Es geht um Verkehr, genauer gesagt: Hier bewegt sich der MIV besonders zahlreich durch die Stadt. Autogerechte Strukturen (große Parkplätze, Verkehrsinseln, viele Fahrspuren und verkehrsreiche Knotenpunkte) machen es möglich. Die Aufenthaltsqualität ist vielerorts gering. Nutzungen entlang der Magistrale sind vielseitig, von „urban“ bis „dörflich“, Gewerbe und Wohnen, abwechslungsreich und gemischt angeordnet. Im Rückraum der Magistrale zeigen sich die verborgenen Qualitäten, etwa das gründerzeitliche Eimsbüttel.
Der Ausbau von ÖPNV und Autobahn eröffnet neue Möglichkeiten – für Multimodalität im Inneren zugunsten des Umweltverbunds sowie zur Reduktion der Verkehrs- und Lärmbelastung und für alternative Gestaltungsoptionen öffentlicher Räume, etwa am Eidelstedter Platz und Eimsbütteler Marktplatz.
Es gilt, Eingangssituationen zu gestalten und Multifunktionalität zu fördern. Zentren und öffentliche Räume entlang der M3 brauchen besondere Aufmerksamkeit: Als Schnittstellen zwischen ÖPNV, MIV, vielfältigen Angeboten und als Eingänge in die angrenzenden Quartiere.
Von Altona aus durch Eimsbüttel bis nach Stellingen – der erste innerstädtische Abschnitt der M3 ist geprägt von Räumen mit hohen Entwicklungspotenzialen, großen durch die Stadt vorangetriebenen Entwicklungsprojekten und Mobilitätsknotenpunkten. Magistrale und Bahn verlaufen von hier ab parallel nach Norden. Gerahmt durch die Magistrale M1 und M3 sowie die Bahntrasse Richtung Elmshorn wird das Quartier am Diebsteich durch den neuen Fern- und Regionalbahnhof Hamburg-Altona weiterentwickelt. Als zentraler Eintrittspunkt in das neue Quartier und in das östlich der M3 gelegene Eimsbütteler Kerngebiet kommt dem Eimsbütteler Marktplatz neben seiner Funktion als Verkehrsknotenpunkt eine wichtige Rolle zu. Ein Zukunftsthema wird die Neustrukturierung zugunsten von mehr Aufenthaltsqualität und das Heben von wohnbaulichen Potenzialen im Umfeld sein.
Ein Stück stadtauswärts reihen sich weitere Räume mit Entwicklungspotenzial um einen Knotenpunkt. Als Schnittstelle von Magistrale und zentralem Versorgungsbereich wird die Kreuzung Sportplatzring/Volksparkstraße städtebaulich akzentuiert. Die Funktion als leistungsfähiger, zentraler Verkehrsknotenpunkt bleibt hier auch zukünftig aufrechterhalten. Positive Effekte der Mobilitätswende wie verbesserte Rad- und Fußwegeverbindungen sowie die Planung der U5 gilt es zu analysieren und hervorzubringen. Nördlich der A7 und der Landschaftsachse des zweiten Grünen Rings wird das Eidelstedter Zentrum, im Zuge der RISE-Gebietsentwicklung Eidelstedt-Mitte, zur urbanen Stadtteilmitte profiliert. Geringer werdender Kfz-Verkehr und die neue S-Bahn-Anbindung schaffen Gestaltungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum.
Im letzten Abschnitt vor der Stadtgrenze durchqueren Magistrale und Bahn das semi-urbane Schnelsen, bevor sie sich in Burgwedel noch einmal kreuzen. Der Schienenverkehrs-Knotenpunkt und das angrenzende Quartierszentrum Frohmestraße bieten im Zuge der RISE-Gebietsentwicklung Schnelsen –ZentrumFrohmestraße/ Burgwedel Möglichkeiten zur Entwicklung gemäß Hamburger Maß. Dieser nördliche Bereich Schnelsens wird zukünftig zum „Stadteingang“ profiliert.