Barrierefreiheit, Denkmalschutz und moderne Infrastruktur für das historische Kulturzentrum

Modernisierung des Kulturzentrums Stavenhagenhaus

06. Juli 2026 Pressemitteilung

Mit der Modernisierung des Kulturzentrums Stavenhagenhaus in Hamburg-Groß Borstel, Fördergebiet im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE), wird das denkmalgeschützte Gebäude umfassend an heutige Anforderungen angepasst. Ziel des Projekts ist es, die öffentlich zugänglichen Bereiche künftig für alle Besucherinnen und Besucher möglichst barrierefrei nutzbar zu machen und gleichzeitig die brandschutztechnischen Anforderungen nachhaltig zu erfüllen. Bauherrin ist das Bezirksamt Hamburg-Nord, die Projektsteuerung übernimmt die Sprinkenhof GmbH. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im Juli 2027 abgeschlossen werden. Das Gesamtbudget beträgt rund 1,99 Millionen Euro.

  • Finanzen und Bezirke

Dr. Andreas Dressel, Senator der Behörde für Finanzen und Bezirke: „Das Stavenhagenhaus ist ein herausragender Begegnungsort nicht nur für Groß Borstel, sondern für den ganzen Bezirk Hamburg-Nord. Mit der Modernisierung wird das Stavenhagenhaus noch inklusiver. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie wir Denkmalschutz, Barrierefreiheit und moderne Infrastruktur miteinander verbinden, um historische Orte für alle Menschen zugänglich und nutzbar zu machen. Dieses Vorhaben unterstützen wir gern in zwei Tranchen mit insgesamt rund 900.000 Euro aus dem investiven Quartiersfonds, denn damit stärken wir die soziale und kulturelle Infrastruktur in Groß Borstel.“

Karen Pein, Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen: „Lebendige Quartiere brauchen Orte, an denen Menschen zusammenkommen, sich engagieren und Gemeinschaft erleben können. Mit dem Umbau des Stavenhagenhauses stärken wir deshalb gezielt die soziale und kulturelle Infrastruktur in Groß Borstel. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen unterstützt das Projekt mit rund 1,1 Millionen Euro aus RISE-Mitteln, weitere 250.000 Euro fließen in das Kulturmanagement. So entsteht ein offener und lebendiger Treffpunkt, der das Miteinander im Stadtteil fördert, neue Angebote ermöglicht und stabile Nachbarschaften stärkt. Besonders freut mich, dass mit dem Stavenhagenhaus ein denkmalgeschütztes Gebäude modernisiert wird, das für die Menschen im Stadtteil – aber auch darüber hinaus – ein Anziehungspunkt ist.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das Stavenhagenhaus ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Denkmal aus dem 17. Jahrhundert zu einem identitätsstiftenden und lebendigen Ort im Stadtteil wird. Die Modernisierung zeigt, dass sich der Erhalt der historischen Substanz gut mit heutigen Anforderungen an Barrierefreiheit, Sicherheit und eine zeitgemäße Nutzung verbinden lässt. So bekommt ein Denkmal eine öffentliche Zukunft.“

Dr. Bettina Schomburg, Bezirksamtsleiterin Hamburg-Nord: „Das Stavenhagenhaus ist ein Treffpunkt für Vereine, Initiativen und für alle Bürger:innen aus dem Quartier. Ob Ausstellungen, Feste oder Konzerte – hier kommt Groß-Borstel zusammen. Besonders freut es uns, dass wir in dieser einzigartigen Location auch standesamtliche Eheschließungen anbieten können. Mit der nun geplanten barrierearmen Umgestaltung machen wir das Stavenhagenhaus fit für die Zukunft – damit noch mehr Menschen die Angebote hier erleben und gemeinsam schöne Momente teilen können.“

Jan Zunke, Geschäftsführer Sprinkenhof: „Wir beginnen die bauliche Umsetzung eines Projekts, das den Erhalt eines bedeutenden Kulturdenkmals mit den Anforderungen an ein modernes, sicheres Veranstaltungsgebäude verbindet. Hierzu zählen insbesondere die Verbesserung der barrierefreien Zugänge sowie eine umfassende brandschutztechnische Ertüchtigung zur Gewährleistung sicherer Flucht- und Rettungswege. Die Modernisierung des Stavenhagenhauses erfordert aufgrund der denkmalgeschützten Bausubstanz ein besonders sorgfältiges Zusammenspiel von Planung und Ausführung. Gemeinsam mit allen Projektbeteiligten schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass das Haus auch künftig als lebendiger Kultur- und Begegnungsort für alle Menschen offensteht. Mein Dank gilt allen Projektbeteiligten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit zur Realisierung der Maßnahmen.“

Mit der nun startenden Modernisierung wird das historische Gebäude behutsam weiterentwickelt und für seine zukünftige Nutzung als Kultur- und Veranstaltungsort gestärkt. Im Mittelpunkt der Baumaßnahme stehen die Verbesserung der Barrierefreiheit sowie der sensible Umgang mit der denkmalgeschützten Bausubstanz.

