Aufwertung des öffentlichen Raums

Kontorhausviertel

Das Hamburger Kontorhausviertel – zusammen mit der weltbekannten Hamburger Speicherstadt – gelten seit der Einschreibung im Jahr 2015 als UNESCO-Welterbe. Mit diesem Projekt soll der öffentliche Raum innerhalb des Kontorhausviertels aufgewertet und teilweise zur Fußgängerzone umgestaltet werden.

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 Der Burchardplatz, heute hauptsächlich als Parkplatz genutzt, soll umgestaltet werden und neue Bänke und Bäume erhalten.
Der Burchardplatz, heute hauptsächlich als Parkplatz genutzt, soll umgestaltet werden und neue Bänke und Bäume erhalten. WES LandschaftsArchitektur

Eine Initiative für ein Business Improvement District (BID) für den Burchardplatz hat zusammen mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in 2021 einen entsprechenden städtebaulichen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb für die Bereiche Kattrepel, Burchardstraße, Burchardplatz, Mohlenhofstraße und den Platz östlich der Spitze des Chilehauses (heute Peter-Schulz-Platz) durchgeführt. Im Wettbewerb wurden in einem Ideenteil auch Vorschläge zur Gestaltung der darüber hinaus gehenden Straßenräume erarbeitet, um so ein „Gestaltungsgerüst“ für das Kontorhausviertel insgesamt zu erhalten. Die nördlich angrenzende Steinstraße wird als unabhängiger Planungsraum beurteilt und sollte nur funktional bzw. konzeptionell hinsichtlich der Nord-Süd-Verbindungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Radfahrerinnen und Radfahrer (Verbindung zwischen Binnenalster und Speicherstadt) berücksichtigt werden. Der Entwurf des Hamburger Büros WES GmbH LandschaftsArchitektur wurde am 28. September 2021 unter neun eingereichten Arbeiten aus dem In- und Ausland als Sieger gekürt. 

Der gekürte Siegerentwurf sieht bewusst eine Gestaltung des Burchardplatzes als „Frei-raum“ vor, der den historischen Kontext der Umgebung aufgreift und noch verstärkt. Er bringt die Monumentalität des Kontorhausviertels zur Geltung und hat das übergeordnete Ziel, die historischen Qualitäten der Stadträume aus der Entstehungszeit des Viertels zu stärken und wieder erlebbar zu machen.  Die Umgestaltung des Burchardplatzes zählt zu den Leitprojekten des Senats für die Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt. Zugrunde liegt das Handlungskonzept Innenstadt.  

Mit der Planung wurden WES GmbH LandschaftsArchitektur zusammen mit Verkehrsplanungsbüro ARGUS Stadt und Verkehr mbH vom federführenden Bezirksamt Hamburg-Mitte und von der BID-Initiative separat beauftragt. Die Planung erfolgt unter regelmäßiger Einbeziehung aller betroffenen Fachbehörden und der BID-Initiative. Die beauftragten Büros haben die Entwurfsplanung im Jahr 2023 abgeschlossen. Neben dem Wettbewerbsergebnis gilt es die Anforderungen unterschiedlicher Stakeholder zusammen zu bringen. Der gebaute Raum – insbesondere unter Beachtung des Welterbes – erfordert eine detaillierte und integrierte Planung des Bereichs unter Berücksichtigung der Maßnahmen im weiteren Umfeld. Die Eigentümerinnen und Eigentümer aller um den Burchardplatz befindlichen Immobilien sind über die BID-Initiative, die durch den potenziellen Aufgabenträger, die Otto Wulff BID Gesellschaft, vertreten wird, intensiv in den Planungsprozess eingebunden. Mit Hilfe des BID wollen sie Teile des Burchardplatzes und die Mohlenhofstraße aufwerten. Dafür sollen rd. 2,2 Mio. Euro für die Planung und den Erwerb höherwertigen Materials verwendet werden. 

Der geplante Ausbau großzügiger Nebenflächen ermöglicht eine Belebung der angrenzenden Erdgeschossflächen und fördert die Außengastronomie auf dem Burchardplatz, aber auch in der Burchardstraße und der Mohlenhofstraße. Zudem werden ein Wochenmarkt und unterschiedliche temporäre Veranstaltungen ermöglicht. Das geplante Wasserspiel auf dem Peter-Schulz-Platz wird ein Anziehungspunkt für Kinder und Familien sein. Nach derzeitigem Planungsstand ist vorgesehen deutlich mehr Bäume in das Planungsgebiet zu integrieren. Die Planung sieht vorrund 24 Bäume neu anzupflanzen. Abzüglich der notwendigen Fällungen einiger Bäume erhöht sich dadurch die Anzahl der Bäume im Kontorhausviertel von 30 auf 44 Bäume. Der Burchardplatz, die Burchardstraße (Ost) und der  der Peter-Schulz-Platzsollen eine Fußgängerzone mit attraktiven Sitzmöglichkeiten werden, sodass eine hohe Aufenthlatsqualität generiert wird. Für die Straßen soll die Spannseilbeleuchtung erhalten und im Bereich der Plätze sollen Mastleuchten aufgestellt werden.  

Nach derzeitigem Planungstand ist für die gestalterischen Umbauten der Baubeginn für Mitte 2025 vorgesehen.

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