Sozialmonitoring

Hamburgs sozialräumliche Strukturen bleiben stabil – positive Dynamik in vielen Statistischen Gebieten

29. Dezember 2025 Pressemitteilung

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen hat den Sozialmonitoring-Bericht 2025 veröffentlicht. Bereits zum 16. Mal werden im Rahmen des seit 2010 laufenden jährlichen Monitorings die kleinräumigen Sozialdaten der Statistischen Gebiete Hamburgs analysiert. Aus den Ergebnissen wird unter anderem abgeleitet, welche Quartiere in Hamburg besondere Aufmerksamkeit benötigen und im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) gefördert werden sollen.

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Bereits zum 16. Mal werden im Rahmen des seit 2010 laufenden jährlichen Monitorings die kleinräumigen Sozialdaten der Statistischen Gebiete Hamburgs analysiert.
Bereits zum 16. Mal werden im Rahmen des seit 2010 laufenden jährlichen Monitorings die kleinräumigen Sozialdaten der Statistischen Gebiete Hamburgs analysiert. Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Hamburgs Quartiere sind weiterhin sozial stabil. Die Ergebnisse des aktuellen Sozialmonitoring-Berichts zeigen keine Anzeichen für ein soziales Auseinanderdriften in der Stadt. Die meisten Hamburgerinnen und Hamburger leben in Quartieren mit einem mittleren oder hohen Status, zudem ist die Anzahl der Statistischen Gebiete mit positiver Dynamik im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, insbesondere in den Fördergebieten des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). Das ist eine Bestätigung unserer Bemühungen in der gezielten Förderung im Rahmen von RISE. Mit dem Rahmenprogramm verbessern wir die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner durch Investitionen in die soziale und in die Bildungsinfrastruktur, in Sportstätten, Wohnumfelder, öffentliche Plätze und Grünanlagen, Rad- und Fußwege, in den Klimaschutz und in Versorgungszentren. Im Jahr 2024 wurden in 28 Quartieren insgesamt rund 58,9 Millionen Euro öffentliche Mittel, davon rund 31,5 Millionen Euro RISE-Mittel eingesetzt – Geld, das direkt in den Quartieren ankommt. RISE und das Sozialmonitoring leisten einen wichtigen Beitrag zur sozialen Stabilität und zum Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft.“

Im Sozialmonitoring-Bericht wird die sozialräumliche Entwicklung in Hamburg jährlich untersucht und beschrieben. Ziel ist es, sozialräumliche Unterschiede innerhalb der Stadt erkennbar zu machen. Zugleich sollen unterstützungsbedürftige Quartiere frühzeitig erkannt werden. Besonderes Augenmerk wird im Sozialmonitoring auf Statistische Gebiete mit einem niedrigen oder sehr niedrigen Status gelegt. In diesen Quartieren weisen bestimmte betrachtete soziale Indikatoren erhöhte Anteile im Vergleich zum Hamburger Durchschnitt auf, so dass dort soziale Herausforderungen verstärkt vermutet werden können. Zu den Indikatoren gehören z. B. der Anteil der Empfängerinnen und Empfänger staatlicher Leistungen, der Anteil von Arbeitslosen an der Bevölkerung, der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie der Anteil der Jugendlichen ohne höheren Schulabschluss.

Ähnlich wie in den vergangenen Jahren weist die Mehrheit der Statistischen Gebiete im Berichtsjahr 2025 einen mittleren oder hohen Status auf. Der Zuwachs von rund 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in Hamburg fand vor allem in Statistischen Gebieten mit mittlerem oder hohem Status statt.

Die Zahl der Statistischen Gebiete mit positiver Dynamik ist deutlich gestiegen, von 25 auf 41 im Vergleich zum Vorjahr. Auch in den Fördergebieten des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) bleiben die Strukturen stabil. Auffällig ist, dass der Anteil der Statistischen Gebiete mit positiver Dynamik in den RISE-Fördergebieten mit 7,9 Prozent deutlich höher liegt als im übrigen Stadtgebiet (4,2 Prozent).

Hintergrund Sozialmonitoring und RISE

Das Sozialmonitoring wird auf der räumlichen Betrachtungsebene der 941 Statistischen Gebiete Hamburgs durchgeführt. Ein Statistisches Gebiet besteht i. d. R. aus benachbarten Häuserblöcken, die in Hamburg so zusammengestellt sind, dass bauliche und sozialstrukturelle Merkmale möglichst ähnlich sind. Es ist die kleinste räumliche Einheit, für die das Statistikamt Nord Daten zur Verfügung stellt. Für das Sozialmonitoring wurden im Berichtsjahr 2025 insgesamt 857 Statistische Gebiete betrachtet, in denen durchschnittlich ca. 2.300 Einwohnerinnen und Einwohner leben, mindestens jedoch 300. Die jährliche Datenerhebung ermöglicht es, Entwicklungen im Zeitverlauf darzustellen und damit auch mögliche soziale Herausforderungen in den Quartieren sichtbar zu machen. Seit 2010 werden die Ergebnisse genutzt, um die Festlegung von Fördergebieten im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung zu unterstützen.

Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung fasst seit mehr als 15 Jahren die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen, mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren: durch Investitionen in die soziale und in die Bildungsinfrastruktur, in Sportstätten, ins Wohnumfeld, in öffentliche Plätze und Grünanlagen, in den Klimaschutz, in Rad- und Fußwege und in Versorgungszentren.

Der Stichtag der im aktuellen Sozialmonitoring-Bericht aufbereiteten Daten ist der 31. Dezember 2024.

Den aktuellen Bericht können Sie hier abrufen: www.hamburg.de/sozialmonitoring

Rückfragen der Medien
Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Pressestelle
Telefon: 040 42840 2051
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de
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