Mitten durch Hamburg und durch die Feldmark – die Magistrale verbindet urbane Dichte, wichtige Hotspots und größere Entwicklungsflächen (Zentrum Altona, Mitte Altona, Diebsteich, Elbe-Einkaufszentrum) mit Einfamilienhausgebieten in den Elbvororten – räumlich getrennt durch die A7, aber immer noch nah an der Inneren Stadt.
Zukünftig lässt sich hier Straßenraum zugunsten des Bus- und Radverkehrs transformieren, um Umweltverbund und Aufenthaltsqualitäten im Magistralenraum zu stärken. Entlang der Magistrale bilden einzelne Stadtteile Orte der Identifikation und Orientierung, wobei die Deckelung der A7 für attraktive Verbindungen sorgt.
Wichtige Aufgaben werden die Herstellung von Querbezügen zwischen den Entwicklungsflächen und von attraktiven Grünverbindungen (Richtung Elbe, Altonaer Volkspark) über die Magistrale sein. Potenziale stecken in Sülldorf, Iserbrook, rund um den Flottbeker Markt und das Elbe-Einkaufszentrum, spannend wird’s beim Zukunftsthema „Canyon Rissen“.
Folgt man der Magistrale stadtauswärts, lassen sich sechs grobe Abschnitte erkennen: Zwischen St. Pauli und Kaltenkircher Platz gibt sie sich urban und lebendig. Hier reiht sich eine Vielzahl von Zentren an einem kurzen Abschnitt mit hohem Anteil an historischem Baubestand.
Rund um den Verkehrsknoten Diebsteich ballen sich beidseitig der Bahn wichtige Entwicklungsareale, die es zukünftig entlang der Magistrale zu vernetzen gilt. Westlich des Bahrenfelder Carrés sorgt die Deckelung der A7 für den Abbau einer bisherigen Barriere. Symbolisierte bisher die Autobahn eine Zäsur zwischen urbanem und suburbanem Abschnitt der Magistrale, eröffnen sich nun Potenziale für neue Bezüge.
Im Gebiet rund um das Elbe-Einkaufszentrum und den Flottbeker Markt bietet sich zukünftig die Möglichkeit, das Einkaufs- zum Stadtzentrum, mit Verknüpfung zum zweiten Grünen Ring und der Science City Hamburg Bahrenfeld, zu transformieren. Im Bereich Rugenbarg entwickelt sich die Magistrale im Kontext von Alt-Osdorf. In Iserbrook und Sülldorf verbindet sie Wohngebiete mit relativ geringer Dichte. Hier gilt es, Urbanität im Einklang mit der „zweiten Reihe“ zu schaffen sowie Umweltverbund und Versorgungszentren zu stärken. Kurz vor der Hamburger Stadtgrenze taucht die Magistrale in den „Canyon Rissen“ ab. Die tiefergelegte Straße wird zur Barriere zwischen Nord und Süd – wie kann hier Stadtreparatur betrieben werden und der Stadtteil wieder mehr zusammenwachsen?