Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes Altona

Beteiligungsprozess startet

01. Juli 2025 Pressemitteilung

Der heutige Altonaer Bahnhofskomplex und sein Umfeld sollen in den kommenden Jahren neugestaltet werden. Schon jetzt sind die Hamburgerinnen und Hamburger eingeladen, sich online an der Ideenfindung zu beteiligen.

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BSW

Auf der Seite https://bahnhof-altona.beteiligung.hamburg/ können sich alle Interessierten ab sofort und bis zum 1. August 2025 über das Vorhaben informieren und ihre eigenen Ideen, Wünsche und Überlegungen für die Entwicklung dieses zentralen Ortes einbringen. Im Herbst 2025 startet dann ein Wettbewerbsverfahren, in dem mehrere Architekturbüros Vorschläge für einen neuen Busbahnhof, für neue Gebäude und Plätze entwerfen werden. Das gesamte Verfahren begleitet ein mehrstufiger Beteiligungsprozess, in dem Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Anregungen für die Planung formulieren können. Die Rückmeldungen aus der Onlinebefragung fließen in ein Aufgabenpapier ein, das die Arbeitsgrundlage der am Wettbewerb teilnehmenden Büros bildet. Auch während des Wettbewerbs wird es für die Hamburger Öffentlichkeit regelmäßig Gelegenheit geben, sich zu beteiligen. Im Juli findet außerdem eine Kinder- und Jugendbeteiligung mit Klassen benachbarter Schulen statt und es gibt weitere Beteiligungsangebote vor Ort. Diese Termine werden rechtzeitig auf der Beteiligungswebsite angekündigt.

Die Aufgabe für die Planungsteams wird es sein, eine interessante Bebauung und ansprechend gestaltete Freiräume mit großer Aufenthaltsqualität zu entwerfen, die ihre verkehrliche Funktion erfüllen und zugleich dem Altonaer Zentrum eine identitätsstiftende Ausstrahlung geben. Dabei sollen die Planungen auch die Herausforderungen an eine klimagerechte Stadt berücksichtigen. Attraktive Fuß- und Radwege in die umliegenden Quartiere und bis an die Elbe sind mitzudenken. Der Abschluss des Wettbewerbsverfahrens ist für das Frühjahr 2026 geplant. Als Ergebnis soll ein Rahmenplan mit den besten Ideen entstehen, auf dessen Grundlage dann in den kommenden Jahren die vertiefende Planung für Architektur und Freiräume erfolgt. Der Umbau des Bahnhofskomplexes wird voraussichtlich zu Beginn der 30er Jahre starten.

Anlass für die Neugestaltung des Bahnhofskomplexes ist die Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs Hamburg-Altona an den Diebsteich. Durch die Verlegung können u. a. die oberirdischen Gleisanlagen im Bahnhof Altona zurückgebaut werden. Damit ergibt sich die Chance, das Zentrum von Altona neu zu gestalten. Der unterirdische S-Bahnhof Altona wird bleiben und die heutige Busanlage muss aufgrund gewachsener Bedarfe erheblich vergrößert werden.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Für die Entwicklung des bisherigen Bahnhofs Altona haben wir früh die richtigen Weichen gestellt: Bereits 2014 haben wir die Gleisflächen des Kopfbahnhofs von der Deutschen Bahn übernommen. Durch das 2021 ausgeübte Vorkaufsrecht konnten wir zudem den größten Teil der Bahnhofsgebäude sichern – ein zentraler Schritt, um hier etwas völlig Neues entstehen zu lassen, denn Altonas Zentrum verdient eine neue, funktionale und gleichzeitig ansprechende Gestaltung. Jetzt beginnt mit dem Beteiligungsprozess die Suche nach den besten Ideen für das neue Herz von Altona. Bürgerinnen und Bürger können Ihre Belange und Interessen vor der Neuplanung benennen. Das ist ein guter Anfang.“

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Durch die Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona an den Diebsteich und die Entwicklung des zweiten Bauabschnitts der Mitte-Altona ergibt sich die große Chance, den in die Jahre gekommenen Altonaer Bahnhofskomplex und sein Umfeld komplett neu zu gestalten. Über den Wettbewerb suchen wir überzeugende Vorschläge für interessante Gebäude und hochwertige grüne Freiräume, in denen man sich gerne aufhält und die gut vernetzt sind mit den umliegenden Stadtteilen. Dazu ist der offene Dialog mit der direkten Nachbarschaft und den Bürgerinnen und Bürgern, die den Bahnhof täglich nutzen, unerlässlich. Die nun startende Onlinebeteiligung ist daher nur der Auftakt zu einem mehrstufigen Beteiligungsprozess, in dem die Menschen in Hamburg mehrfach Gelegenheit dazu haben, ihre Ideen einzubringen.“

Anjes Tjarks, Senator für Verkehrs und Mobilitätswende: „Wir haben die Chance, den ZOB-Altona im Zuge der Neugestaltung des Bahnhofumfeldes an die gestiegenen Bedarfe anzupassen und den Busverkehr noch reibungsloser zu organisieren. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, die Verknüpfung der verschiedenen Mobilitätsangebote wie Rad- und Fußverkehr zu stärken und eine attraktive Grünverbindung vom Quartier Mitte Altona bis zur Elbe umzusetzen. Das Zentrum von Altona kann sich neu erfinden und ich bin gespannt auf die Impulse aus dem Beteiligungsprozess, der nun startet.“

Christoph Brümmer, stellvertretender Bezirksamtsleiter Altona: „Mit dem Start des Beteiligungsprozesses haben Bürger:innen jetzt die Möglichkeit, an der Neugestaltung des Altonaer Bahnhofskomplexes und seinem Umfeld aktiv mitzuwirken. Das ist eine einmalige Chance, diesen zentralen Ort in unserem Bezirk gemeinsam mit den Menschen vor Ort zukunftsfähig zu machen. Denn es geht vor allem um die Belange der Menschen. Sie verdienen nicht nur einen sicheren und sauberen Ort sowie ein gutes wirtschaftliches Angebot, sondern auch einen lebendigen Verkehrsknoten. Ich freue mich über eine große Beteiligung und bin gespannt auf die vielfältigen Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung.“

Rückfragen der Medien 

Pressestelle der Finanzbehörde
Telefon: 040 42823 1662
E-Mail: pressestelle@fb.hamburg.de 

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Pressestelle
Telefon: 040 42840 2586
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de 

Behörde für Verkehr und Mobilitätswende
Pressestelle
Telefon: 040 42841 3211
E-Mail: pressestelle@bvm.hamburg.de  
Internet: www.hamburg.de/bvm 
Twitter, Instagram: @bvm_hh 

Bezirksamt Hamburg-Altona
Mike Schlink | Pressesprecher
Telefon: 040 42811 1512
E-Mail: pressestelle@altona.hamburg.de 

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