Die von dem Landschaftsarchitekturbüro Bruun & Möllers entworfenen Umgestaltungspläne schaffen mehr Platz für Fußgänger sowie für die ansässigen Gastronomiebetriebe, sodass ein Quartier in zentraler Lage entsteht.Die Innenstadt wird dadurch um weitere Treffpunkte für Menschen mit verschiedenen Nutzungsansprüchen erweitert und es werden damit attraktive Aufenthaltsorte abseits der großen Einkaufsstraßen geschaffen.
Dazu werden die zentralen Straßenzüge im Bereich der Kleinen Johannisstraße und in Teilen der Schauenburgerstraße in eine Fußgängerzone umgewandelt. Als gestalterischer Rahmen orientiert man sich an dem Gestaltungsduktus des benachbarten BID Nikolaiquartiers.
Ergänzend zu den baulichen Maßnahmen setzt das BID zusätzliche Reinigungs- und Servicemaßnahmen sowie Aktivitäten zu Marketing und Öffentlichkeitsarbeit um. Ein professionelles Quartiersmanagement fördert zudem die bestehenden Netzwerke zwischen den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren vor Ort mit dem Ziel, den vielfältigen Branchenmix im Quartier zu erhalten und zu stärken.
Das BID Rathausquartier verfügt in seiner fünfjährigen Laufzeit über ein Budget von rund 3,67 Millionen Euro. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen steuert weitere 4 Millionen Euro aus dem Programm „Aufwertung öffentlicher urbaner Räume“ sowie dem „Hamburger Wirtschafts-Stabilisierungs-Programm 2021/22“ bei. Der Bezirk Hamburg-Mitte hat die Planung gesteuert und koordiniert die Umsetzung des Projekts.
Das BID Rathausquartier ist ein gutes Beispiel für die Umsetzung der Ziele des Handlungskonzepts Innenstadt, in dem gemeinschaftlich (private Akteurinnen und Akteure, Bezirksamt Hamburg-Mitte, die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie weitere Behörden) die Aufwertung eines bedeutenden Innenstadtquartiers betrieben wird.
Die Umbauarbeiten im Rathausquartier begannen 2023 und sollen die Attraktivität und die Wettbewerbsfähigkeit des Quartiers sichern und die Aufenthaltsqualität steigern. Ende 2024 werden die Baumaßnahmen voraussichtlich abgeschlossen sein.