Innenstadt

Hamburg stellt sich dem innerstädtischen Strukturwandel und veröffentlicht neues „Zukunftsbild Innenstadt“

01. Juli 2025 Pressemitteilung

Jüngste Erhebungen zeigen: Hamburgs Innenstadt boomt und zieht Menschen aus Hamburg und darüber hinaus auf die Straßen, Plätze und Promenaden rund um das Hamburger Rathaus und die Binnenalster. Gleichzeitig stellt sich die Innenstadt neuen Dynamiken und Ansprüchen, um zukunftsfähig und lebenswert zu bleiben. Die Stadt Hamburg präsentiert mit dem neuen Zukunftsbild Innenstadt ein Bündel an Strategien, Maßnahmen und Prozessen, um dem Strukturwandel weiterhin wirksam zu begegnen.

  • Stadtentwicklung und Wohnen
Auf der Grafik steht in schwarzer Schrift auf gelbem Hintergrund das Wort "Zukunftsbild" geschrieben. Es ist auf drei Zeilen verteilt.
BSW

Gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren der Innenstadt, Wirtschaft, Verwaltung sowie den Bürgerinnen und Bürgern der Hansestadt wurden neun strategische Ziele für die Innenstadt entwickelt. Gleichzeitig definiert das Zukunftsbild bestimmte Schlüsselräume auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Hamburger Innenstadt und hebt zudem viele laufende Maßnahmen und Prozesse hervor.

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Hamburgs Innenstadt boomt: Seit Sommer 2022 sind die Besuchszahlen wieder auf Vor-Corona Niveau, seit 2023 liegen sie im Großteil der Innenstadt sogar deutlich über den Zahlen von 2019. Hamburg ist laut CIMA-Monitor mit München die beliebteste Innenstadt Deutschlands. Trotzdem muss sich unser Zentrum neuen Dynamiken und Herausforderungen anpassen, um auch im internationalen Vergleich konkurrenzfähig zu bleiben. Das breit abgestimmte ‚Zukunftsbild Innenstadt‘ bietet dafür eine sehr gute Grundlage. Auch in Zukunft stehen Einzelhandel und Arbeiten im Mittelpunkt, doch Wohnen, Kultur und Bildung werden immer wichtiger, um auch nach Ladenschluss attraktiv zu bleiben. Der erfolgreich begonnene Ausbau der öffentlichen Räume wird weiter fortgesetzt, die zentralen Stadträume werden behutsam weiterentwickelt. Die Pilotprojekte der Innenstadtkoordination zeigen regelmäßig, wie vielfältig die Innenstadt genutzt werden kann. Gemeinsam machen wir Hamburgs Herz weiter fit für die Zukunft.“

Prof. Elke Pahl-Weber, Innenstadtkoordinatorin: „Wie viele Zentren ist auch die Hamburger Innenstadt im Wandel. Baustellen sind hier ein Zeichen für positive Veränderung, bei der öffentliche Räume stetig verbessert werden. Der Leerstand hält sich in Grenzen und bietet Freiräume für neue Nutzungsansätze, wie wir sie aktuell mit den Prototypen und den Pilotprojekten unseres Förderprogramms ‚Verborgene Potenziale Innenstadt‘ ausprobieren: beispielsweise den Laden 4 in der Altstadt oder den SpielGarten an der Hauptkirche St. Petri. Oberstes Ziel unseres Zukunftsbildes ist es, dass dieser Wandel in gutem Dialog mit allen Akteurinnen und Akteuren der Innenstadt gelingen kann. Im Austausch mit der Innenstadtkoordination wurden die gemeinschaftlichen Ziele zusammengetragen. Dabei waren sich alle Beteiligten einig, dass mit dem Zukunftsbild kein dickes Buch entstehen soll, das im Schrank steht, sondern ein dynamisches Instrument, dessen Ziele und Strategien eng verknüpft sind mit Umsetzungen – vom Papier in die Welt. Das Zukunftsbild fasst die Ansätze zur Entwicklung einer Innenstadt für alle im Gemeinschaftswerk zusammen und ist damit eine belastbare Grundlage für die weitere Arbeit am Wandel unserer Innenstadt.“

Das Zukunftsbild ist Teil des Programmpakets „Verborgene Potenziale – Für ein lebendiges und resilientes Hamburger Zentrum“ der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. Es aktualisiert und vereint die bisherigen Erkenntnisse zum Wandel der Innenstadt aus dem Innenstadtkonzept 2014 und dem Handlungskonzept 2020 mit einer intensiven Beteiligung der Innenstadtakteure und -akteurinnen, der Öffentlichkeit und der zuständigen Behörden in Beteiligungsformaten wie dem Runden Tisch Innenstadt und den Fachrunden der Innenstadtkoordination. In mehreren öffentlichen Beteiligungsformaten wie der Veranstaltung „Zukunftsdialog“ und einer Online-Befragung ergänzten darüber hinaus Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Ideen für eine Innenstadt für alle.

Herausgekommen ist ein Gemeinschaftswerk, das die strategische Grundlage für weitere Maßnahmen zur Innenstadtentwicklung bietet. Es umfasst einen Zielkompass mit neun Entwicklungszielen, welche die Innenstadt als vielfältigen Ort des Handels, der Arbeit, des Wohnens und der Kultur – auch nach Geschäftsschluss – definieren und Herausforderungen wie Klimawandel, Stadtmobilität und Fragen der Sicherheit berücksichtigen. In einem Raumgerüst werden die Ziele in den Raum übersetzt und zeigen, wo sich die Entwicklung der Innenstadt in den nächsten zehn bis 15 Jahren entscheidet. Anhand von vier Karten der Innenstadt-Quartiere werden prägnante Orte sowie laufende Projekte und Maßnahmen vorgestellt, um daraus Schlüssel- und Potenzialräume für die Umsetzung der Ziele zu identifizieren.

Gleichermaßen zeigt das Zukunftsbild auf, wie die Entwicklung der Innenstadt bereits erfolgreich vorangetrieben wird durch aktuelle Maßnahmen wie am Jungfernstieg und Neuen Jungfernstieg, im Kontorhausviertel oder in neuen Mischnutzungskonzepten im Klöpperhaus und dem ehemaligen C&A Gebäude. In 43 laufenden Pilotprojekten vom Spielplatz Playdate in der Mönckebergstraße über das Pop-up Wohnexperiment im leerstehenden Büro bis zum Hip Hop-Festival sowie zwei Prototypen – dem Nachbarschaftsprojekt Laden 4 und der Kreativwerkstatt FABRIC – fördert die Innenstadtkoordination aktuell die soziale Teilhabe und kulturelle Vielfalt für eine Innenstadt für alle.

Das Zukunftsbild wird als dynamisches Konzept laufend den sich wandelnden Gegebenheiten und Herausforderungen angepasst. Es dient als Ausgangspunkt für den im nächsten Schritt vorgesehenen Maßnahmenkatalog, der gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort erarbeitet werden soll. Durch den Beschluss, die Innenstadtkoordination zu verstetigen, wird sichergestellt, dass der Dialog zwischen allen Interessensgruppen weitergeführt wird.

Das „Zukunftsbild Innenstadt“ ist unter https://t1p.de/Zukunftsbild-Innenstadt-Hamburg abrufbar.

Rückfragen der Medien
Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Pressestelle
Telefon: 040 42840 2051
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bsw
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