Ausgangspunkt der Planungen rund um die Steinstraße bildete die in 2021 erfolgte Maßnahme zum barrierefreien Ausbau der U-Bahnlinie 3, im Zuge dessen zeitweise alle Busse von der Mönckebergstraße in die Steinstraße verlegt worden sind. Dafür wurden in der Steinstraße der Individualverkehr in Richtung Westen herausgenommen und zwei Bussonderfahrstreifen eingerichtet. Nach Abschluss der U3-Baumaßnahme wurde die Hälfte der Buslinien wieder zurück in die Mönckebergstraße verlegt.
Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Verkehrsführungen hat die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende in Abstimmung mit den anderen Behörden und den Verkehrsbetrieben eine neue Verkehrskonzeption für den Gesamtraum erarbeitet. Zentrales Ergebnis dieser Untersuchung ist die Einrichtung einer Kommunaltrasse in der Steinstraße zwischen dem Jakobikirchhof und Domplatz. Auf diesem Abschnitt sind zukünftig der Öffentliche Personennahverkehr, Taxen, Radverkehr sowie Lade- und Lieferverkehr zwischen 21 und 11 Uhr zugelassen. Im östlichen Bereich der Steinstraße ist die Erschließung für private PKW weiterhin sichergestellt; über die Bugenhagenstraße in westlicher Richtung und in östlicher Richtung über die Steinstraße.
Mit der dauerhaften Aufteilung der Busverkehre auf beide Straßen und der Einrichtung einer Kommunaltrasse ergibt sich großes Entwicklungspotenzial für die Aufwertung der Steinstraße. Die Fahrbahnbreite in der Steinstraße kann auf zwei Fahrstreifen reduziert und die Querungsmöglichkeiten für den Fußverkehr deutlich attraktiver gestaltet werden. In den breiten Nebenflächen werden straßenbegleitend zwei Baumreihen gepflanzt und es ist Raum für mehr Außengastronomie vorhanden. Mit der Herausnahme der Durchgangsverkehre reduzieren sich die Belastungen durch Lärm und Abgase.
Seit Frühjahr 2023 läuft die Verkehrs- und Freiraumplanung für den Umbau der Steinstraße, im Rahmen derer mehrere Beteiligungsveranstaltungen durchgeführt worden sind.
Die Umbaumaßnahmen werden voraussichtlich Mitte 2025 beginnen.