Eimsbütteler Deckelabschnitte

Die Deckel Stellingen und Schnelsen

Im September 2022 eröffnete der erste Park oberhalb des Deckels Schnelsen: der Dorothea-Buck-Park. Im Juli 2024 eröffnete dann auch der zweite Deckelpark in Stellingen.

  • Stadtentwicklung und Wohnen
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Visualisierung des Deckels Stellingen aus der Vogelperspektive
Visualisierung des Deckels Stellingen aus der Vogelperspektive Visualisierung: moka-studio |Luftbild: Matthias Friedel Luftbildfotografie |Entwurf: Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH

Neue Qualitäten und Entwicklungsperspektiven für Schnelsen und Stellingen

Mit den zwei Deckeln in Eimsbüttel und der damit verbundenen Senkung der Lärmbelastung sowie Neuverbindung der Stadtteile durch Grünanlagen verbessert sich die Lebensqualität in den Wohngebieten und die Ortsbilder der Stadtteile erheblich. Durch den Bau der Deckel wird auf einer Länge von 560 m in Schnelsen und auf einer Länge von 890 Metern in Stellingen die Barrierewirkung der A7 in den beiden Stadtteilen aufgehoben und sie können an diesen Stellen wieder näher zusammenwachsen. 

Der Deckel Schnelsen

Auf dem A 7-Deckel in Schnelsen entstand nach dem Entwurf des Büros POLA Landschaftsarchitekten aus Berlin ein weitläufiger Park, der die angrenzenden Quartiere wieder miteinander verbindet.

Das Konzept ist ein Zusammenspiel von drei unterschiedlichen Freiraumnutzungen: Eine Esplanade als Rad- und Fußwegeverbindung, eine ca. 1,5 ha große offene Parkwiese und in die Anlage integrierte Kleingartenparzellen auf ca. 1,4 ha Fläche.

Die Bewohner aus dem Stadtteil können die Parkanlage über zahlreiche Wege direkt aus den Wohngebieten erreichen. Da der Autobahndeckel kaum aus dem Boden herausragt, sind die Wege überwiegend ebenerdig, sodass auch Rollstuhlfahrer und Kinderwagen ohne Probleme in die neue Parkanlage gelangen können.

Als Hauptverbindung in Nord-Süd-Richtung dient die Esplanade. Sie begleitet im Westen angrenzend an die Straße Jungborn die gesamte Parkwiese, die zum Verweilen einlädt und Platz zum Erholen und Spielen bietet. Entlang der Esplanade sind Bäume und Sträucher gepflanzt und Bänke aufgestellt, die zum Aufenthalt einladen. Die Esplanade ist asphaltiert, sodass sie auch für Radfahrer, Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Inline-Skater gut zu befahren ist.

Vom Vogt-Kock-Weg im Osten führen drei Wege in die Parkanlage. Über den mittleren Weg ist der Vogt-Kock-Weg direkt mit dem Jungborn verbunden, wodurch bisher notwendige Umwege über die Frohmestraße oder die Heidlohstraße vermieden werden können.

Zur Frohmestraße öffnet sich die Parkanlage mit einem Quartiersplatz, der mit Bäumen bepflanzt ist und dem Stadtteil für verschiedene Nutzungen zur Verfügung steht. Damit entstanden an der Frohmestraße neue Aufenthaltsmöglichkeiten und Treffpunkte, die zu einer lebendigen Entwicklung des Zentrums beitragen können und es qualitätsvoll ergänzen.

Im Bereich nördlich der Frohmestraße befindet sich ein Teil der neuen Kleingärten sowie ein öffentlich zugänglicher Weg.

Südlich der Frohmestraße liegen weitere Kleingärten in den Randbereichen der Parkanlage, die über den Vogt-Kock-Weg bzw. über die Straße Jungborn erreicht werden können. Die Kleingärten werden zu den Straßen und zur Parkanlage mit Hecken eingefasst. 

