Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Ich freue mich über das Engagement der Grundeigentümerinnen und -eigentümer an den Colonnaden, die mit der Gründung eines Business Improvement Districts die Aufenthaltsqualität in ihrem Quartier weiter stärken möchten. Die Einkaufsstraße mit ihren schönen Arkadengängen soll für Besucherinnen und Besucher besser zugänglich gemacht werden und der öffentliche Raum durch Bänke und Grün zwischen den Geschäften aufgewertet werden. So soll das Flanieren in diesem Teil der Innenstadt, in dem sich angrenzend auch die BIDs Neuer Jungfernstieg, Quartier Gänsemarkt und Dammtorstraße befinden, attraktiver werden.“
Das Quartier Colonnanden liegt zentral in der Innenstadt und verbindet den Neuen Jungfernstieg mit der Esplanade. Trotz der prominenten Lage und der besonderen Architektur mit den denkmalgeschützten Arkadengängen ist das Quartier mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer investieren deshalb schon seit mehreren Jahren in eine nachhaltige Weiterentwicklung des Quartiers. Ziel ist es, den öffentlichen Raum des gesamten Quartiers optisch und funktional aufzuwerten, neu zu ordnen und zugunsten einer hohen Aufenthaltsqualität neu zu gestalten und somit die Lücke zu den angrenzenden Innovationsbereichen Neuer Jungfernstieg, Quartier Gänsemarkt III und Dammtorstraße V zu schließen. Das Quartier soll wieder als lebendiges Viertel in bester Innenstadtlage sowohl mit seinen denkmalgeschützten Arkaden, seiner außergewöhnlichen Atmosphäre als auch mit seinem individuellen Angebot vor Ort wahrgenommen werden. Mit der erfolgten Einrichtung des BID Quartier Colonnaden sollen nun die planerischen Grundlagen für die Umgestaltung des gesamten Quartiers Colonnaden geschaffen werden.
Um die Anliegerinnen und Anlieger sowie die Besucherinnen und Besucher während der Laufzeit über den aktuellen Stand zu informieren, wird das Maßnahmenpaket des BID neben den planerischen Maßnahmen um Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen sowie ein Quartiersmanagement ergänzt. Für die Umsetzung der Maßnahmen stehen in der Laufzeit von drei Jahren insgesamt rund 1,2 Millionen. Euro zur Verfügung, die aus privaten Mitteln der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer finanziert werden.
20 Jahre Business Improvement Districts in Hamburg
Die Freie und Hansestadt Hamburg gilt deutschlandweit als Vorreiter des BID-Modells, das im Jahr 2005 erstmalig in Hamburg eingeführt wurde und dieses Jahr zwanzigjähriges Jubiläum feiert. BIDs sind klar begrenzte Geschäftsgebiete (Business Districts), in denen auf Veranlassung der Betroffenen in einem festgelegten Zeitraum, maximal acht Jahre, in Eigenorganisation Maßnahmen zur Quartiersaufwertung (Improvement) durchgeführt werden. Finanziert werden BIDs durch eine kommunale Abgabe, die alle im Gebiet ansässigen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer leisten. Etwa die Hälfte der eingesetzten Mittel dient zur Aufwertung der baulichen Infrastruktur, der Beleuchtung, der Anpflanzungen sowie des Mobiliars. Die übrigen Mittel fließen in zusätzliche wie zusätzliche Reinigungsmaßnahmen, öffentliche Veranstaltungen und standortbezogene Marketingkonzepte. Die Investitionssumme der bislang eingerichteten BIDs beträgt über 100 Millionen Euro, die ausschließlich von den Eigentümerinnen und Eigentümern zur Aufwertung ihrer Standorte aufgebracht wurden und werden.
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