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Wohnungsbau

Bezahlbare und geförderte Wohnungen durch Baugemeinschaften: Baugemeinschaft Mesterkamp in Barmbek-Süd kurz vor dem Einzug

10. Juli 2024 Pressemitteilung
  • Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Baugemeinschaften sind in Hamburg seit Jahrzehnten ein erfolgreicher Weg, um gemeinsam mit anderen Menschen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Trotz der aktuellen Herausforderungen im Bausektor steht nun eine weitere Baugemeinschaft kurz vor der Fertigstellung von insgesamt 38 Wohnungen, vier davon für vordringlich Wohnungssuchende. Die Baugemeinschaft Mesterkamp hat in dem Quartier auf dem ehemaligen Busbetriebshof in Barmbek-Süd mit zwei Wohngebäuden insgesamt 3.000 Quadratmeter Wohnfläche geschaffen. Von der ersten Idee bis zur Realisierung hat die Agentur für Baugemeinschaften der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) das Projekt bei allen Anliegen unterstützt.

  • Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Die Baugemeinschaft Mesterkamp eG ist damit Pionierin im neuen Quartier auf dem ehemaligen Busbetriebshof in Barmbek-Süd. Es ist das erste Vorhaben, das auf dem Gelände realisiert wurde. Die beiden im Modulbau errichteten Wohngebäude können nach nur rund einem Jahr Bauzeit voraussichtlich im August bezogen werden. Insgesamt entstehen im Quartier Am Mesterkamp 450 Neubauwohnungen. Die beiden Gebäude der Baugemeinschaft Mesterkamp werden durch ein gemeinsam genutztes Kellergeschoss inklusive Fahrradstellplätze und durch einen Gemeinschaftsgarten verbunden. Dank der Agentur für Baugemeinschaften profitierte die Baugemeinschaft Mesterkamp erstmals von einem auf das Projekt zugeschnittenen Zwischenfinanzierungsmodell der Stadt Hamburg. Die Lawaetz-Stiftung hat den Bau als Projektentwicklerin und Baubetreuerin begleitet.

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Seit über 30 Jahren gibt es in Hamburg das Modell der Baugemeinschaften: private Haushalte tun sich zusammen und bauen ihr neues Wohnhaus gemeinsam. So sind in Hamburg bereits fast 3.500 Wohnungen entstanden. Seit 20 Jahren unterstützt, berät und fördert Hamburg Baugemeinschaften mit der eigens eingerichteten Agentur für Baugemeinschaften und einem passgenauen Förderprogramm. Mit der Baugemeinschaft Mesterkamp wurde die Förderung vor neue Herausforderungen gestellt, da die gewählte Modulbauweise aufgrund der hohen Vorfinanzierung drohte, die Baugemeinschaft finanziell zu überfordern. Im Rahmen eines Pilotprojektes ist es gelungen, mit einer passgenauen Zwischenfinanzierung über eine hundertprozentige Bürgschaft der Freien und Hansestadt Hamburg in Kombination mit der Förderung der Hamburgischen Investitions- und Förderbank IFB auch diese Hürde zu nehmen. Die Baugemeinschaft Mesterkamp hat Mut, Weitsicht und Durchhaltevermögen bewiesen. Ich danke allen, die das möglich gemacht und die Förderlandschaft der Baugemeinschaften so erweitert haben.“

Karin Siebeck, Amtsleitung: „Das Motto der Baugemeinschaft Mesterkamp „autofrei, nachhaltig, generationsübergreifend“ wurde auf dem ehemaligen Busbetriebshof in Barmbek-Süd hervorragend umgesetzt. Denn Baugemeinschaften schaffen in Hamburg nicht nur bezahlbaren Wohnraum, sondern bauen auch für die Zukunft. Wir als Stadt unterstützen deshalb mit der Agentur für Baugemeinschaften der BSW nicht nur dieses nachhaltige und innovative Projekt tatkräftig und aus Überzeugung, sondern freuen uns, dass in den nächsten Jahren in den großen Entwicklungsgebieten bis zu 20 Prozent der Flächen und damit rund 4.000 Wohneinheiten für Baugemeinschaften an den Markt gehen. Dafür stehen auch im nächsten Jahr wieder ausreichend Fördermittel für die Wohnraumförderung bereit, so dass jeder Förderantrag bewilligt werden kann.“

Die Agentur für Baugemeinschaften der BSW ist seit 2003 die zentrale Anlaufstelle der Stadt für alle, die sich für das Bauen und das nachbarschaftliche Wohnen in einer Baugemeinschaft interessieren. Sie unterstützt von der ersten Idee bis zur Realisierung der Wohngebäude und entwickelt auch anhand spezifischer Herausforderungen wie Am Mesterkamp die eigene Förderrichtlinien für Baugemeinschaften mit genossenschaftlichem Eigentum weiter.

Hintergrund Baugemeinschaften

Seit 1990 sind 154 Baugemeinschaften erfolgreich von der Stadt begleitet und fertiggestellt worden. Es entstanden ca. 3.500 Wohnungen, davon sind 55 % der Wohnungen öffentlich gefördert. Allein in 2023 haben Baugemeinschaften acht Projekte mit insgesamt 197 Wohnungen fertiggestellt, davon 101 geförderte Wohnungen. Das sind im Pergolenviertel in Winterhude die Baugemeinschaften Pergolenpartner, Stadtparkwohnen, Stadtparkfreunde, Uns Lüü und Stadtfreunde. Die Baugemeinschaft Warderlüüd eG in Wilhelmsburg sowie die Baugemeinschaften Gleisoase und HeimatMole im Baakenhafen in der HafenCity.

In Planung und Bau befinden sich derzeit rund 50 Baugemeinschaften mit insgesamt ca. 1150 Wohnungen in unterschiedlichen Größen, davon werden rund 65 Prozent öffentlich gefördert.

Acht Baugemeinschaften mit rund 200 Wohneinheiten bauen bereits, darunter die Baugemeinschaften Baumhaus Altona eG, Wohnen hoch drei eG sowie die Koopser Köppe e.V. Bis zu 20 Prozent der Flächen in den großen Stadtentwicklungsgebieten wird die Stadt Hamburg in den kommenden Jahren für Baugemeinschaften ausschreiben, das bedeutet Flächen für etwa 4.000 Wohneinheiten.

Derzeit suchen einige Baugemeinschaften noch weitere Mitglieder. Im Online-Portal der Kontaktbörse für Baugemeinschaften können Angebote und Gesuche gefunden und direkt Kontakt aufgenommen werden: https://baugemeinschaften.beteiligung.hamburg.

Interessierte finden auch alle Informationen sowie die Kontaktbörse unter www.hamburg.de/baugemeinschaften.

Rückfragen der Medien
Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Anke Hunold | stellv. Pressesprecherin
Telefon: 040 42840 2586
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bsw
X: @fhh_bsw