Ob in der Inneren oder Äußeren Stadt – hier ist was los. Vielfältige Baustrukturen und Erdgeschossnutzungen schaffen Lebendigkeit entlang der Magistrale. Ob als „städtischer Boulevard“ in der Inneren Stadt oder als „Archipel mit verschiedenen Inseln“, die M6 zeigt ihre Vielfalt auf den ersten Blick.
Der Fokus auf mehr Aufenthaltsqualität, belebte Erdgeschosszonen und durchgängige Grünverbindungen verstetigen das Bild eines Boulevards, während markante Bauten und Grünräume Fixpunkte im Archipel setzen und die Magistrale weiter fassen.
In den Abschnitten durch den Stadtteil Bramfeld gilt es, diese mit dem zweiten Grünen Ring und Steilshoop zu vernetzen und den Fußverkehr durch Querungsmöglichkeiten zu stärken.
Von der Kennedybrücke an, entlang der Alster, durch das zentrale St. Georg – der Beginn der Magistrale ist großstädtisch und verkehrsbelastet. Ist man einmal über die Mundsburger Brücke, befindet sich an der Hamburger Straße bereits das nächste Zentrum des Urbanen Marktplatzes. Zwischen Einkaufszentrum, Louis-Braille-Platz und einwohnerstarken Wohngebieten werden der Charakter als Großstadtboulevard gestärkt, Erdgeschosse belebt und neue Aufenthaltsqualitäten geschaffen.
Weiter im Norden, wo sich einst noch parkende Busse aneinanderreihten, liegt heute Potenzial für Wohnen und gemischte Nutzungen. Der ehemalige Busbetriebshof Weidestraße am Barmbeker Markt stellt eine der wenigen innerstädtischen Entwicklungsflächen im Umfeld im (teilweisen) Besitz der Stadt dar. Ein Stück weiter überspannt die Magistrale die Landschaftsachse des Osterbekkanals. Hier werden Aufenthaltsqualitäten geschaffen und der Boulevardcharakter durch flankierende Bäume betont. Mit der Fuhlsbüttler Straße und dem Bahnhof Barmbek liegt hier ein Schwerpunkt für übergeordnete Versorgung in unmittelbarer Nähe der Magistrale.
Auch an der M6 stellt die Kreuzung mit dem Ring 2 eine Zäsur dar. Ab hier sinkt die Einwohnerdichte und es dominieren aufgelockerte Geschosswohnungsbaustrukturen, Einfamilienhäuser, Grünflächen und Gewerbe. Die erste urbane Insel des Archipels ist das Otto-Gelände. Westlich und östlich der Bramfelder Chaussee liegen hier Potenzialflächen für Wohnen und Gewerbe wie das Moosrosenquartier. Der Raum an der Magistrale wird durch die Entwicklungen städtebaulich gefasst. Nördlich der Steilshooper Allee liegt die Magistrale zwischen dem Stadtteilzentrum Bramfeld und dem von Großwohnsiedlungen geprägten Steilshoop. Verbesserte Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger werden hier zur Vernetzung der beiden Gebiete beitragen. Durch die neue U5 wird das Zentrum Bramfeld in Zukunft enger an die Innere Stadt heranrücken. Ab Höhe des Parkfriedhofs Ohlsdorf ist der Magistralenraum durch dörfliche Strukturen geprägt, lediglich in Poppenbüttel, Sasel und Bergstedt befinden sich mehrere Zentren.