Der Deckel Stellingen

Durch den Entwurf des Büros Weidinger Landschaftsarchitekten aus Berlin entstand eine großzügige Parkanlage von ca. 3,9 ha auf dem Stellinger Deckel, die den bislang durch die A7 zerschnittenen Stadtteil wieder zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügt.

Von der Kieler Straße im Süden bis zum Kollauwanderweg verläuft eine Promenade durch die neue Parkanlage. Mit ihrer asphaltierten Oberfläche ist sie für Fußgänger:innen, Rollstuhlfahrer:innen und Radfahrer:innen gleichermaßen komfortabel. An besonderen Orten wie am Kollauwanderweg, an der Schule Wegenkamp und auf dem südlichen Deckelabschnitt im Bereich der Kleingartenanlage verbreitert sich die Promenade und kleine Plätze mit Bänken und schöner Aussicht können zum Spielen, Sitzen und als Treffpunkt im Freien genutzt werden.

Da das Grundwasser im Bereich des Stellinger Deckels höher steht als in Altona oder Schnelsen, liegt die Autobahn höher im Gelände. Der Deckelpark kann sich daher nicht überall ebenerdig in die Umgebung einfügen und ist nicht an allen Stellen zugänglich. Über Treppenanlagen in Kombination mit Rampen wird aber die barrierefreie Nutzung des Deckels und die Verknüpfung der beiderseits gelegener Wohngebiete mit der Parkanlage für Kinderwagen, Radfahrer und Rollstuhlfahrer sichergestellt.

Die Promenade als Hauptverbindung ist im Anschluss an den Kollauwanderweg und im östlichen Anschluss an die Kieler Straße mit ihrer sanften Steigung barrierefrei. Eine neue Verbindung entlang der Kieler Straße bietet eine schönere Alternative zum bestehenden Fußgängertunnel. Auch die Schule Wegenkamp ist durch den Park besser zu erreichen.

Nördlich des Wördemanns Wegs entstand ein Platz mit Stufen, welcher zum Verweilen einlädt. An den Platz schließt sich eine weitläufige Wiesenfläche, die punktuell mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt ist, an. Die Wiese bietet viel Platz für Freizeitaktivitäten und zum Erholen. Die Promenade wechselt hier auf die Ostseite des Deckels. Dadurch entsteht eine Verbindung zum östlich gelegenen Schulgelände der Schule Wegenkamp und die sich daran anschließende Wegenkamp-Grünfläche mit Abenteuerspielplatz sowie zum Kollauwanderweg. Zu den angrenzenden Wohngebieten wird die Parkanlage durch Hecken und Sträucher, die im Randbereich angepflanzt werden, abgeschirmt. 

Südlich des Kleingartenparks liegt ein weiterer kleiner Platz mit Bänken und Bäumen und eine kleinere Wiese. Dieser südliche Teil der Parkanlage bietet vor allem für die Bewohner der angrenzenden Wohngebiete einen Ort zur Entspannung. Über eine Rampe und eine Treppe besteht eine direkte Verbindung zum Theodor-Schäfer-Damm.

Südlich des Wördemanns Wegs ist ein Kleingartenpark auf einer Fläche von ca. 1,4 ha mit der westlich verlaufenden Promenade entstanden. Die Kleingärten sind über den Theodor-Schäfer-Damm erschlossen.

Zeitschiene der Deckel Schnelsen und Stellingen

  • Entscheidung Realisierungswettbewerbe Schnelsen und Stellingen (Juli 2010)
  • Planfeststellung für den Abschnitt Deckel Schnelsen (Dezember 2012)
  • Planfeststellung für den Abschnitt Deckel Stellingen (August 2013)
  • Feststellung B-Plan Schnelsen 87 (Deckel Schnelsen) (Februar 2016) 
  • Feststellung B-Plan Stellingen 65 (Deckel Stellingen) (Dezember 2016)
  • Eröffnung Deckelpark Schnelsen (Dorothea-Buck-Park) (September 2022) 
  • Eröffnung Deckelpark Stellingen (Juli 2024)

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Luftbild der A7 im Bezirk Altona, Juli 2024
Matthias Friedel Luftbildfotografie
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Deckel A7 und Science City

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