Mapping Workshops
Karl Anders
mehr erfahren Die Hamburger Innenstadt gemeinsam kartieren

Mapping Workshops

Unterschiedliche Blickwinkel führen zu vielfältigen Wahrnehmungen. Um diesen gerecht zu werden, wollen wir gemeinsam mit verschiedenen Personengruppen die oft verborgenen Potenziale der Hamburger Innenstadt erkunden und kartieren. Dafür haben wir drei Fokusthemen gewählt: Wohnen, Kinder und Jugendliche sowie Passagen. Von Herbst 2024 bis Sommer 2025 wurden diese Themen in Workshops und Stadterkundungen aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht. Die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse wurden kartografisch festgehalten und liefern wertvolle Impulse für die zukünftige Entwicklung des Stadtraums.

Einordnung

Was bedeutet es die Innenstadt zu bewohnen? Wie nimmt man die Innenstadt wahr, wenn man dort wohnt? Welchen Blick entwickeln Kinder und Jugendliche auf die Innenstadt? Welche unterschiedlichen Passagen existieren in der Hamburger Innenstadt und inwiefern stellen diese eine Besonderheit in der Innenstadtentwicklung dar? Diese und weitere Fragen werden mit allen Interessierten im Rahmen von Mapping Workshops diskutiert und bearbeitet. Daraus werden Schlussfolgerungen für die Innenstadtentwicklung abgeleitet.

Kinder malen ihre Innenstadt
Kinder malen ihre Innenstadt MAÏSCHA SOUAGA

Von Herbst 2024 bis Sommer 2025 wurden die verborgenen Potenziale der Hamburger Innenstadt unter Beteiligung der Stadtbewohner:innen und des projektbüro erforscht. Dafür wurden in Mapping Workshops drei Fokusthemen räumlich untersucht und grafisch dargestellt.

Die Innenstadt bewohnen

Herleitung

Shopping, Kultur und Tourismus prägen das Bild der Hamburger Innenstadt. Doch sie ist auch ein Zuhause: In Quartieren wie dem Katharinenviertel, dem Kontorhausviertel oder dem Portugiesenviertel wohnen Menschen mitten im urbanen Geschehen. Das Thema Wohnen spielt eine immer wichtigere Rolle in der Innenstadtentwicklung. 

Methodik

Um die Hamburger Innenstadt als Wohnort besser zu verstehen, kam im Rahmen des Mapping-Workshops das Format der Raumreporte zum Einsatz. Dabei wurden Interviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern geführt, während sie durch ihr Wohnumfeld spazierten und dabei Einblicke in ihren Alltag gaben. Besondere wie alltägliche Orte wurden gezeigt, die Gespräche fotografisch begleitet und die Ergebnisse räumlich in einer Karte dokumentiert.

Fragen

Im Zuge dessen wurden folgende Fragen gestellt: Was bedeutet es, in der Innenstadt zu wohnen? Wie wohnt man hier und wer wohnt hier? Was macht es besonders hier zu wohnen? Wie müsste sich die Innenstadt in Zukunft weiterentwickeln?

Laufzeit

Februar bis März 2025

Die Innenstadt aus Perspektive von Kindern und Jugendlichen

Herleitung

Kinder und Jugendliche sind eine Gruppe, die noch zu selten in Stadtplanungsprozesse eingebunden wird.Ihre Perspektive ist jedoch gerade in Bezug auf die Anforderungen an Städte und an den öffentlichen Raum besonders wichtig und ernst zu nehmen. Anfang Februar 2025 setzte einer von drei Mapping-Workshops im Rahmen des VPI-Programms genau an einer bisher wenig beachteten Leerstelle an – der Sichtweise von Kindern und Jugendlichen. 

