Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Mit dem Alster-Bille-Elbe Grünzug entsteht eine durchgehende grüne Achse von der Außenalster bis nach Entenwerder. Diese zusammenhängende grüne Route verknüpft Natur und Stadt zwischen Wasserläufen, Parks, urbanen Freiräumen und kulturellen Orten neu miteinander. Ich freue mich, dass wir die erfolgreiche kooperative Entwicklung dieses Grünzugs bei PARKS nun im Verbund aus Stadt und Verein beim Projekt Polykulturen am Hochwasserbassin weiter vorantreiben. Der partnerschaftliche Umgang zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft auf Augenhöhe ist hier der Schlüssel.“
Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Wo heute noch überwiegend Asphalt, Beton und Verkehr das Bild prägen, entsteht schon bald ein neuer Ort für Begegnung, Bewegung und gemeinsames Gestalten. Polykulturen zeigt, wie aus einer bislang wenig genutzten Fläche ein lebendiger, grüner und offener Raum insbesondere für die Nachbarschaft werden kann. Gerade solche Orte sind besonders wertvoll: Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Raum zum Durchatmen und machen Stadtentwicklung auch an weniger bekannten Orten unmittelbar erlebbar. Dass Verwaltung, Bezirk und Zivilgesellschaft hier gemeinsam anpacken, ist ein wichtiges Zeichen. Mit der Förderung aus unserem „Stadtentwicklungsfonds Lebendige Quartiere“ unterstützen wir diesen Ansatz und laden die Menschen vor Ort ein, sich aktiv bei Themen zur Stadtentwicklung einzubringen. So wird der Alster-Bille-Elbe Grünzug Stück für Stück zu einer grünen und vielfältig nutzbaren Verbindung durch die Stadt.“
Julia Marie Englert, Hallo: Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e. V.: „Der Standort liegt inmitten von Bürogebäuden, Industrie und Hauptverkehrsstraßen. Gerade hier zeigt sich der Bedarf an klimaangepassten Freiräumen: Hammerbrook ist stark versiegelt; im Sommer ist es hier deutlich heißer als in anderen Teilen der Stadt. Gleichzeitig fehlen frei zugängliche, konsumfreie Orte für Austausch. Polykulturen setzt genau hier an: Als grüner Freiraum und soziale Infrastruktur verbindet das Projekt urbane Natur, Klimaresilienz und soziale Begegnung. Mit Polykulturen wollen wir als Hallo: Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e. V. aufzeigen, wie Menschen ihre urbane Umgebung aktiv mitgestalten können. Dabei verstehen wir Raumgestaltung als eine zentrale Form gesellschaftlicher Teilhabe.“
Auf dem Alten Recyclinghof wird – angrenzend an die PARKS Fläche Bullerdeich 6 – eine weitere Teilfläche gestaltet. Hier entsteht ein Freiraum mit einem gemeinnützigen Kiosk als Begegnungsort, einem Bewegungsraum, barrierefreien Toiletten, Gemeinschaftsbeeten und vielfältigen Aufenthaltsorten. So treffen ökologische Bildung, nachbarschaftliches Engagement und kulturelle urbane Praxis aufeinander. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können den Ort gemeinsam gestalten, nutzen und weiterentwickeln. Das Projekt versteht sich als Lernort für nachhaltige Stadtentwicklung sowie für Kreislaufdenken im Umgang mit Materialien und Ressourcen. Dadurch stärkt es lokale Netzwerke und baut Brücken zwischen verschiedenen Akteurinnen und Akteuren.
Mit der Förderzusage von BSW (etwa 860.000 Euro) und BUKEA (etwa 615.000 Euro) über drei Jahre kann Polykulturen seit Mai 2026 umgesetzt werden – als Modell dafür, wie ein öffentlicher Raum ökologische und soziale Fragen zusammendenkt und praktisch erlebbar macht. Um diesen Raum mit Leben zu füllen, sucht der HALLO e. V. weitere Kooperationspartner:innen aus der Nachbarschaft sowie aus Bildung, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Gesucht werden Menschen und Institutionen, die den Ort gemeinsam weiterentwickeln und Verantwortung übernehmen möchten.
Einladung und Ausblick
Am 20. September 2026 von 14:00 – 22:00 Uhr findet auf dem Gelände ein öffentliches Fest mit Einblick in die Projekte, Führungen, Kulturprogramm und Möglichkeiten zum Austausch statt. Die offizielle Eröffnung von Polykulturen erfolgt im Frühjahr 2027. Hierfür werden Presse, Nachbarschaft und Stadtgrüninteressierte erneut einladen.
Hintergrund: Alster-Bille-Elbe Grünzug
Der Alster-Bille-Elbe Grünzug schafft abseits der großen Verkehrsachsen auf vier Kilometern neue Verbindungen zwischen St. Georg, Hammerbrook und Rothenburgsort. Der Grünzug verbindet die Gewässer- und Parklandschaften von Alster, Bille und Elbe miteinander und stärkt Erholung, Natur sowie klimatische Ausgleichsräume in der Stadt.
Mehr Informationen zum Alster-Bille-Elbe Grünzug finden Sie unter: Alster-Bille-Elbe Grünzug - hamburg.de.
Rückfragen der Medien
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Philipp Wenzel | Pressesprecher
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: pressestelle@bukea.hamburg.de
Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW)
Pressestelle
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bsw
Bezirksamt Hamburg-Mitte
Pressestelle
Telefon: 040 42854 2877
E-Mail: pressestelle@hamburg-mitte.hamburg.de