Das RISE-Fördergebiet „Entwicklungsraum Billstedt/Horn“ umfasst drei historische Ortskerne, die durch den Siedlungsbau der 1950er bis 1970er-Jahre ergänzt wurden, sowie die Großwohnsiedlung Mümmelmannsberg mit etwa 18.000 Menschen. Mit mehreren großen und kleinen Parks und Naherholungsgebieten erstreckt sich das Gebiet zwischen der Bundesautobahn A24 und der B5 vom Horner Kreisel im Westen bis zur Landesgrenze im Osten.
Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Der erfolgreiche Abschluss der Fördergebiete in Billstedt, Horn und Mümmelmannsberg zeigt eindrucksvoll, wie das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) lebendige und zukunftsfähige Wohnquartiere stärkt. Das ist ein starkes Signal für den sozialen Zusammenhalt im Hamburger Osten. Besonders am Herzen liegt mir die Förderung von Nachbarschafts- und Stadtteilzentren wie zum Beispiel das Haus der Begegnung Haferblöcken „Hafertreff“– denn hier wird Gemeinschaft und Austausch ganz konkret erlebbar. Das Motto ‚Billstedt. Horn gemeinsam vorn‘ war und ist dabei Programm. Viele engagierte Akteurinnen und Akteure haben gemeinsam durch vielfältige Maßnahmen die Lebensqualität der Menschen vor Ort spürbar verbessert.“
Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Mit dem RISE-Fördergebiet ‚Entwicklungsraum Billstedt/Horn‘ haben wir in den vergangenen 20 Jahren das bundesweit größte Städtebaufördergebiet entwickelt. Auf rund 2.000 Hektar ging es dabei um weit mehr als Bauen. Das integrierte Entwicklungskonzept hat Wohnen, Bildung, Mobilität und soziales Miteinander zusammen gedacht. Konkret bedeutet das: Neue Wohnquartiere wie im Sonnenland, Treffpunkte wie der ‚Hafertreff‘ oder das Stadtteilhaus Horner Freiheit, an denen Nachbarschaft entsteht, sowie neue Sport- und Grünflächen im direkten Wohnumfeld. Das spürt man im Alltag und genau das macht den Erfolg dieses Projekts aus.“
Michael Mathe, Stadtplanungsamtsleiter Hamburg-Mitte: „Wir haben von Beginn an die Gebietsentwicklung integriert geplant und die Menschen frühzeitig einbezogen. So konnten wir in den Bestandsquartieren gezielt neue Wohn- und Wohnumfeld-Qualitäten fördern, gemeinsame Orte der Begegnung entwickeln und die Angebote für Freizeit und Sport kontinuierlich verbessern. Gleichzeitig haben wir erfolgreich mehrere neue Wohnquartiere für ganz unterschiedliche Haushalte im Entwicklungsraum etabliert und damit lebendige Nachbarschaften unterstützt. Wichtige Vorhaben bringen wir jetzt noch zum Abschluss und bleiben in unseren östlichsten Stadtteilen aktiv. Ganz konkret im Zentrum Billstedt, im Sonnenland und im Norden von Mümmelmannsberg.“
In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden in den Stadtteilen Billstedt und Horn insgesamt rund 59 Millionen Euro investiert, darunter rund 24,6 Millionen Euro RISE-Mittel, rund 23,4 Millionen Euro weitere Hamburger Mittel, rund 4 Millionen Euro aus EU-Strukturfonds sowie rund 7 Millionen Euro private Mittel. Damit wurden über 380 Projekte umgesetzt oder angestoßen. Wohnungsunternehmen und weitere private Investoren haben zudem Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe getätigt. In Mümmelmannsberg wurden insgesamt rund 62,5 Millionen Euro investiert, darunter rund 17,6 Millionen Euro RISE-Mittel, rund 43,4 Millionen Euro weitere Hamburger Mittel und rund 1,5 Millionen Euro private Mittel. Damit wurden rund 80 Projekte umgesetzt. Darüber hinaus investierten private Eigentümerinnen und Eigentümer erheblich in den Erhalt und die Weiterentwicklung ihrer Wohnungsbestände.
Zu den wichtigsten RISE-Projekten gehören neue Orte, an denen Menschen im Quartier zusammenkommen und aktiv werden können: Das Stadtteilhaus Horner Freiheit in Horn, der Erweiterungsbau des Kultur Palastes Hamburg und das Haus der Begegnung Haferblöcken „Hafertreff“ in Billstedt sind nur einige Beispiele. Das Erlebnis-Labor „MINTarium“ für Schülerinnen und Schüler und weitere neue Angebote im Zentrum von Mümmelmannsberg zeigen, wie vielfältig und lebendig die Entwicklung in den Stadtteilen ist.
Auch Sport, Freizeit und Nachbarschaft kamen nicht zu kurz: So wurde das Billstedter-Hein-Klink-Stadion mit einem innovativen Entwässerungskonzept modernisiert und in Horn ein neues ¾ -Hockeyfeld für den Marienthaler Tennis- und Hockey Club e. V. gebaut. In mehreren Wohnquartieren sind neue Nachbarschaftstreffs entstanden – zum Beispiel im Grünzug Dannerallee, in Kaltenbergen, am Jenkelweg und am Dudenweg. So wurden Orte geschaffen, an denen sich Menschen begegnen und gemeinsam aktiv werden können.
Das soziale und kulturelle Leben wurde durch RISE ebenfalls spürbar bereichert: So sorgte das Kultur- und Stadtteilfest „BilleVue“ für ein lebendiges Miteinander im Quartier. Das Projekt „Quartierslichter“ brachte Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen und förderte den Austausch im Stadtteil. Darüber hinaus hat RISE gezielt die Entwicklung von Schulen und Bildungsangeboten unterstützt und so neue Chancen für Kinder und Jugendliche geschaffen.
Von Anfang an waren die Menschen vor Ort aktiv dabei: Mehrere Quartiersbeiräte, ein stadtteilübergreifender Beirat für Billstedt und Horn sowie der Sanierungsbeirat Mümmelmannsberg haben die Planungen der RISE-Maßnahmen eng begleitet und mitgestaltet. Dank verschiedener Verfügungsfonds konnten die Bewohnerinnen und Bewohner selbst entscheiden, welche kleinen Projekte in ihren Quartieren gefördert werden. Dieses starke Engagement hat das Zusammenleben im Stadtteil nachhaltig gestärkt und geprägt.
In einer Nachsorgephase werden bis Ende 2028 letzte Maßnahmen beendet. Dafür sind weitere 14 Millionen Euro vorgesehen, davon 7 Millionen Euro RISE-Mittel. Unter anderem soll das Haus im Blohms Park zur verbesserten Gesundheitsvorsorge fertiggestellt und die örtlichen Wegeverbindungen zwischen Haferblöcken und Dringsheide verbessert werden. Das Wohnumfeld am Dudenweg und am Tinnumer Weg wird in dieser Zeit verschönert und modernisiert.
Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)
Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert.
Hamburg hat derzeit 25 RISE-Quartiere ausgewiesen, die in den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 27 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.
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