Durch den Einbau eines neuen Aufzugs werden künftig sowohl das Obergeschoss als auch das Dachgeschoss barrierefrei zugänglich sein. Darüber hinaus entstehen in beiden Geschossen jeweils barrierefreie WC-Anlagen. Die bestehende WC-Anlage im Erdgeschoss wird unter Berücksichtigung der vorhandenen Raumstruktur so angepasst, dass möglichst viele WC-Sitze erhalten bleiben und gleichzeitig die Nutzung für Menschen mit besonders schmalen Rollstühlen verbessert wird.

Ein weiterer Schwerpunkt der Modernisierung liegt auf dem Brandschutz. Im Zuge der Überarbeitung des Brandschutzkonzepts werden zwei zusätzliche Treppen eingebaut. Darüber hinaus werden die bestehenden Dachflächenfenster durch größere Fensteröffnungen ersetzt, um den erforderlichen zweiten Rettungsweg aus dem Dachgeschoss sicherzustellen.

Bereits im Vorfeld der umfassenderen Baumaßnahmen wurde die gastronomische Nutzung im Erdgeschoss weiterentwickelt. Nachdem im August 2025 die Genehmigung für die Nutzungsänderung erteilt und anschließend mit Bistro Köpke ein Betreiber mit passendem Konzept gefunden worden war, konnten der Caféumbau sowie die Neugestaltung der Terrasse im Frühjahr 2026 erfolgreich abgeschlossen werden. Das neue gastronomische Angebot ist für die Nachbarschaft unter der Woche meist ab 12:00 Uhr, am Wochenende voraussichtlich ab 17:00 Uhr geöffnet. Der Außenbereich kann jeweils bis 20:00 Uhr genutzt werden.

Bei allen Maßnahmen spielt der Denkmalschutz eine zentrale Rolle. Ziel der Planung ist es, den historischen Charakter des Stavenhagenhauses zu bewahren und gleichzeitig die Anforderungen an ein modernes, inklusives Kulturzentrum zu erfüllen. Sämtliche Eingriffe erfolgen daher in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege und unter besonderer Berücksichtigung des historischen Gebäudebestands.

Die Modernisierung verbindet den respektvollen Umgang mit dem historischen Gebäude mit den Anforderungen an Barrierefreiheit, Sicherheit und zeitgemäße Nutzung. So entsteht ein zukunftsfähiges Kulturzentrum, das seinen architektonischen Charakter bewahrt und gleichzeitig allen Besucherinnen und Besuchern einen möglichst uneingeschränkten Zugang ermöglicht.

Hintergrund

Das Stavenhagenhaus ist eines der prägenden historischen Gebäude im Stadtteil Hamburg-Groß Borstel und seit vielen Jahren ein etablierter Ort für Kultur, Begegnung und gesellschaftliches Miteinander. Mit seinem vielfältigen Veranstaltungsangebot bietet es Raum für Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Vorträge, Stadtteilfeste sowie zahlreiche kulturelle und bürgerschaftliche Aktivitäten. Als Kulturzentrum leistet das Haus einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben im Stadtteil und ist ein fester Anlaufpunkt für Bürgerinnen und Bürger sowie örtliche Initiativen und Vereine.

Mit Abschluss der Modernisierung im Jahr 2027 wird das Stavenhagenhaus seinen Kulturbetrieb wieder vollständig aufnehmen. Die Baumaßnahme schafft die Voraussetzungen dafür, dass das Haus auch künftig als zentraler Kultur- und Begegnungsort für Hamburg-Groß Borstel erhalten bleibt.

Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)

Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Bund-Länder-Städtebauförderung unter einem Dach zusammen mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert. Hamburg hat derzeit 25 RISE-Quartiere ausgewiesen, die in den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 27 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind. 

Investiver Quartiersfonds

Mit dem seit 2018 bestehenden investiven Quartiersfonds wird die Infrastruktur in den Hamburger Bezirken entlang gezielter Projekte finanziell unterstützt. Dabei werden Kinder- und Jugendeinrichtungen genauso berücksichtigt, wie soziale Projekte, Stadtteilkultur oder Sportanlagen. In Abstimmung zwischen der Behörde für Finanzen und Bezirke und den Bezirken können damit vor Ort investive Maßnahmen direkt unterstützt, beziehungsweise gemeinsam finanziert werden. Mit dem investiven Quartiersfonds fördern die Bezirke, Bezirksversammlung und Bezirksverwaltung gezielt die Infrastruktur vor Ort.

Rückfragen der Medien

Behörde für Finanzen und Bezirke 
Pressestelle
Telefon: 040 42823 1662
E-Mail: pressestelle@fb.hamburg.de

Bezirksamt Hamburg-Nord
Pressestelle
Telefon: 040 42804 2245
E-Mail: Pressestelle@hamburg-nord.hamburg.de

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen 
Pressestelle
Telefon: 040 42840 2051
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de

Sprinkenhof GmbH
Pressestelle
Telefon: 040 339 54 325
E-Mail: presse@sprinkenhof.de

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