Die kurze Magistrale hat es in sich: Große städtebauliche Transformationsprozesse durch die Science City Hamburg Bahrenfeld machen sie zur Wissenschafts- und Forschungsadresse von Hamburg. Der A7-Autobahndeckel schafft innovative neue Grünverbindungen und der Ausbau des ÖPNV setzt ein Zeichen für die Mobilitätswende.
Die vorhandene Forschungslandschaft stärken und innovative Orte schaffen – wie wird der Campus der Science City zu einer starken Einheit? Das wird Aufgabe für Städtebau und Freiraumplanung sein. Klar ist: In Teilbereichen muss sich der Charakter der Straße deutlich wandeln, die Aufenthaltsqualität verbessert und eine Querung erleichtert werden.
Aufgaben liegen in der Stärkung von Wissenschaftsstandorten und neuen Stadtquartieren sowie in deren städtebaulichen und freiraumplanerischen Vernetzungen. Der Weg zu einer multimodalen Achse erfordert verkehrsplanerische Maßnahmen. Dabei gilt: Bestandsquartiere im Blick behalten und das Luruper Zentrum stärken.
Als Seitenarm zweigt die M2 am Bahrenfelder Carré von der M1 in Richtung Nordwesten ab. Anfangs erstreckt sie sich noch, gerahmt von straßenbegleitender Bebauung, durch urbane Strukturen, bevor sie auf den neuen Autobahndeckel der A7 trifft. Hier entstehen grüne Wegebeziehungen zwischen zuvor getrennten Quartieren. Diese bieten ein attraktives Umfeld für neue Wohnungsbauvorhaben.
Wo sich einst die Trabrennbahn Bahrenfeld befand, liegt nun der Fokus auf Wissenschaft, Universität und neuem Stadtquartier. Es gilt, die Entwicklungen der neuen Stadtstrukturen gut mit den Bestandsquartieren zu verknüpfen. Westlich und östlich der Magistrale entsteht das Zukunftsprojekt Science City Hamburg Bahrenfeld. Gerade hier, am Altonaer Volkspark, kommen auf den Magistralenraum die Aufgaben der städtebaulichen und landschaftsplanerischen Verknüpfungen, besonders der Landschaftsachse Volkspark und des zweiten Grünen Rings, sowie die Schaffung eines qualitätsvollen Aufenthaltsraums zu.
Stadtauswärts trifft die Magistrale auf das zunächst durch Büro- und Gewerbestrukturen geprägte Lurup. Anschließend erreicht die Magistrale das Lurup Center, dessen Stärkung hier im Vordergrund steht. Ebenso gilt es, eine stärkere baulich-räumliche Fassung der Straße sowie die verbesserte ÖPNV-Anbindung und Qualifizierung des öffentlichen Raums für Rad- und Fußverkehr zu erreichen. Dafür bietet auch das angrenzende RISE-Fördergebiet Lurup vielfältige Anknüpfungspunkte.
Trotz ihrer geringen Länge verfügt die Magistrale über eine Reihe von Stadtbausteinen. Die Verbindung dieser unterschiedlichen Nutzungen, von Wissenschaft, gemischten Stadtquartieren bis zu Parks, stellt eine besondere Herausforderung dar.