Der Ring 2 entstand in den 1970er-Jahren aus einem Zusammenschluss diverser Stadtstraßen mit uneinheitlicher Bebauung: Punkthochhäuser, offene Zeilenbauweise, Blockstrukturen, Hochbrücken, ein- und zweigeschossige Ladenzeilen etc. – hier ist von allem etwas dabei. Kein Wunder, denn diese Magistrale verläuft nicht von innen nach außen, sondern als Ring im „Inneren“, als verbindendes Element zu anderen Magistralen und Zentren. So entstehen neben der Vielfalt auch wichtige Orte des städtischen Straßenverkehrsnetzes.
Als zentrales Bindeglied im innerstädtischen Verkehr gilt es, entlang der M11 wichtige Verknüpfungspunkte – etwa zu den radial verlaufenden Magistralen – zu gestalten, den Verkehrsraum zugunsten des Umweltverbunds zu transformieren, die Barrierewirkung zu reduzieren und ein Mehr an Grünqualitäten
zu schaffen.
Der Ring 2 erstreckt sich ca. 18 Kilometer über zwölf Stadtteile und fünf Bezirke Hamburgs. Der Umfahrung des Hamburger Stadtzentrums musste in den 1970er-Jahren die eine oder andere Bebauung weichen. Heute reihen sich an der M11 verschiedene Stadtteile sowie große Kreuzungen mit sämtlichen Magistralen nördlich der Elbe.
Vom Fischmarkt über die Holstenstraße durch Altona – am S-Bahnhof Holstenstraße trifft der Ring erstmals auf weitere Magistralen – die M1 und M3. Hier braucht es Platz für Busse, Rad- und Fußverkehr.
Vorbei am Alsenplatz nach Eimsbüttel soll das Zentrum Osterstraße auch an der Magistrale sichtbar werden. Mit der Hoheluftchaussee kreuzt der Ring alsbald die M4. Durch die Umbaumaßnahmen für die U5 wird hier im öffentlichen Raum viel passieren.
Vorbei am derzeitigen Sitz des Bezirksamts Hamburg-Nord an der Kümmellstraße werden an der Deelböge Möglichkeiten für eine städtebauliche Neuordnung gesucht. Hier biegt die M11 scharf nach Osten ab und führt entlang des Stadtparks vorbei an der City Nord und Wohnquartieren, die durch die Planungen der autogerechten Stadt durchschnitten wurden.
In Barmbek kreuzt der Ring die M6, bevor er im Zentrum Wandsbek an der Christuskirche auf die M7 trifft. Der Rahmenplan Zentrum Wandsbek wird hier Richtungsweiser für die städtebauliche Weiterentwicklung.
An der Haltestelle Horner Rennbahn trifft die M11 nochmals auf eine Fläche mit städtebaulichem Entwicklungspotenzial. Hier steht die Aufwertung des Umfelds der im Zuge des U4-Ausbaus erweiterten Haltestelle an. An der Bergedorfer Straße mündet die M11 auf Höhe des Industriegebiets Billbrook in die M8.