Event

29.01.2026 | Ein Rückblick auf das Hamburger Wärmepumpen-Forum: Gemeinsam Hamburg zukunftsfähig machen

Das erste Wärmepumpen-Forum der Stadt Hamburg stieß auf ein reges Interesse bei der Fachwelt.

  • Stadtentwicklung und Wohnen
    • Sie lesen den Originaltext

Gemeinsam Wärmepumpen in der Stadt voran bringen

Wärmepumpen sind ein zentraler Baustein für einen klimaneutralen Gebäudebestand in Hamburg - ihr froßflächiger Einsatz in der Stadt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Hamburg gemeinsam anpackt. Und das zeigte sich auch beim Hamburger Wärmepumpen-Forum am 29. Januar 2026 : Die gemeinsam von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) und der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) durchgeführte Veranstaltung für die Hamburg Fachwelt war voll ausgebucht mit Warteliste, die Teilnehmenden diskutierten rege über Chancen und praxisnahe Umsetzungslösungen für den Einsatz von Wärmepumpen.

Gruppenbild beim Hamburger Wärmepumpen-Forum
Michael Zapf/BSW

Begrüßung durch Senat und SHK-Innung

Den Auftakt der Veranstaltung machten Katharina Fegebank (Zweite Bürgermeisterin der Stadt Hamburg und Senatorin BUKEA) und Karen Pein (Senatorin BSW), die klar den Weg aufzeigten: Neben Wärmenetzen sind Wärmepumpen die zentrale Maßnahme für klimaneutrale Wärme und deshalb essenziell, um Klimaneutralität zu erreichen. Beide Senatorinnen stellten heraus, dass auf die Stadt Hamburg dabei auch langfristig Verlass ist: Das Ziel Klimaneutralität muss noch schneller erreicht werden, was ist eine große Aufgabe ist. Die städtische Unterstützung für Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer durch Information, Beratung und Förderung wird deshalb ausgebaut. 

Andreas Kopp (stellvertretender Vorsitzender der Innung Sanitär, Heizung, Klempner Hamburg) zeigte in seinem Grußwort die positiven Entwicklungen in Hamburg auf, denn das Handwerk ist erfolgreich dabei, seine Kapazitäten für den breitflächigen Einbau von Wärmepumpen auszuweiten. Zugleich verwies er darauf, wie wichtig ein langfristig verlässlicher Rahmen und eine gute effektive Zusammenarbeit für die Zielerreichung ist.

Aktuelle Studien zum Wärmepumpen-Einsatz im Fokus

Im Anschluss wurden aktuelle Studien der Stadt Hamburg vorgestellt: Christian Stüwe (BUKEA) erläuterte den Zwischenstand der Kommunalen Wärmeplanung inklusive der zugrunde liegenden Berechnungen und verwies auf Hilfestellungen und Online-Tools wie den Wärmepumpen-Rechner und Wärmepumpeneignungskarten, die Eigentümerinnen und Eigentümer und Fachkräfte einfach nutzen können. 

Im zweiten Beitrag verdeutlichten Prof. Elisabeth Endres (TU Braunschweig) und Christian Götz (Ingenieurbüro Hausladen GmbH) den technologischen Fortschritt bei Wärmepumpen: Neue Modelle können vielfach auch in älteren Häusern wirtschaftlich betrieben werden, ohne dass erst aufwendig energetisch saniert werden muss. Dies kann auch erst nachgelagert und sukzessive nach dem Ende der Lebensdauer von Bauteilen erfolgen.

Hamburger Wärmepumpen-Forum: Vortrag Prof. Endres und C. Götz
Michael Zapf/BSW

Praxisnah in die Umsetzung kommen, mit guten Beispielen voran gehen

Es schlossen sich drei parallele Panels zur praktischen Umsetzung an:

  • Anja Floetenmeyer-Woltmann (Beraterin) berichtete, wie wichtig die Skalierung von Unterstützungsangeboten ist, um den Einsatz von Wärmepumpen in der Breite zu ermöglichen. Großveranstaltungen wie Wärmepumpen-Infotage können hierfür eine sinnvolle Möglichkeit sein.
  • Marko Lohmann (Vorsitzender des VNW-Landesverbands Hamburg e.V. sowie Vorsitzender und Geschäftsführer der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Bergedorf-Bille eG) und Nils Neuse (Abteilungsleiter Regiebetriebe und Klimaschutzbeauftragter der  HANSA Baugenossenschaft eG) demonstrierten sozialverträgliche Best Practice Lösungen aus Hamburg für den nachträglichen Einsatz von Wärmepumpen in bestehenden Mehrfamilienhäusern älteren Baujahrs.
  • Franziska Langer (Freie Ingenieure) veranschaulichte anhand vielseitiger Praxisbeispiele, wie unterschiedlich Lösungsmöglichkeiten beim Einbau von Wärmepumpen sein können Sie belegte zudem aus der Praxis, dass Wärmepumpen auch bei Tiefsttemperaturen ausreichend Wärme produzieren.
Hamburger Wärmepumpen-Forum: Vortrag Anja Floetenmeyer-Woltmann
BSW

Peter Friemert (stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbands der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V; Geschäftsführer ZEBAU GmbH) verwies in seinem Schlusswort unter anderem darauf, wie wichtig die gezielte Ansprache und Unterstützung von Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümern ist und bestärkte, dass Hamburg den Weg zur Wärmepumpe gemeinsam gehen muss.

Während der Veranstaltung blieb ausreichend Zeit für Vernetzung, was intensiv genutzt wurde. Moderiert wurde die Veranstaltung von Anke Butscher (corsus-corporate sustainability GmbH).