Lange Nacht des Deutschen Menschenrechts-Films

Preisträgerinnen und Preisträger präsentieren Werke in Hamburg

09. September 2021 Pressemitteilung

Bereits zum dritten Mal findet am Freitag, 10. September 2021, in Hamburg die "Lange Nacht des Deutschen Menschenrechts-Films" statt. Ab 18 Uhr werden im Abaton Kino die Ende 2020 prämierten Werke gezeigt. Die Preisträgerinnen und Preisträger sprechen vor Ort über ihre Filme.

  • Justiz und Verbraucherschutz
Das Logo des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises
Religionspädagogisches Zentrum Medienhaus

Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern zählt Arkadij Khaet, dessen Satire "Masel Tov Cocktail" zu Klischeevorstellungen über jüdisches Leben in Deutschland in gleich zwei Kategorien ausgezeichnet wurde. Aus London zugeschaltet wird Waad al-Kateab, deren Dokumentarfilm "Für Sama" über ein Untergrundkrankenhaus im syrischen Bürgerkrieg im vergangenen Jahr sogar für einen Oscar nominiert wurde.

Justizsenatorin Anna Gallina: "Menschenrechte sind universell, deren Achtung ist aber nicht überall selbstverständlich. In zahlreichen Ländern sehen wir eine Missachtung dieser Rechte. Selbst in Europa werden grundlegende Rechte in einzelnen Ländern in Frage gestellt, Minderheiten diskriminiert und Menschen ausgegrenzt. Die Kunst legt hier den Finger in die Wunde. Sie kann vermitteln, welche Bedeutung die Menschenrechte für ein friedvolles Zusammenleben haben und wo diese Rechte unter Druck geraten."

Ines Hilpert-Kruck, Vorstandsmitglied des Hamburgischen Anwaltvereins: "Die mit dem Menschenrechts-Filmpreis prämierten Filme zeigen uns wieder einmal, was es wirklich heißt, in Menschenrechten verletzt zu sein. Die Filmemacher und Filmemacherinnen eröffnen uns den Blick auf Menschen, die der zerstörerischen Kraft von Unrecht, Diskriminierung, Gewalt und Willkür ausgesetzt sind. Sie zeigen aber auch, wie Menschen sich ihren Raum wieder erkämpfen, für ihre Rechte auf dem Weg sind. In ihren Geschichten steckt der Auftrag an uns, unermüdlich für Schutz und Wahrung von Menschenrechten aufzustehen."

Lange Nacht des Deutschen Menschenrechts-Films
Freitag, 10. September 2021, 18:00 bis 23:00 Uhr (Einlass 17:30 Uhr)
Abaton Kino, Allende Platz 3, 20146 Hamburg
Ein begrenztes Kartenkontingent steht gratis zur Verfügung, Interessierte melden sich unter info@hav.de (weitere Karten im Verkauf durch das Abaton)

Zu sehen sind folgende Filme:

  • "Für Sama" von Waad al-Kateab und Edward Watts, Dokumentarfilm, 2019, 99 Minuten
  • "Masel Tov Cocktail" von Arkadij Khaet und Mickey Paatszch, Satire, 2020, 30 Minuten
  • "Ab 18! – Die Tochter von…" von Joakim Demmer, Verena Kuri und Chiara Minchio, Dokumentarfilm, 2019, 28 Minuten
  • "Just.Another.Month" von Charlotte Weinreich und Rosa-Lena Lange, Dokumentarfilm, 2019, 22 Minuten

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird alle zwei Jahre verliehen, Ende 2020 bereits zum zwölften Mal. Er ehrt Film- und TV-Schaffende, die sich in herausragender Weise mit dem Thema Menschenrechte auseinandersetzen. Der bundesweite Filmwettbewerb wird von 20 Organisationen der Zivilgesellschaft getragen.

In Hamburg wird die Lange Nacht vom Hamburgischen Anwaltverein, Amnesty International, den Bahá’í-Gemeinden Hamburg, der Evangelischen Akademie der Nordkirche sowie den Vereinen Peace Brigades International und SEGEMI (Seelische Gesundheit Migration und Flucht) veranstaltet. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Freien und Hansestadt Hamburg.

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