Hier wird’s grün – eine Hauptstraße im Harburger Maßstab. Im Vergleich zu anderen Magistralen hat die M9 im südlichen Abschnitt kaum noch Hauptstraßencharakter. Zu Beginn urban, führt die Magistrale im weiteren Verlauf dreispurig durch durchgrünte und aufgelockerte Viertel.
Nicht nur durchfahren – bleiben! Ziel ist, mehr Platz für Fußverkehr und Aufenthaltsqualität in der Quartiersmitte in Wilstorf zu schaffen. Die Magistrale soll zum Rückgrat des Stadtteils werden. Fehlende Zentralität kann an der Gordonstraße und am Trelder Weg als Versorgungsbereich ausgeglichen werden.
Hügelige Landschaften im Süden sollen auch weiterhin den Raum dominieren und den Stadteingang Richtung Harburg prägen. Potenziale liegen in neuen Wohnbauprojekten und dem Hochbahndepot in Wilstorf.
Diese Magistrale startet nicht in der Hamburger Innenstadt, sondern im Zentrum Harburgs. In Verlängerung der M12 erstreckt sich die M9 von Harburg nach Süden. Mit dem Entwicklungsgebiet Harburger Binnenhafen und den RISE-Fördergebieten Harburger Binnenhafen/Neuland-Nordwest, Harburger Innenstadt/Eißendorf-Ost und Wilstorf-Reeseberg ist der Beginn der Magistrale geprägt durch Stadtteile in Transformation. Hier liegen gemischt genutzte Räume, die sich dynamisch entwickeln, und solche, deren Potenzial noch gehoben werden soll. Das durch Zeilenbauten und Wohnhochhäuser der 1960er-Jahre geprägte Quartier rund um das Nahversorgungszentrum Trelder Weg ist Bestandteil des RISE-Programms „Sozialer Zusammenhalt“. In Abstimmung mit dem Zentrenkonzept und den bezirklichen Nahversorgungskonzepten gilt es, diesen Raum hinsichtlich seiner bestehenden Versorgungsfunktion an der Magistrale zukunftsfähig aufzustellen.
Entlang von Gewerbegebieten und verdichtetem Wohnraum, unter der B75 hindurch, führt die Magistrale nach Wilstorf. Hier stehen gleich drei Magistralenprojekte an: der Stadteingang Wilstorf, die Nachnutzung des Hochbahndepots und die Platzgestaltung unter der B75. Vom ehemaligen Durchfahrtsraum wird hier die Quartiersmitte als Aufenthaltsraum und Rückgrat des Stadtteils profiliert.
Von hier an wird es vorstädtisch bis dörflich. Zwar prägen einzelne Geschosswohnungsbauten die südliche Magistralenumgebung, doch Reihen- und Einfamilienhäuser nehmen zu. Auch zukünftig werden die hügligen Landschaften am Stadteingang den Raum dominieren.