Preisverleihung und Fachforum
Am 19. September 2024 fand die feierliche Preisverleihung in der Freien Akademie der Künste statt. Senatorin Karen Pein und Oberbaudirektor Franz-Josef Höing überreichten den ersten Platz des Wettbewerbes an das Architekturbüro Trutz von Stuckrad Penner Architekten. Ergänzt wurde die Preisverleihung durch ein Fachforum zum Thema Dachaufstockungen, an dem rund 100 Interessierte aus der Verwaltung sowie Immobilien- und Architekturbranche teilnahmen.
Ausgezeichnete Projekte für urbane Nachverdichtung
1. Preis: Aufstockung eines denkmalgeschützten Ensembles
Mit dem ersten Preis wurde die zweigeschossige Aufstockung eines Wohngebäudes in der Methfesselstraße/Ecke Lutterothstraße in Eimsbüttel von der Trutz von Stuckrad Penner Architekten PartGmbH ausgezeichnet. Das denkmalgeschützte Ensemble, das aus acht Einzelgebäuden besteht, war nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg nur mit einem Notdach wiederaufgebaut worden. Dieses wurde bei der Aufstockung ersetzt, dabei sind 23 neue Wohnungen entstanden. Das Preisgericht unter Vorsitz des Stuttgarter Architekten Professor Jörg Aldinger lobte, dass es den Architekten gelungen sei, „das Gebäude auf überzeugende Weise zu vervollständigen“. Auch die Verbindung von Alt und Neu sei klug gelöst: „Die großen Dachschindeln aus schwarzem Titanzink erinnern an die ursprüngliche Dacheindeckung aus Schiefer. Die neuen Materialien fügen sich optisch in das Bild des altehrwürdigen Gebäudes ein und sind dennoch als zeitgenössisch zu erkennen.“ Für diese gelungene Aufstockung erhält das Büro Trutz von Stuckrad Penner Architekten ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro.
Hintergrund des Wettbewerb "NEU geDACHt"
Ziel des ausgeschriebenen Wettbewerbs „NEU geDACHt - Hamburger Preis für gelungene Dachaufstockungen 2024“ war es, das Thema Aufstockung und Dachnutzung in Hamburg stärker ins Bewusstsein der Fachwelt und der Öffentlichkeit zu rücken.
Eingeladen und berechtigt zur Teilnahme waren die federführenden Architektinnen und Architekten, die Bauherren oder Eigentümerinnen und Eigentümer. Eingereicht werden konnten Objekte, die innerhalb der letzten zehn Jahre (Stichtag 1. Januar 2014) auf dem Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg fertig gestellt wurden oder aktuell in Planung sind und für die Bauanfrage gestellt wurde oder eine Baugenehmigung vorliegt. Die eingereichten Objekte sollten mindestens eine zusätzliche Wohneinheit umfassen. Darüber hinaus waren weitere Nutzungen erlaubt. Es konnten sowohl gebaute als auch geplante Dachaufstockungen und Dachgeschossausbauten auf unterschiedlichen Gebäudetypen (Wohngebäude, Gewerbe-/Bürogebäude, Parkhäuser) eingereicht werden.