Anna Gallina, Justizsenatorin: "Mit Christoph Schoenfeld verlässt eine herausragende Persönlichkeit und ein engagierter Gerichtspräsident die Hamburger Justiz. Er prägte sowohl fachlich als auch persönlich über viele Jahre die Hamburger Justiz. Ich danke ihm für sein langjähriges erfolgreiches Engagement und wünsche ihm alles Gute für den neuen Lebensabschnitt. Sein Nachfolger Dr. Frank Schindler genießt ebenfalls großes Ansehen in der Hamburger Gerichtslandschaft. Er ist ein exzellenter Jurist und eine starke Führungspersönlichkeit. Ich bin überzeugt, dass er die neue Aufgabe hervorragend meistern wird, und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute."
Christoph Schoenfeld trat 1990 zunächst als Richter beim Verwaltungsgericht Hamburg in den höheren Justizdienst ein. Im Jahr 2001 wechselte er an das Finanzgericht Hamburg und gehört seitdem unter anderem dem Gemeinsamen Zollsenat der Länder Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an. Im Jahr 2002 übernahm Christoph Schoenfeld als Präsidialrichter zusätzlich vielfältige Aufgaben der Gerichtsleitung. Seit September 2009 fungierte er zudem als Pressesprecher des Gerichts. Im September 2011 wurde er zum Vizepräsidenten, ein Jahr später zum Präsidenten des Hamburger Finanzgerichts ernannt. Diese Position bekleidete er hauptberuflich, während er im Jahr 2014 zum Vizepräsidenten des Hamburgischen Verfassungsgerichts gewählt wurde. Christoph Schoenfeld hat sich in besonderer Weise für die Öffentlichkeitsarbeit der Hamburger Gerichte verdient gemacht. Während seiner Tätigkeit beim Verwaltungsgericht gestaltete er damals den ersten Internetauftritt eines Hamburger Gerichts und konzipierte später das Justizportal Hamburg. Außerdem war er wesentlich an der Entwicklung und Umsetzung des Projekts „Schule mit Recht“ beteiligt. Als Vorsitzender des Gemeinsamen Zollsenats hat Christoph Schoenfeld über viele Jahre durch richtungsweisende Entscheidungen das Zollrecht und Marktordnungsrecht in der Europäischen Union maßgebend geprägt. Seit fast 30 Jahren ist er zudem Mitglied des Gemeinsamen Prüfungsamtes der Länder Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein für die Zweite Staatsprüfung für Juristen und seit 2012 dort auch Stellvertreter des Präsidenten.
Dr. Frank Schindler trat 1994 in den höheren Justizdienst in Schleswig-Holstein ein. Im gleichen Jahr schloss er seine Promotion an der Universität Hamburg ab. Dr. Frank Schindler war von 1997 bis 1999 abgeordnet an das Bundesverfassungsgericht und im Anschluss an die damalige Hamburger Justizbehörde. 2001 wurde er zum Richter am Verwaltungsgericht ernannt und war vom 2002 bis 2004 als Präsidialrichter am schleswig-holsteinischen Verwaltungsgericht tätig. Nach einer zweijährigen Abordnung an das schleswig-holsteinische Finanzgericht wurde er dort 2006 zum Richter ernannt und war bis 2011 am Finanzgericht tätig, davon die letzten vier Jahre als Pressesprecher. In den Jahren 2010 und 2011 absolvierte Dr. Frank Schindler beim Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht eine Ausbildung zum Güterichter. Anfang November 2011 wechselte er an das Finanzgericht Hamburg, wo er von 2016 bis 2019 als Präsidialrichter eingesetzt war. 2018 wurde Dr. Frank Schindler zum Vorsitzenden Richter am Finanzgericht ernannt. Seit 2022 ist er Vizepräsident des Finanzgerichts. Neben seiner richterlichen Tätigkeit engagiert er sich als Mitglied des Gemeinsamen Prüfungsamtes und leitet eine Arbeitsgemeinschaft für Referendar:innen zur Examensvorbereitung. Dr. Frank Schindler führt seit vielen Jahren zusammen mit Prof. Dr. Lars Hummel von der Universität Hamburg einen steuerrechtlichen Moot-Court beim Finanzgericht Hamburg durch. Zudem begleitet er seit 2016 intensiv die Einführung des Elektronischen Rechtsverkehrs am Gericht. Darüber hinaus ist er gerichtlicher Mediator und Güterichter.
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