Der neue Hamburg-Standard

Best Practice-Projekte gesucht!

15. April 2025 Pressemitteilung

Die von Hamburgs Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen gestartete „Initiative kostenreduziertes Bauen“ fördert einen Kulturwandel im Wohnungsneubau. Der neue Hamburg-Standard leistet einen entscheidenden Beitrag, um die Wohnungsbaukrise zu bewältigen und neue Chancen für den erfolgreichen Neubau von Wohngebäuden aufzuzeigen. Der Ansatz geht über technische Lösungen hinaus, um eine Reduzierung der Baukosten um bis zu einem Drittel zu ermöglichen. Er setzt auf eine Veränderung der Denkweise und auf konkrete Maßnahmen, damit die Planungs- und Bauprozesse effizienter gestaltet und unnötige Kostentreiber beseitigt werden. Um das Wissen weiter zu teilen, die Effizienz zu fördern und nachhaltige Lösungen für bezahlbaren Wohnraum voranzutreiben, werden nun Best Practice-Projekte gesucht.

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Im Rahmen der Initiative kostenreduziertes Bauen rufen die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg und die Hamburgische Architektenkammer gemeinsam dazu auf, weitere besonders gelungene und beispielgebende realisierte oder geplante Bauprojekte für einen kostengünstigen Wohnungsneubau bei der Initiative für kostenreduziertes Bauen einzureichen. Auf der Website zum Hamburg-Standard www.bezahlbarbauen.hamburg entsteht derzeit unter www.bezahlbarbauen.hamburg/kostenreduzierende-baustandards/pilotprojekte-und-best-practice eine wachsende Sammlung von bewährten Praxisbeispielen und Erfolgsmodellen.

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Der Best Practice-Pool auf www.bezahlbarbauen.hamburg zeigt, dass kostenreduzierter Wohnungsneubau und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum möglich sind. Er bietet gleichzeitig Inspiration und konkrete Lösungsansätze für zukünftige Bauprojekte. Jeder eingereichte Beitrag trägt dazu bei, Wissen zu teilen, Effizienz zu fördern und nachhaltige Lösungen für bezahlbaren Wohnraum voranzutreiben. Gemeinsam entsteht so eine wertvolle Wissensplattform für die gesamte Branche.“

Karin Loosen, Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer: „Große Veränderungen entstehen stets durch jene, die mutig voranschreiten. Wir wünschen uns, dass all die vorausdenkenden Planerinnen und Planer sowie Bauherren, die bereits Wege gefunden haben zu einem sowohl kostenreduzierten als auch qualitätvollen Wohnungsbau, mit ihren Projekten zeigen, was möglich ist, und so andere inspirieren auf dem Weg zum Hamburg-Standard. Hamburgs Architektinnen und Architekten stehen bereit, ihre Fähigkeiten als Generalisten und Innovatoren einzubringen, um einen bezahlbaren, schönen und zukunftsfähigen Wohnungsbau zu schaffen – zum Wohle der Menschen in unserer Stadt.“

Bauherren, Projektentwicklerinnen und Projektentwickler, Planende und Bauunternehmen sind daher aufgerufen, Projekte einzureichen, für die anhand folgender, beispielhafter Rahmenparameter das kostenreduzierte Bauen nachgewiesen ist:

  • Kooperative Projektumsetzung, etwa durch die Bildung von Bauteams
  • Prozessoptimierung in der Planung und beim Bauen
  • Bewusste Entscheidung zum Verzicht auf kostenintensive Gebäudeteile, wie etwa Tiefgarage oder Keller und/oder Verlagerung von Funktionen (z. B. Kellerersatzräume)
  • Modulares Bauen
  • Optimierte Gebäudeform und/oder Grundrisse sowie Erschließungen
  • Besonderes Augenmerk auf Low-Tech
  • Baukosten ≤ 3.000 €/qm Wfl. brutto (KG 200 – 700)
  • Verfahrensbeschleunigung

Beispielhafte Projekte können bis zum 30. Mai 2025 unter bezahlbarbauen@bsw.hamburg.de eingereicht werden.

Die Initiative kostenreduziertes Bauen beantwortet über das Postfach dementsprechende Fragen und freut sich auf den Austausch über die Aufnahme passender Projekte in den Best-Practice-Pool für das kostenreduzierte Bauen nach dem Hamburg-Standard.

Rückfragen der Medien
Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
André Stark | Leiter Referat Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Telefon: 040 42840 2051
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bsw
X: @fhh_bsw

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