Wir haben uns deshalb mit dem Beitritt zur Charta der Vielfalt 2008 auf den Weg gemacht, die Gemischtheit unserer Belegschaft zu fördern und haben Diversity zu unserem strategischen Schwerpunkt im Bereich Personal gemacht. Mit stadtweiten Programmen wie unserem Hamburger Integrationskonzept, dem Aktionsplan für Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, dem Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm oder einer landesweiten Strategie gegen Diskriminierung wollen wir eine Kultur des Miteinanders in unserer Stadt und unserer Verwaltung schaffen.
Unser Ziel haben wir noch nicht erreicht. Aber unsere technischen Nachwuchskräfte sind schon heute vielfältiger, als es das Image der Verwaltung oder des Beamtentums suggeriert. Lesen Sie selbst, wie die Nachwuchskräfte sich sehen.
Esteban, Baureferendar Fachrichtung Architektur
Hier ist ein Foto von meiner letzten Radtour. Im September 2022 bin ich von Basel gestartet auf dem Veloroute 6 entlang der Loire gefahren und drei Wochen später am Atlantik angekommen. Ich habe immer kleine Radtouren gemacht; 2018 habe ich mit langen Radtouren angefangen. Damals wollte ich meine Eltern besuchen und bin von Hamburg über die Alpen nach Rom gefahren. Seitdem liebe ich die Möglichkeit, mich in der Natur zu befinden und die Nachhaltigkeit von Radtouren (Zelt, Campingkocher und Solarpaneel nehme ich immer mit!)
Der Ausgleich von der Arbeit ist mir wichtig. Auf langen Touren fährt man zwischen sechs und acht Stunden täglich und hat Zeit, um die Gedanken zu sortieren. Abends auf dem Campingplatz oder in der Natur hat man genügend Zeit, um die Ruhe zu genießen und die eigene Kreativität weiterzuentwickeln. Meine Gitarre hatte ich letztes Jahr mit dabei!
Ella, Baureferendarin Fachrichtung Stadtbauwesen
Das Bild ist letzten Sommer an der Ostsee entstanden, wo es manchmal kleine Wellen zum Surfen gibt! Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit Freund*innen draußen in der Natur, oft an Nord- oder Ostsee. Unter der Woche verbringe ich viel Zeit am Schreibtisch oder auf Baustellen, sodass es gut tut den Kopf am Wochenende frei zu kriegen und mich zu bewegen, um wieder mit Kraft in die nächste Woche zu starten.
Seit einem Jahr absolviere ich mein Baureferendariat an der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. In meinem Arbeitsalltag in der Hamburger Verwaltung begegne ich Menschen mit verschiedensten Perspektiven auf zum Beispiel Barrierefreiheit, Gender oder Religion.
Weil Stadt für alle gedacht werden muss, finde ich, dass die Bauverwaltung so divers wie unsere Gesellschaft sein sollte!
Alexander, ehem. Baureferendar Fachrichtung Architektur
Bei den Dreharbeiten zu „Faking Hitler“ kam es zum folgenden Dialog.
Regieassistenz: „Ich fand die eine Szene beeindruckend, bist Du Schauspieler?“
Ich: „Ich bin Beamter.“
Regieassistenz: „Ich hätte alles gedacht, nur nicht das.“
„Warum mir diese Beschäftigung wichtig ist“: Ob als Komparse beim Film, Schauspieler im Amateurtheater oder Entertainer auf einer Hochzeit, ich liebe es vor Publikum zu stehen, mich auszuprobieren, Grenzen zu testen.
Annika, Technische Oberinspektoren-Anwärterin, Fachrichtung Architektur
Eine große Leidenschaft von mir ist Japan – mir gefällt dort z.B. die japanische Kultur, die Natur und die Menschen.
Japan ist für mich mehr als ein bloßes Urlaubsziel. Ich habe dort auch für ein Semester Architektur studiert und habe ein anderes Mal zusammen mit Vertretern der HafenCity Universität und der steg Hamburg mbH an einem Städtebausymposium in Osaka teilgenommen.
Darüber hinaus bin ich im Jahre 2009 zu Hamburgs Sonderbotschafterin für Japan gewählt worden (26. Hamburger Kirschblütenprinzessin); dieses Ehrenamt übte ich für 2,5 Jahre aktiv aus und repräsentierte die Stadt Hamburg u.a. bei Japans Regierung und großen japanischen Unternehmen. In diesem Zusammenhang erhielt ich auch diesen wunderschönen Kimono, in welchem ich später sogar heiratete.