Im Zuge der Umstrukturierung entstehen in der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel ein neues Schul- und Ausbildungsgebäude sowie ein neues Verwaltungsgebäude. Zudem werden nicht mehr benötigte Gebäude der Justizvollzugsanstalt abgerissen. Diese Maßnahmen ermöglichen nicht nur einen modernen Vollzugsbetrieb, sondern verbessern auch die Arbeitsbedingungen der Bediensteten vor Ort. Bereits im Vorfeld des Baustarts wurden erste vorbereitende Maßnahmen durchgeführt, wie die Einrichtung eines provisorischen Freistundenhofs, da im Zuge des Projekts auch der Sportplatz saniert wird.
Anna Gallina, Senatorin für Justiz und Verbraucherschutz: "Nur ein moderner Justizvollzug ist ein zukunftsfähiger Justizvollzug. Dazu gehört neben vollzugsfachlichen Inhalten auch die optimale Nutzung unserer Standorte mit ihren baulichen Möglichkeiten. Durch eine Modernisierung des Standortes Fuhlsbüttel verbessern wir nicht nur die Resozialisierungsmöglichkeiten für unsere Gefangenen, sondern schaffen auch verbesserte Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden. Die neuen Schul- und Ausbildungsangebote bieten moderne Bedingungen für eine gezielte Förderung und berufliche Qualifikation, wodurch die Chancen auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft weiter erhöht und gefördert werden."
Martin Sowinski, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: "Der Startschuss für dieses außergewöhnliche Bauvorhaben in der Justizvollzugsanstalt 'Santa Fu' markiert einen wichtigen Schritt für die zukünftige Entwicklung dieses bedeutenden Standorts in Hamburg. Die Realisierung mehrerer, ineinandergreifender Bauabschnitte im laufenden Betrieb und unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen stellt eine besondere Herausforderung dar, der wir uns mit größtem Respekt und Verantwortungsbewusstsein stellen. Unser Ziel ist es, diese komplexen Prozesse in enger Abstimmung mit der Anstaltsleitung zu koordinieren, um den hochsensiblen Justizbetrieb jederzeit zu gewährleisten und gleichzeitig die Grundlage für eine zukunftsweisende Entwicklung zu schaffen. Ich wünsche für den Bauverlauf gutes Gelingen!"
Perspektiven für die zukünftige Nutzung des Areals
Über die baulichen Maßnahmen hinaus eröffnet das Projekt neue Möglichkeiten für die Nutzung der zukünftig freigezogenen Flächen und ungenutzter Gebäude. Die Arealentwicklung soll parallel zu der baulichen Umstrukturierung der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel vorangetrieben werden, um nach Abschluss dieser Baumaßnahmen dann mit der nächsten Umsetzung beginnen zu können. Eine konkrete Nachnutzung steht allerdings noch nicht fest. Derzeit untersucht die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz zusammen mit anderen städtischen Stakeholdern verschiedene Nachnutzungsmöglichkeiten, die von Wohnraum, Hotelnutzung, Coworking-Spaces, Gastronomiebetrieb bis hin zu studentischem Wohnen reichen. Angesichts der großen historischen wie auch erinnerungspolitischen Bedeutung der Gebäude und des Areals soll eine entsprechende Nachnutzung hierzu im Einklang stehen. Die zeitliche Umsetzung der Nachnutzung hängt eng mit der vollständigen Verlagerung der Justizvollzugsnutzung zusammen. Erst nach Abschluss der Umbauten können die Flächen für eine neue Nutzung freigegeben werden.
Gebaut werden die neuen Gebäude von der städtischen Sprinkenhof GmbH, nach Abschluss aller Bauarbeiten werden die JVA Fuhlsbüttel und die Sozialtherapeutische Anstalt in das sogenannte „Mieter-Vermieter-Modell“ der Hansestadt Hamburg überführt. Das Modell bietet den Vorteil, dass ein städtisches, auf Immobilien spezialisiertes Unternehmen den Bau und die Bewirtschaftung der Gebäude übernimmt.
Rückfragen der Medien
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