Methodik

Eine Woche lang beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler mit ihrer Wahrnehmung der Hamburger Innenstadt und entwickelten Ideen für deren zukünftige Gestaltung. Auf einer weißen LKW-Plane in der Größe von 100 DIN A4-Blättern kartierten sie ihre Alltagsperspektiven und testeten mit räumlichen Interventionen an verschiedenen Orten, inwieweit sich ihre Lebenswelt in der Innenstadt widerspiegeln und entfalten kann.

Fragen

Es wurden folgende Fragen gestellt: Was sind besondere und wichtige Orte für Kinder und Jugendliche in der Innenstadt? Und wie funktionieren diese Orte? Was sind Lieblingsorte? Und vor allem: Was wünschen sich Kinder und Jugendliche für zukünftige Planungen und Baumaßnahmen in der Innenstadt?

Laufzeit

Februar 2025

Passagen – Besondere Orte der Innenstadt

Herleitung

Passagen sind eine besondere architektonische Typologie in der Hamburger Innenstadt. Ursprünglich mit Glasdächern versehen, wurden sie geschaffen, um Waren wettergeschützt anzubieten. Sie durchqueren städtische Blöcke und verbinden verschiedene Orte miteinander. Heute stehen viele Passagen vor neuen Herausforderungen, doch ihr Potenzial als lebendige Verbindungsräume in der Innenstadt bleibt bestehen.

Methodik

Nach einer ersten Analyse und Kartierung der unterschiedlichen Passagen in der Hamburger Innenstadt wurde wie schon beim Mapping-Workshop zum Thema Wohnen auf das Format der Raumreporte zurückgegriffen.

Bei diesen, sich durch den Raum (die Passagen) bewegenden Interviews wurden die Passagen aus der Sicht derer betrachtet, die diese täglich bespielen – den Gewerbetreibenden, wie auch von Betreiberinnen und Betreiber der Passagen selbst. Beim Flanieren durch die Passage wurde über alltägliches, wie auch besonderes gesprochen. Darüber, was es heißt an solch einem Ort in der Hamburger Innenstadt zu arbeiten und darüber, was es braucht um einen solchen Ort zu Betreiben. Die Interviews wurden fotografisch begleitet und anschließend in eine Karte überführt.

Fragen

Die Passagen der Hamburger Innenstadt bilden ein besonderes Potenzial im Stadtbild und Alltag vieler Personen. Für den Mapping-Workshop Passagen wurden unterschiedliche Personen, die einzelne Läden oder auch ganze Passagen betreiben, begleitet. Dabei wurde unter anderem folgenden Fragen nachgegangen:

Welche unterschiedlichen Passagen existieren in der Hamburger Innenstadt? 

Wie funktionieren diese Orte? 

Was ist das Gemeinsame, das Besondere und das Spezifische? 

Welche Tätigkeiten und Handlungen bilden sich an diesen Orten heraus? 

Was fehlt diesen Orten aber ggf. auch heute? 

Wie viel Hamburg steckt in der Passage als urbane Typologie?

Was ist die Passage der Zukunft?

Laufzeit

Sommer 2025 

Ergebnisse und Erkenntnisse

Die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse der Mapping-Workshops wurden jeweils in eine Karte und sogenannte Lessons Learned übersetzt. Diese sollen als Impulse für die zukünftige Innenstadtentwicklung dienen.

Die vollständigen Ergebnisse können hier eingesehen werden:

Dokumentation der Workshops

Einordnung im Programmpaket „Verborgene Potenziale Innenstadt"

Im Rahmen des Programmpakets „Verbogene Potenziale Innenstadt“ sollen gemeinschaftlich Ziele für die Innenstadtentwicklung geprüft und gesammelt werden, um gemeinsam ein Leitbild für die Innenstadt (Zukunftsbild) zu entwickeln. Darüber hinaus wird der öffentliche Austausch mit allen interessierten Hamburgerinnen und Hamburgern in Form von ko-kreativen Prozessen und Beteiligungsformaten gestärkt, um die aktive Mitwirkung zu fördern, z.B. in Mapping Workshops.