2020.“

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist das wichtigste Instrument der Regionalförderung der Europäischen Union. Er fördert Maßnahmen, die den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der Europäischen Gemeinschaft stärken sollen, indem die wesentlichsten regionalen Ungleichgewichte ausgeglichen werden.

Damit unterstützt dieser europäische Ansatz unsere Ziele, die wir mit den Projekten der Integrierten Stadtteilentwicklung verfolgen. Aufgabe des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung ist es dazu beizutragen, Hamburg als gerechte und lebenswerte Stadt weiterzuentwickeln. Es soll den sozialen Zusammenhalt in der Stadt fördern und dafür Quartiere unterstützen, bei denen besondere Entwicklungsbedarfe festgestellt wurden.

In Umsetzung des „Operationellen Programms der FHH für das Ziel ‚Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung‘in der Förderperiode 2007−2013“ wurden folgende Bauvorhaben der Integrierten Stadtteilentwicklung gefördert:

  • Veringhöfe „Atelierhaus23“: Sanierung einer ehemaligen Fabrik zur günstigen Vermietung der Räume an Kreative im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA). Es ist ein Schlüsselprojekt zur Aufwertung des südlichen Reiherstiegviertels.
  • Welt-Gewerbehof: Bau eines modulartigen Gewerbehofes im Rahmen der Internationalen Bauausstellung zur günstigen Vermietung an Existenzgründer und kleine Unternehmen, vorrangig aus dem Stadtteil Wilhelmsburg, zur nachhaltigen Sicherung und Weiterentwicklung der kleinteiligen ökonomischen Nutzungen im ehemaligen Fördergebiet Weimarer Straße.
  • Honigfabrik: Erweiterung des Stadtteilkulturzentrums im ehemaligen Fördergebiet Industriestraße/Mokrystraße durch die Errichtung eines Neubaus mit drei Werkstätten und einem Gewächshaus, um die Existenzgründung von Künstlern zu unterstützen und das umliegende Reiherstiegviertel aufzuwerten.
  • Haus Drei: Modernisierung und Umbau des Stadtteilkulturzentrums im Fördergebiet Altona-Altstadt zur Erweiterung des Angebotes lokaler kreativ- und kulturwirtschaftlicher Initiativen.
  • Zinnschmelze: Erweiterung des denkmalgeschützten Stadtteilkulturzentrums  zur Verbesserung des kulturellen und gastronomischen Angebotes sowie zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen im Fördergebiet Barmbek-Nord/Fuhlsbüttler Straße.
  • Gründerhaus „betahaus hamburg“: Errichtung eines Gründerhauses mit günstigen Mieten für Existenzgründer und junge Unternehmen aus kreativ- und kulturwirtschaftlichen Branchen zur Schaffung von Arbeitsplätzen im ehemaligen Fördergebiet Altona-Altstadt/Eifflerstraße.
  • Fabrique im Gängeviertel: Denkmalgerechte Sanierung einer ehemaligen Gürtel- und Schnallenfabrik im Sanierungs- und Stadtumbaugebiet Neustadt, Gängeviertel/ Valentinskamp zur Schaffung eines soziokulturellen Zentrums.
  • Energieberg Georgswerder: Revitalisierung einer brach liegenden Fläche für die Öffentlichkeit durch die Errichtung einer Aussichtsplattform, eines kombinierten Ausstellungs- und Betriebsgebäudes sowie einer Ausstellung über nachhaltige Energieerzeugung und Altlastenfragen im Rahmen der IBA. Damit leistet dieses Projekt einen Beitrag zur Aufwertung des Stadtteils Georgswerder.
  • Energiebunker Wilhelmsburg: Umsetzung eines innovativen Modellvorhabens im südlichen Reiherstiegviertel im Rahmen der Internationalen Bauausstellung aus hauptsächlich erneuerbaren Energieträgern; dazu Errichtung und Einbindung von Wärmeerzeugungsanlagen, eines großen Wärmespeichers und eines Nahwärmenetzes.

Diese Angebote sind zugleich ein Beitrag zur Veranstaltungsreihe des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie „Europa in meiner Region“, in deren Rahmen im Mai erstmals in allen Ländern gleichzeitig Projekte vorgestellt werden, die aus Fördermitteln der Europäischen Strukturfonds unterstützt werden.

Rückfragen der Medien:

Dr. Magnus-Sebastian Kutz, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen,
Tel. 040/42840-2051, 0170/4568794, magnus.kutz@bsw.hamburg.de

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